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Sicherheit und Heizkostenreduktion durch Thermenwartung

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In vielen Haushalten sorgt eine Gastherme für die Heizung und die Warmwasseraufbereitung., daher ist die Thermenwartung so wichtig Sie sind vorwiegend in Altbauten zu finden, die errichtet wurden als Gas noch zu den günstigen und beliebten Heizmethoden gehörte. Wenn Sie Ihr Warmwasser ebenfalls auf diese Methode aufbereiten, vergessen Sie nicht die Serviceintervalle für eine Thermenwartung einzuhalten.

Die Thermenwartung ist vom Gesetz her vorgeschrieben

Im Zuge der Wohnrechtsnovelle, die im Jahr 2015 in Österreich in Kraft tritt, wurden auch die Thermenwartung und andere Themen rund um die Wasseraufbereitung und Heizung klar geregelt. Davor war das Mietrecht in diesem Punkt nicht einheitlich, was oft zu Verwirrungen und Unklarheiten führte. Hier die wichtigsten Eckpunkte aus dem Gesetz:

  • Die Mietrechtsnovelle gilt für alle Wohnungen, wo eine Therme mit vermietet wurde. Das bedeutet schlicht und einfach, dass die Therme bereits beim Einzug vorhanden war. Ausgenommen aus der Regelung sind Ein- und Zweifamilienhäuser.
  • Ist kein anderes Intervall vorgegeben, muss der Mieter alle zwei Jahre eine Thermenwartung in Auftrag geben. Die Kosten dafür träft der Mieter selbst, stellt der Installateur beim Check jedoch Schäden fest, die über die normale Reinigung und den Austausch von Verschleißteilen hinausgeht, muss der Vermieter für die Reparatur bezahlen. Hier liegt auch der Unterschied zwischen Thermenwartung und –erhaltung. Eine Wartung dient dazu, die Therme auf ihre Funktionstüchtigkeit zu testen. Als Erhaltung wird eine Reparatur von Schäden bezeichnet.
  • Experten empfehlen die Wartungsprotokolle aufzuheben
  • Nach rund 15 Jahren neigt sich der Lebenszyklus einer Therme dem Ende zu, dann lohnt es sich über einen Tausch nachzudenken.

Umfang und Kosten einer Thermenwartung

Die Thermenwartung umfasst in der Regel mehrere Arbeitsschritte. Zunächst einmal nimmt ein Installateur einen Funktionscheck vor und prüft ob die Therme ihren Dienst noch zuverlässig leistet. Danach werden Wärmetauscher und der Brenner gründlich gereinigt. Auch eine Überprüfung der vorgenommenen Einstellungen steht auf dem Programm einer Thermenwartung. Gegebenenfalls werden Adjustierungen vorgenommen. Auch eine Abgasmessung ist wichtig, um zu eruieren, ob Schadstoffe von der Therme in die Raumluft übergehen.

Wie oft eine Thermenwartung erforderlich ist, hängt vom Modell und vom Hersteller ab. Zu den renommierten Produzenten für Thermen gehören die Wolf, Duval, Junkers, Baxi und die Vaillant Therme. Wenn Sie unsicher sind, wann Sie die nächste Thermenwartung vornehmen lassen möchten, wenden Sie sich am besten an den Kundendienst des Herstellers. Die kompetenten Mitarbeiter informieren Sie ob bei Ihrem Modell ein Wartungsintervall von einem oder zwei Jahren vorgesehen ist.

Wenn Sie zum ersten Mal eine Thermenwartung in Auftrag geben oder den Installateur wechseln möchten, holen Sie am besten mehrere Angebote ein. Die Preise starten ab rund 100 Euro und gehen bis zu 150 Euro. Da in der Regel für die Anfahrt Spesen verrechnet werden, kontaktieren Sie am besten zunächst Betriebe in Ihrer näheren Umgebung. Lassen Sie sich einen Kostenvoranschlag erstellen, der in der Regel kostenlos sein sollte. Wer unsicher bei der Auswahl eines Installateurs ist, findet in den Landesinnungen der Installateure geschulte Ansprechpartner. Die Thermenwartung dauert ungefähr eine bis eineinhalb Stunden.

Thermenwartung kann Leben retten und Geld sparen

Vielleicht erinnern Sie sich noch an den tragischen Fall einer 21-jährigen Wienerin, die im Juli 2019 in den eigenen vier Wänden an einer Kohlenmonoxidvergiftung starb. Als die Familie die Tür des Badezimmers, wo der Unfall passierte, aufbrach war die junge Frau bereits bewusstlos., Der herbeigerufene Rettungsdienst, der routinemäßig einen CO-Melder dabeihatte konnte als Ursache sofort eine Kohlenmonoxidvergiftung feststellen. Die Frau war offenbar einer zu hohen Kohlenmonoxidkonzentration ausgesetzt gewesen, die wie ein Team von Rauchfangkehrern später eruierte von einer verschmutzen Therme verursacht wurde. Das Unglück hätte mit einer regelmäßigen Thermenwartung verhindert werden können.

In Deutschland veröffentlichte Zahlen aus dem Jahr 2016 sind alarmierend: Damals erlitten rund 5.000 Menschen eine Kohlenmonoxidvergiftung, die zum Teil sicher auf vergessene Thermenwartungen zurückzuführen waren. Bei 640 Personen war die Vergiftung so stark fortgeschritten, dass sie daran verstarben. Im Vergleich dazu war im Jahr 2009 bei nur 280 Menschen Kohlenmonoxidvergiftung die Todesursache. Die Dunkelziffer dürfte noch weitaus höher liegen.

Um das Risiko zusätzlich zu senken, denken Sie über den Kauf eines Kohlenmonoxidmelders nach. Da Sie das gefährliche Gas weder riechen noch schmecken, ist die Gefahr umso höher. Viele Bewohner werden im Schlaf davon überrascht und sterben an Atemstillstand. Vorbeugen können Sie mit einem CO-Melder, dessen wichtigster Bauteil ein elektrochemischer Sensor ist. Dieser erkennt jeden Anstieg des CO Gehaltes in der Raumluft und gibt einen Alarmton von sich, wenn die zulässigen Werte überschritten werden.

Manche hochsensiblen Geräte blinken sogar, wenn sich die Konzentration nur minimal erhöht und geben somit eine Vorwarnung ab. Ein CO-Melder kann einen regelmäßige Thermenwartung auf keinen Fall ersetzen. Dennoch ist er ein nützliches Utensil, um gefährliche Situationen innerhalb der eigenen vier Wände vorzubeugen.

Ein weiterer Grund warum Sie regelmäßige Thermenwartungen durchführen lassen sollten ist, dass verschmutzte Geräte mehr Gas benötigen. Sich das Geld für den Installateur sparen zu wollen, kann sich im Endeffekt als Kostenfalle erweisen. Außerdem trägt eine gut gewartete Therme zum Umweltschutz bei: Je weniger Gas Sie verbrauchen, umso weniger Schadstoffe werden ausgestoßen. Außerdem kann es Sie teuer zu stehen kommen, die Thermenwartungen auszulassen: Es drohen Strafen in einer Höhe von mehreren hundert Euro.


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