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Canasta: Ein Spiel aus Südamerika

Canasta Ein Spiel aus SüdamerikaBigstock I ID: 349602214 I Copyright: style-photographs

Wenn Sie Rommé, Schnapsen und Mau-Mau schon in- und auswendig kennen, probieren Sie einmal Canasta aus. In der Standardversion wird es von vier Personen gespielt, die sich in jeweils zwei Teams aufteilen. Schon darin liegt der Unterschied zu anderen Kartenspielen, wo Sie oft als Einzelstreiter antreten.

Einzig beim Bauernschnapsen treten auch jeweils zwei Partner gegen ein anderes Team an. Es gibt jedoch auch Varianten für zwei oder sechs Spieler mit ein wenig vom Original abgewandelten Regeln.

Canasta ist gar nicht so alt wie Sie vielleicht denken

Im Vergleich zu anderen Kartenspielen wie Schnapsen oder Bridge, die es bereits seit mehreren Jahrhunderten gibt, blickt Canasta auf eine vergleichsweise kurze Geschichte zurück. Sie begann im Jahr 1939 in Uruguay. Der Legende nach waren die Erfinder Segundo Santos, ein Rechtsanwalt und Alberto Serrato, ein Architekt, schon seit langem Partner beim Bridge.

Allerdings war Ihnen Bridge auf die Dauer zu zeitintensiv. Beim damals schon bekannten Rommé war ihrem Geschmack nach zu viel dem Zufall überlassen. Daher entschlossen sie sich dazu, ein neues Spiel zu kreieren.

So begannen die beiden zu experimentieren und fügten Elemente aus ihnen bekannten Kartenspielen zusammen. Wenn Sie Canasta zum ersten Mal spielen, werden Sie bemerken, dass einige Regeln dem Rommé ähnlich sind. Jedoch geht es bei Canasta mehr um Strategie und weniger um Glück. Nach einigen Wochen präsentierten Serrato und Santos ihr neues Spiel ihren Freunden.

Sie waren auf Anhieb begeistert und fragten nach dem Namen. Darüber hatten sich die beiden Tüftler jedoch noch keine Gedanken gemacht. So entstand der Name Canasta eigentlich zufällig. Sie spielten Canasta gerne in einem Restaurant und liehen sich dafür einen Korb für die Aufbewahrung der Spielkarten aus. Da dieser in der spanischen Sprache als Canastillo bezeichnet wird, war die Kurzform Canasta geboren.

Zunächst verbreitete sich Canasta rasant in den südamerikanischen Ländern Peru, Chile und Argentinien. In den USA war es hingegen nicht sofort bekannt, was möglicherweise an den Flugbeschränkungen während des zweiten Weltkriegs und dem damit verbundenen geringen Reiseaufkommen lag. Nach dem Krieg jedoch erreichte Canasta ganz Nordamerika und schließlich auch Großbritannien und den Rest Europas.

Allerdings gab es in den ersten Jahrzehnten kaum einheitliche Regeln. Diese wurden erst von 1949 bis 1951 vom Regency Club in New York niedergeschrieben. Obwohl Canasta einen Siegeszug um die ganze Welt antrat, konnten die beiden Erfinder daraus niemals Kapital schlagen.

Die Grundlagen von Canasta verstehen

Bevor Sie mit Canasta beginnen, gilt es zunächst einmal Teams zu bilden. Ob Sie sich darauf einigen, mit welchem Partner Sie spielen oder die Zusammensetzung durch das Ziehen von Karten festlegen, bleibt Ihnen überlassen. Üblicherweise wird jener Spieler, der die Karte mit dem höchsten Wert zieht, als Vorhand bestimmt. Daraus ergeben sich weitere Aufgaben: Der rechts neben der Vorhand sitzende Spieler mischt die Karten und gibt sie aus. Hier noch weitere grundsätzliche Regeln:

  • Für eine Partie Canasta benötigen Sie insgesamt 108 Karten. Das Blatt setzt sich aus zweimal 51 Spielkarten in den Farben Karo, Herz, Kreuz und Pik sowie vier Jokern zusammen
  • Der Geber teilt an jeden Spieler 11 Karten aus. Zum Schluss wird eine Karte aufgedeckt. Handelt es sich dabei um eine zwei, drei oder um einen Joker, wird eine weitere Karte darübergelegt
  • Den Dreien wird beim Canasta eine besondere Bedeutung zuteil: kommt eine schwarze Drei auf dem Ablagestapel zum Liegen, ist dieser für den nächsten Spieler blockiert
  • Rote Dreier hingegen dürfen einzeln abgelegt werden. Sie bringen jeweils 100 Punkte

Siegreich ist beim Canasta, wer zuerst 5.000 Punkte erreicht.

Die Regeln von Canasta kurz vorgestellt

Die Vorhand darf bei Canasta den ersten Spielzug tätigen. Wer an der Reihe ist, nimmt entweder eine Karte vom Ablagestapel oder aus dem daneben liegenden Kartenpool, der verdeckt auf dem Tisch liegt. Nun kann die erste Meldung erfolgen.

Darunter versteht man das Ablegen von Karten. Dafür sind mindestens drei Karten erforderlich. Hat man nur drei passende Karten, müssen zwei davon „natürlich“ sein und eine wilde Karte kann dazugelegt werden. Als wilde Karten bezeichnet man beim Canasta den Joker und Zweier, die an jeder beliebigen Position angelegt werden können.

Unter einem Canasta versteht man sieben Karten in einer Reihe. Ein Beispiel dafür sind drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun und zehn. Dafür erhält ein Team 500 Punkte. Wird die Reihe mit Hilfe einer wilden Karte gebildet, gibt es hingegen nur 300 Punkte.

Ablegen dürfen sie nicht nur auf Ihren eigenen Stapeln, sondern auch an jenen Ihres Partners. Wenn ein Spieler alle Karten ablegen kann, macht er „Aus“. Dafür gibt es weitere 100 Punkte. Dieser Wert wird verdoppelt, wenn Sie einen Canasta in der Hand haben und diesen auf einmal so ablegen können, dass keine Karte übrig bleibt.

Eine rote Drei werden Sie gegen Ende des Spiels besser schnell los. Verbleibt sie in Ihrer Hand, bekommen Sie dafür nämlich 500 Strafpunkte. Das Verliererteam zählt nach Ende der Runde die Karten. Bei der Standardvariante sind schwarze Dreien, Vierer, Fünfer, Sechser und Siebener 5 Punkte wert.

Zehn Strafpunkte bekommen Sie, wenn Sie Achter, Neuner, Zehner, Buben, Damen und Könige in der Hand haben. Für das Ass und Zweier müssen Sie 20 Strafpunkte notieren. Besonders bitter ist es, wenn ein Joker in Ihrer Hand verbleibt und das gegnerische Team ausmacht. Dann müssen Sie nämlich 50 Minuspunkte eintragen.

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