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Vital und gesund dank der Frühlingsküche

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Nachdem es im Winter Wurzelgemüse und Sorten gab, die sich lange lagern lassen, freuen sich viele auf die Frühlingsküche. Kaum stehen die ersten warmen Tage an, kann man es nicht erwarten endlich wieder mit frischen Zutaten zu kochen.

Saisonale Kost bringt viele Vorteile mit sich: Frisch vom Feld geerntet, sind Obst- und Gemüsesorten besonders reich an Vitaminen und Spurenelementen. Wer noch dazu mit jenen Lebensmitteln kocht, die aus der Region stammen und der Jahreszeit entsprechend, bringt ganz automatisch eine große Vielfalt in den Speiseplan.

Bärlauch, der erste Bote für die Frühlingsküche

Wenn Sie gerne im Wald spazieren gehen, nehmen Sie in milden Wintern vermutlich schon Ende Februar den zarten Geruch von Knoblauch wahr. Er stammt von den grünen, länglichen Blättern des Bärlauchs.

Er fühlt sich an feuchten und schattigen Plätzen besonders wohl und ist mitunter sogar in Auwäldern im städtischen Umfeld heimisch. Wenn Sie Bärlauch selbst pflücken möchten, achten Sie genau auf die Blattunterseite. Sie ist beim Bärlauch nämlich matt. Das Maiglöckchen hingegen, dessen Blüten zwar lieblich durften, die Blätter aber ungenießbar sind, bildet hingegen Blätter mit glänzender Unterseite aus.

Überlieferungen belegen, dass Bärlauch schon seit vielen Jahrhunderten als Heilmittel geschätzt wurde. Die Kelten aßen ihn angelblich vor jeder Schlacht, um Kraft für die Kämpfe zu tanken. Auch bei den Germanen war Bärlauch nachweislich schon bekannt.

Das belegen Funde in Pfahlbausiedlungen nördlich der Alpen. Bei den Römern trug Bärlauch den klingenden Namen „Herba salutaris“ – übersetzt heißt das so viel wie heilsames Kraut. Sie würzten lieber mit Bärlauch als mit Knoblauch und wendeten ihn bei Bluthochdruck. Hautleiden und Bronchitis an. Doch auch in der Mythologie spielte die Pflanze eine wichtige Rolle: Angeblich hält eine Bärlauchsuppe, die in der Walpurgisnacht gekocht wird, böse Geister fern.

Heute geht es bei der Zubereitung von Bärlauch nicht um Zauber oder Magie. Fakt ist hingegen, dass sich der regelmäßige Genuss positiv auf Ihre Gesundheit auswirkt:

  • Bärlauch liefert viel Vitamin C, das sich positiv auf Ihr Immunsystem auswirkt. In 50 Gramm sind drei Viertel der empfohlenen Tagesdosis an Vitamin C enthalten
  • Sie möchten nach dem Winter Ihren Körper entschlacken? Dann ist Bärlauch eine gute Unterstützung, da die darin enthaltenen ätherischen Öle die Leber entlasten
  • Bärlauch in der Frühlingsküche regt außerdem die Bildung wichtiger Verdauungssäfte in der Leber und im Magen an.
  • Außerdem schafft er bei Blähungen und Krämpfen im Magen-Darmtrakt Erleichterung

Spargel, ein unverzichtbarer Bestandteil der Frühlingsküche

Vielen kommt beim Gedanken an die Frühlingsküche in erster Linie Spargel in den Sinn. Das ist auch kein Wunder, denn immerhin zählt Spargel zu den köstlichen Zutaten der Frühlingsküche. Unterschiedlich ist die Kultivierung von grünem und weißem Spargel: Grüner Spargel wächst an der Erdoberfläche und wird in reifem Zustand einfach abgeschnitten.

Weißer Spargel hingegen wird in einem aufgeschütteten Wall kultiviert. Zeigt dieser Risse, ist die Zeit gekommen weißen Spargel zu stechen. Üblicherweise beginnt die Spargelsaison Mitte oder Ende April. Das Ende ist mit dem Johannistag am 24. Juni festgesetzt. Der Grund dafür ist, dass die Pflanzen rund 100 Tage an Regeneration benötigen, bis der erste Frost möglicherweise einsetzt.

Spargel ist ein perfekter Begleiter, wenn Sie über den Winter einige überschüssige Kilogramm angesammelt haben und eine Diät planen. Da 500 Gramm Spargel nur 75 Kalorien liefern, gilt er als wahrer Schlankmacher. Vorausgesetzt natürlich, sie bereiten ihn möglichst naturbelassen zu und verwenden wenig Fett bei der Zubereitung. Da Spargel außerdem das Blut reinigt, ist er gerade aus der Frühlingsküche nicht wegzudenken.

Dann ist nämlich die Zeit gekommen, den Organismus von überflüssigem Ballast zu befreien. Dabei hilft Spargel in der Frühlingsküche auch wegen seiner entwässernden Wirkung. Noch dazu enthalten die grünen und weißen Stangen viel Folsäure.

Spargel lässt sich vielseitig einsetzen: Beim Klassiker mit Sauce Hollandaise lohnt es sich, einmal eine fettärmere Variante auszuprobieren. Verwenden Sie statt Margarine die Halbfett-Variante zum Beispiel. Aus Spargelresten, die nicht mehr ganz frisch sind, bereiten Sie einfach eine Suppe zu. Dazu kochen Sie den Spargel mit einer geschälten Kartoffel in klarer Suppe auf, pürieren die Mischung und geben zum Verfeinern ein wenig Schlagobers dazu.

Mit Rhabarber Gesundes in der Frühlingsküche zaubern

Weil Rhabarber überwiegend für Kompotts und Kuchen in der Frühlingsküche eingesetzt wird, denken viele, dass es sich dabei um Obst handelt. Dabei ist Rhabarber vielmehr ein Gemüse, das zu den Knöterichgewächsen zählt. Die Ernte beginnt meistens Ende April oder im Mai und reicht ähnlich wie bei Spargel bis zum Johannistag. Ursprünglich stammt das säuerliche Gemüse aus der Mongolei und aus Tibet.

Einer der Gründe warum Sie Rhabarber vermehrt in der Frühlingsküche integrieren sollten, ist sein niedriger Energiegehalt. Gerade einmal 13 Kalorien sind in 100 Gramm enthalten, Sie können also ruhig öfter zugreifen. Die darin enthaltenen Gerbstoffe, allen voran Tannine, helfen dabei Gifte besser auszuscheiden.

In der Frühlingsküche öfter Rhabarber zu verwendet lohnt sich auch, weil das Gemüse der Verdauung guttut. Ähnlich wie Äpfel enthält Rhabarber Pektin, ein natürliches Geliermittel. Das ist mit ein Grund, warum er sich so gut zu Gelees und Marmelade verarbeiten lässt. Die feine Säure passt auch perfekt zu leichten Kuchen, die aus der Frühlingsküche nicht wegzudenken sind.

Sie können zum Beispiel Ihr bewährtes Rezept für Marillen- oder Zwetschenkuchen vom Blech einmal mit Rhabarber probieren. Die Frühlingsküche ist also gesund und bringt viele neue Ideen in Ihren Speiseplan.

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