Wassergymnastik, das schonende Ganzkörpertraining

Wassergymnastik, das schonende Ganzkörpertraining
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Wenn Sie wegen Gelenksproblemen oder eingeschränkter Mobilität viele Sportarten nicht mehr betreiben können, probieren Sie einmal Wassergymnastik aus. Dabei handelt es sich um eine schonende Bewegungsform, die Spaß macht und obendrein den ganzen Körper trainiert.

Wassergymnastik wird in vielen öffentlichen Bädern angeboten – informieren Sie sich am besten im Hallenbad in Ihrer Nähe über die Termine. Eine Gelegenheit, Wassergymnastik einmal auszuprobieren ist der Urlaub: In vielen Wellnesshotels mit integriertem Spa haben Sie Gelegenheit, in diese interessante und abwechslungsreiche Sportart hineinzuschnuppern.

Was für eine Ausrüstung brauche ich bei der Wassergymnastik?

Bevor wir Ihnen erklären wie Wassergymnastik funktioniert, zeigen wir Ihnen erstmal, was Sie überhaupt für diese Art Gymnastik benötigen und keine Sorge Sie müssen nicht viel neues kaufen. Hier haben wir für Sie eine Liste erstellt mit der Basisausrüstung:

  • Badeanzug: Das wichtigste was Sie für diese Sportart benötigen ist ein Badeanzug oder Bikini und Badehose.
  • Bademütze: Ist in Ihrer Schwimmhalle Bademützenpflicht, dann brauche Sie eine. Wenn nicht, dann können Sie aber auch ohne trainieren, denn bei dieser Sportart bleibt Ihr Kopf über Wasser, deshalb benötigen Sie auch keine Schwimmbrille.
  • Kunststoffpaddeln, Wasserhanteln, Schwimmnudeln und Gummibälle: Bei manchen Gymnastikübungen benötigen Sie Kunststoffpaddeln oder anderes Zubehör, wie Wasserhanteln, Schwimmnudeln und Gummibälle.

Entweder können Sie sich selbst das benötigte Zubehör kaufen oder während Ihres Kurses wird Ihnen Ihr Badtreiber das Zubehör zur Verfügung stellen, solange der Kurs geht oder gegen eine kleine Gebühr.

Wassergymnastik punktet mit vielen Vorteilen

„Wer rastet, der rostet“ heißt ein bekanntes Sprichwort. Und so ist es auch, denn bereits nach dem 30. Lebensjahr beginnt die Muskelmasse langsam abzunehmen. Langsam wandelt sich der Muskelanteil in Fettmasse um. Das wirkt sich in vielen Bereichen negativ auf die Gesundheit aus.

Wenn Sie nicht mit Sport gegensteuern werden Sie eine Gewichtszunahme bemerken. Sie resultiert in der einfachen Tatsache, dass Fett weniger Energie verbraucht als Muskelmasse. Mit regelmäßiger Wassergymnastik schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klatsche: Einerseits erhöhen Sie Ihren Kalorienbedarf, da Sie bei Sport einiges an Energie verbrennen. Andererseits bauen Sie Muskeln auf, was Ihren Grundumsatz erhöht. Somit können Sie, um Ihre Figur zu halten mehr essen.

Wassergymnastik hat jedoch auch andere Vorteile: Sie ist nämlich auch für Menschen geeignet, die aus gesundheitlichen Gründen auf andere Sportarten verzichten müssen. Wenn Sie zum Beispiel wegen einer Knie- oder Hüftarthrose nicht mehr laufen oder Rad fahren können, werden Sie sich im Wasser vermutlich wohl fühlen.

Wassergymnastik und Schwimmen zählen zu den gelenkschonendsten Sportarten. Dennoch ist die Wirkung auf die Muskulatur enorm, da Sie bei jeder Bewegung den Wasserwiderstand überwinden müssen.  Wenn Sie ambitioniert mit dem Training starten möchten, holen Sie sich besser zunächst die Freigabe von Ihrem Arzt ein. Grundsätzlich ist Wassergymnastik für Menschen jeden Alters geeignet.  Bei Vorerkrankungen lohnt sich jedoch ein medizinischer Check.

Kontraproduktiv ist Wassergymnastik zum Beispiel, wenn Sie an rheumatoider Arthritis leiden. Der Aufenthalt im warmen Wasser kann die akute Entzündung nämlich fördern. Bei Asthmatikern ist weniger der Sport an sich, sondern vielmehr die Luft im Hallenbad ein Problem. Vielleicht haben Sie im Sommer Gelegenheit, den Sport im Freibad auszuüben.

Verschiedene Arten von Wassergymnastik kennenlernen

Für Anfänger lohnt es sich, einen Kurs für Wassergymnastik zu besuchen. Gerade wenn Sie sich öfter einsam fühlen, sind die Gruppenangebote für Sie ideal. In vielen Schwimmbädern gibt es speziell auf die Bedürfnisse der älteren Generation ausgerichtete Kurse. Beim Training im nassen Element lernen Sie Gleichgesinnte kennen und vielleicht entwickeln sich daraus sogar neue Freundschaften.

Bei Kursen bekommen Sie in der Regel alle nötigen Utensilien zur Verfügung gestellt. Dazu zählen Wasserhanteln, Schwimmnudeln, Bälle und andere Hilfsmittel. Sie dienen dazu, den Wasserwiderstand bei bestimmten Übungen zu erhöhen. Besonders bei der Aqua-Aerobic kommen sie zum Einsatz.

