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Alles rund um Sondengänger

Sondengänger Bigstock | ID: 14481161 | Copyright: Trigem

Mit dem Metalldetektor und der Schaufel „bewaffnet“ am Strand spazieren gehen und den Boden nach verlorenen Wertgegenständen von bereits abgereisten Strandgästen untersuchen, das ist unter anderem ein Aspekt und ein Tätigkeitsgebiet eines Sondengängers. Aber was zeichnet einen Sondengänger überhaupt aus und was gehört hier zur Ausrüstung? Worauf müssen Sie achten, wenn Sie Sondengänger werden wollen?

Was ist ein Sondengänger und wonach sucht er?

Unter einem Sondengänger versteht man eine Person, die auf der Suche nach mehr oder weniger verborgenen Objekten unter der Erdoberfläche ist und dabei verschiedene Hilfsmittel verwendet, wie beispielsweise einen Metalldetektor und Grabwerkzeuge, um gefundene Gegenstände auszugraben und ans Tageslicht zu bringen. Das Ziel einer solchen Suche kann dabei unterschiedlich sein. Einige Beispiele für Suchen, die für Sondengänger interessant sind:

  • Suche nach Schätzen und Wertgegenständen (Gold, Edelmetallen etc.)
  • Suche nach verlorenen Gegenständen
  • Suche nach antiken Objekten
  • Suche nach Hinterlassenschaften aus dem Krieg

Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Richtungen auf die sich Sondengänger spezialisiert haben, einige davon werden sogar durch private und öffentliche Auftraggeber finanziert, während andere Sondengänger wiederum lediglich dem persönlichen Goldrausch verfallen sind.

Sie suchen mit ihren Metalldetektoren in freier Wildbahn nach unbehandeltem Naturgold. Sogar vor dem Wasser machen sie nicht halt. Das Suchen nach wertvollen Objekten unter der Wasseroberfläche kann bis zum Versuch des Aufspürens von alten Schiffswracks gehen.

Heutzutage können Sie sich natürlich aller technologischen Hilfsmittel bedienen. Neben dem Metalldetektor und Grabwerkzeug stehen hier für erfahrene Sondengänger zusätzliche High-Tech Ausrüstung, wie beispielsweise ein GPS an der Tagesordnung.

Auf die rechtliche Lage achten

Doch Sie dürfen sich nicht einfach so einen Metalldetektor schnappen und überall wo es Ihnen beliebt auf die Suche nach verborgenen Schätzen gehen und schon gar nicht bei einem potenziellen Fund mit Grabungen beginnen. Die Eigentümer des Grundstücks, auf dem Sie auf die Suche gehen wollen, müssen Ihnen selbstverständlich eine Genehmigung dafür ausstellen.

Hinzu kommt noch, dass die Suche im Boden strengen Regeln des Denkmalschutzes folgen muss. Hierfür wird ebenfalls eine Genehmigung benötigt und es kann heikel werden. Bei Missachtung drohen Ihnen Geldstrafen. In gewissen Gebieten darf man grundsätzlich keine Grabungen vornehmen, beispielsweise Naturschutzgebieten und Wäldern.

Andere Flächen erfordern eine Genehmigung des Denkmalschutzes, selbst bei Grabungen auf dem eigenen Grundstück und Grabungen mit dem Ziel Waffen aus dem Krieg ans Tageslicht zu bringen sind schon grundsätzlich verboten, egal auf welchem Grundstück.

Auch sollten Sie sich als Sondengänger der Tatsache bewusst sein, dass Ihre „Schatzsuche“ nicht primär die eigene Bereicherung zum Ziel haben sollte. Je nach Region müssen beispielsweise archäologisch und historisch relevante Funde und Wertgegenstände an den Bund abgegeben werden. Nur manchmal winkt ein Finderlohn, manchmal aber auch nicht. Bei Missachtung, sowie dem illegalen Verkauf derartiger Fundstücke im Internet machen Sie sich ebenfalls strafbar.

Letztendlich darf man auch nicht vergessen, dass eine amateurhafte Ausgrabung auch dazu führen kann, dass wertvolle Objekte beschädigt und archäologische sowie potenzielle paläontologische Funde, die Relevanz für die Geschichte der ganzen Menschheit haben, manipuliert und zerstört werden könnten, man die Totenruhe von vergrabenen Körpern verletzt oder man sich durch sein Unwissen in rechtliche, aber vor allem auch körperliche Gefahr begeben kann.

Gefahren für Sondengänger

Immer wieder werden auch heute noch Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg an allen möglichen Orten gefunden. Diese Relikte sind im Idealfall Militaria (Abzeichen, Orden, Ausrüstung, etc.), aber wenn man Pech hat, kann es sich auch um Waffen und Bomben handeln, die damals aufgrund von Fehlfunktionen nicht gezündet wurden und über die Jahrzehnte im Boden verloren geglaubt wurden. Fehlzündungen können nicht nur den Sondengänger selbst, sondern auch unbeteiligte Personen in Lebensgefahr bringen.

Das Suchen nach jungen und alten Schätzen im Boden hat sicherlich seinen ganz eigenen Charme, doch bevor Sie sich einen teuren Metalldetektor kaufen und auf die „Jagd“ gehen, sollten Sie sich zunächst einmal mit der Gesetzgebung und den möglichen Gefahren auseinandersetzen.

Grabungen in ehemaligen Kriegsgebieten sind immer kritisch und selbst dann, wenn keine Gefahr an Leib und Leben besteht, so kann im schlimmsten Fall durch Ihr Tun ein archäologischer Fund beschädigt oder zur Gänze zerstört werden.

 

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