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Besser leben mit Gelenkschmerzen

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Wenn Sie häufig Gelenksschmerzen plagen, stehen Sie mit diesem Problem nicht alleine da. Jeder zweite über 45-Jährige leidet darunter. Gelenkschmerzen beeinflussen die Lebensqualität enorm. Egal ob es um das Treppensteigen, um die Gartenarbeit oder beim Sport, für Betroffene werden selbst Alltagstätigkeiten zur Qual.

Bei der Vorbeugung von Gelenksschmerzen bewahrheitet sich das Sprichwort „Wer rastet, der rostet“: Wer sich viel bewegt, ohne den Körper dabei zu überlasten, entwickelt die lästigen Schmerzen seltener. Das liegt daran, dass Bewegung die Gelenksflüssigkeit im Inneren verteilt. Und gut geschmiert hält jedes Gelenk bekanntlich länger.

Welche Faktoren Gelenkschmerzen begünstigen

Bei vielen Menschen hat sich das Leben in den letzten Jahrzehnten massiv verändert. Immer mehr Menschen üben ihren Beruf in sitzender Position aus. Wer den ganzen Tag hinter dem Schreibtisch verbringt und nicht für genügend Bewegung sorgt, trägt ein erhöhtes Risiko für Gelenkschmerzen im Alter in sich.

Die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO, die 150 Minuten Bewegung pro Woche dringend empfiehlt, halten in Österreich mehr als 30 Prozent der Menschen nicht ein. Dabei zeigen sie drei Prozent inaktiver als im weltweiten Durchschnitt. Außer Bewegungsmangel spielen bei der Entstehung von Gelenkschmerzen auch andere Faktoren eine entscheidende Rolle:

  • Zu Gelenkschmerzen führen auch chronische Überlastungen: Diese treten zum Beispiel bei Fehlstellungen auf. Wenn in etwa X-Beine nicht korrigiert werden, sind Knieprobleme im Alter vorprogrammiert
  • Zur Überlastung kommt es allerdings auch bei Übergewicht: Jedes Kilogramm zu viel belastet den gesamten Bewegungsapparat.
  • Studien belegen außerdem, dass Rauchen die Entstehung von Psoriasis-Arthritis fördert. Dabei handelt es sich um ein bestimmte Rheumaform, die mit der Schuppenflechte verwandt ist.
  • Erbliche Vorbelastung ist bei Gelenkschmerzen ebenfalls ein Thema. Stoffwechselerkrankungen wie die Gicht können in den Genen vorgegeben sein

Die häufigsten Gelenkserkrankungen

Oftmals werden Gelenkschmerzen von einer akuten Entzündung hervorgerufen. Dann sprechen Experten von einer Arthritis. Dabei gibt es verschiedene Formen. Gemeinsam ist ihnen die Symptomatik: Die Gelenke zeigen sich oft rot und geschwollen sowie in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt.

Häufig fühlen sich die betroffenen Gelenke auch warm an. Bei der rheumatoiden Arthritis handelt es sich um einen Autoimmunerkrankung. Dabei richtet sich die Immunabwehr gegen körpereigenes Gewebe wie in diesem Fall die Gelenke.

Meistens beginnen die Probleme in den Gelenken der kleinen Zehen und Finger und breiten sich auf das Schulter-, Knie- und Hüftgelenk aus. Typisch dafür ist die Morgensteifigkeit: Besonders in der Früh nach dem Aufstehen und abends bemerken die Betroffenen die Gelenkschmerzen am meisten. In der Regel tritt rheumatoide Arthritis schubweise auf, wobei die Gelenkschmerzen auch einige Monate andauern können.

Bei einer infektiösen Arthritis treten Krankheitserreger in das Gelenk ein. Sie gelangen über das Blut oder die Haut in das Gelenk. Meistens sind Staphylokokken die Verursacher. Bei einer infektiösen Arthritis treten starke Schmerzen auf. Begleiterscheinungen sind Schüttelfrost, Fieber und im schlimmsten Fall sogar eine Blutvergiftung.

Der häufigste Grund für Gelenkschmerzen ist Arthrose, in Österreich leiden 1,4 Millionen Menschen darunter. Dabei handelt es sich um einen chronischen Gelenkverschleiß, der durch Überlastung entsteht. Da sich besonders beim Aufstehen die Gelenkschmerzen am meisten bemerkbar machen, möchten sich einige Betroffene am liebsten gar nicht mehr bewegen.

Das ist jedoch gerade der falsche Ansatz, weil moderate Bewegung die Gelenke mobilisiert. Wenn Sie an Arthrose leiden, wählen Sie am besten schonende Sportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Wandern in ebenem Terrain. Am häufigsten sind Knie-, Hüft- und Schultergelenk betroffen. Den Alltag mit Arthrose erleichtern Schmerzmittel und Injektionen mit Hyaluronsäure. Ist die Erkrankung weit fortgeschritten, ist ein Gelenkersatz der letzte Ausweg.

Tipps, um Gelenkschmerzen vorzubeugen und zu behandeln

Zwar kommt es auch aus akuten Anlässen wie dem Eintritt von Bakterien oder einem Unfall zu Gelenkschmerzen, in den meisten Fällen verlaufen die Erkrankungen schleichend. Da bei vielen Problemen die Früherkennung ein wichtiges Thema ist, suchen Sie bei Gelenkschmerzen zeitnah den Arzt auf.

Er wird zunächst eine ausführliche Anamnese durchführen und Sie unter anderem fragen seit wann die Beschwerden bestehen und ob sie in Ruhe oder in Bewegung am öftesten auftreten. Einen ersten Verdacht kann der geschulte Mediziner bereits nach einem Abtasten der betroffenen Körperstelle äußern. In den meisten Fällen sind weitere Diagnoseverfahren wie Röntgen oder Ultraschall angebracht. Auch Blutuntersuchungen geben Aufschluss darüber, woher die Beschwerden kommen.

Für die Therapie ist relevant, ob die Gelenkschmerzen von einer akuten Entzündung oder einer chronischen Abnützung herrührten. Bei einer aktivierten Arthrose, wie Experten einen akuten Schub nennen, sind kühlende Umschläge wie Topfenwickel angebracht. Außerdem wird der Arzt Entzündungshemmer verschreiben.

Als Unterstützung bietet sich aus der Pflanzenheilkunde Arnika an. Gels mit Extrakten aus der Heilpflanze reiben Sie direkt auf die schmerzenden Stellen ein. Auch Weidenrinde hat sich in diesem Fall bewährt. Bei nicht-aktivierter Arthrose empfehlen Experten Tees aus Teufelskrallenwurzel.

Kochen Sie Pulver der bewährten Heilpflanze auf und lassen den Sud 8 Stunden ziehen. Auch Tees aus einer Kräutermischung mit Ackerschachtelhalm, Mädesüßblüten, Weidenrinde und Brennnessel sowie Johannisblätter haben sich bewährt.

Wichtig ist außerdem den richtigen Mix aus Bewegung und Erholung zu finden. Denn auch Stress kann die Entstehung von Gelenkschmerzen begünstigen. Probieren Sie einmal Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung aus, Um Ihren Gelenken etwas Gutes zu tun, setzen Sie in der Ernährung auf gute Omega-3 Fettsäuren. Sie kommen unter anderem in Fischöl vor.

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