Beim Aqua-Step trainieren Sie mit einer kleinen Stufe, die sich am Beckenboden befindet. Das rund 20 Zentimeter hohe Podest ermöglicht effizientes Training und verbessert Koordination und Geschicklichkeit. Wenn Sie über eine gute Ausdauer verfügen oder diese trainieren möchten, bietet sich Aqua-Power an. Dabei handelt es sich um ein Intervalltraining, bei dem anstrengende mit ruhigen Phasen wechseln.

Bei manchen Kursen sorgt Musikuntermalung für gute Stimmung. Eine gut aufgebaute Wassergymnastikstunde beginnt mit dem vorsichtigen Aufwärmen und sieht zum Schluss eine weitere ruhige Phase vor. Dabei pendelt sich der Puls wieder auf sein normales Niveau ein.

Wassergymnastik in Eigenregie: Die besten Übungen

Nicht jeder interessiert sich für Sport in der Gruppe. Vielleicht haben Sie auch einen Pool im eigenen Garten, der sich für das Training perfekt eignet. Wenn Sie lieber unabhängig sind und Wassergymnastik dann betreiben möchten, wenn Sie Zeit und Lust dazu haben, probieren Sie folgende Übungen einmal aus.

  • Seepferd: Für diese Übung strecken Sie den rechten Arm von der Schulter nach rechts, wobei der linke Arm angewinkelt vor der Brust zum Liegen kommt. Nun zeihen Sie das linke Knie so weit wie möglich nach oben und halten diese Position kurz. Dann wechseln Sie die Position und führen Sie die Übung seitenverkehrt durch. 20 bis 30 Wiederholungen im Wechsel verbessern Ihre Koordination und kräftigen die Muskulatur in den Beinen, Armen und Schultern
  • Froschkönig: Ebenfalls 20 bis 30 Wiederholungen lang führen Sie die Übung „Froschkönig“ durch. Dafür stellen Sie sich mit gespreizten Beinen in brusttiefes Wasser. Nun Strecken Sie die Arme zunächst nach vorne und drücken sich mit den Beinen vom Boden ab. Ziehen Sie wie ein Frosch die Knie an und strecken die Arme mit verschränkten Fingern nach unten. Regelmäßig ausgeführt trainiert der Froschkönig die geraden Bauchmuskeln, die Brustmuskulatur und den Trizeps
  • Nixentwist: Schwungvoll geht es beim Nixentwist zu. Für die Ausgangsposition stellen Sie sich mit geschlossenen Beinen hin und beugen die Knie. Ähnlich wie beim gleichnamigen Tanz Twistschwingen Sie die Arme und den Oberkörper abwechselnd nach rechts und links, wobei die Knie jeweils zur anderen Seite blicken
  • Beckenrandstütz: Eine effiziente Übung für den Rücken, die Arme und den Bauch ist der Beckenrandstütz. Wie der Name schon vermuten lässt, stützen Sie sich mit einer Hand am Beckenrand an. Die andere Hand ruht auf der Hüfte. Nun beugen Sie den Ellenbogen jenes Arms am Beckenrand und trainieren dabei Arme, Bauch und Rücken.

Für wen eignet sich Wassergymnastik?

Wie bei jeder anderen Sportart ist es auch bei der Aquagymnastik zu empfehlen, dass Sie vor dem Beginn die Einverständnis von Ihrem Hausarzt holen, so können Sie sorgenfrei an den Kursen teilnehmen. Haben Sie keine vor Erkrankungen oder ähnliches, dann stecht eigentlich nichts im Wege, dass Sie diese Sportart ausüben.

Vor allem für Senioren oder Menschen die an orthopädischen Problemen oder Übergewicht leiden, soll die Aquagymnastik vom Vorteil sein, denn die Übungen Gelenkfreundlich und sanft sind.

Einige Schwimmbäder bieten sogar Kurse an mit Themen, wie „Wassergymnastik für Schwangere“ oder „Wassergymnastik für Adipositas Patienten“. Um zu wissen welche Kurse Ihre Schwimmhalle anbietet, können Sie im Internet auf der Website nachschauen oder direkt anrufen.

Für wen eignet sich Wassergymnastik nicht?

Aquagymnastik ist für Menschen die, beispielsweise eine chronische Erkrankung haben nicht geeignet. Bei einer Erkrankung wie, rheumatoider Arthritis kann Wassergymnastik schädlich sein, da ab einer gewissen Temperatur, es zu einer Förderung einer Entzündung kommen kann.

Bei Personen, die Asthma haben, kann es dazu kommen, dass sie die Luft im Schwimmbad nicht gut ertragen. In solchen Fällen sollten Sie unbedingt vorher mit Ihrem Arzt sprechen.

Fazit – Deshalb ist Wassergymnastik für jung und alt geeignet

Wassergymnastik ist eine Sportart, die nicht nur gesund und gelenkschonend ist, sondern auch richtig Spaß machen kann, dass merken Sie, wenn Sie es selbst probieren. Oft verbindet man Aquagymnastik mit Senioren, doch das stimmt so gar nicht, immer mehr junge Erwachsene begeistern sich für die Sportart.

Vor allem eignet sich die Sportart hervorragend für all die, die schnell die Motivation verlieren, denn die Trainer die bei den Kursen dabei sind, sorgen nicht nur mit guter Musik für mehr Motivation, sondern auch mit Ihrer Laune und der Hilfe.

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