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Teure Gewürze einst und jetzt

Teure Gewürze einst und jetztBigstock I ID: 350007526 I Copyright: Subbotina Anna

Günstige und teure Gewürze verleihen jeder Speise ein einzigartiges Aroma und unterstreichen den typischen Charakter vieler Mahlzeiten. Einige davon galten in der Vergangenheit sogar als Zahlungsmittel und waren heiß umkämpft.

Doch auch heute gibt es teure Gewürze, die man nur zu speziellen Anlässen verwendet. Bei einigen Gewürzen führten neue Erkenntnisse der Technik dazu, dass sie heute für jeden finanzierbar sind. Doch andere wiederum sind heute so selten oder werden in einem so aufwendigen Verfahren hergestellt, dass die Kilopreise mehrere hundert Euro betragen.

Salz zählte einst zu den teuren Gewürzen

Wenn Sie heute im Supermarkt Salz kaufen, machen Sie sich vermutlich keine Gedanken darüber. Bei einem Kilopreis von rund 1,50 Euro müssen die meisten nicht zweimal überlegen ob sie in den Regalen zugreifen. Das war jedoch nicht immer so, ganz im Gegenteil Salz war einst ein teures Gewürz.

Experten sind sich heute einig, dass Salz niemals ausgehen wird. Sie schätzen, dass es auf der Welt rund 100 Billionen Tonnen an Vorräten gibt. Was viele nicht wissen ist das jedes Salz ursprünglich aus dem Meer stammt. Es entstand vor rund 4,5 Milliarden Jahren als sowohl der Kern der Erde als auch ihre Oberfläche von flüssiger Lava bedeckt war.

Unzählige Vulkane brachten Lava hervor und damit auch genau jene chemischen Substanzen, die sich später zu Salzkristallen formierten. Heftige Regenfälle transportierten sie in Bäche und Flüsse und von hier aus in das Meer. Die Sonne trocknete im weiteren Verlauf der Geschichte große Wasserflächen auf und das Salz vermischte sich mit Ton und Sand.

Als Gewürz ist Salz nachweislich schon seit den frühen Hochkulturen der Ägypter und Babylonier bekannt. Sie gewannen das „weiße Gold“ aus dem Meer oder weiten Salzwüsten. Die Römer und Griechen legten während der Antike bereits Salzgärten an, wo sie Meereswasser stauten und verdunsten ließen.

Das älteste Salzbergwerk der Welt in Hallstatt stammt aus der Zeit der Kelten und ist 3.000 Jahre alt. Mit im Vergleich zu heutigen Verhältnissen primitiven Werkzeugen trieben sie bis zu 300 Meter tiefe Schächte in das Erdreich.

Salz wurde in der Vergangenheit nicht nur als Gewürz, sondern auch zur Konservierung eingesetzt. Als es noch keine Kühlschränke gab, war es nötig, um Fleisch und Fisch haltbar zu machen. Das Gewürz war einst teurer als Gold und löste sogar Kriege aus.

Als im Laufe der Zeit andere Mittel gefunden wurden, um Lebensmittel haltbar zu machen, sanken die Salzpreise. Heute handelt es sich dabei auf keinen Fall um Mangelware: Von dem einst teuren Gewürz wurden 2019 293 Millionen Tonnen produziert. Alleine die USA stellten 42 Millionen Tonnen her.

Warum Safran heute das teuerste Gewürz ist

Unglaublich mühsam ist die Herstellung von Safran, einem teuren Gewürz das vielen Speisen die markante gelbe Farbe verleiht. Bis heute weiß man nicht, woher das Gewürz genau stammt, man nimmt an, dass es aus China nach Europa gelangte. Aus China stammt nämlich die erste Erwähnung in Medizinbüchern bereits im Jahr 2.600 v. Chr. Überlieferungen aus dem 2. Jahrtausend v. Chr. aus Ägypten belegen, dass Safran zu dieser Zeit bereits in dem Land am Nil zum Einsatz kam. Damals galt er allerdings als Heilmittel, der unter anderem bei folgenden Indikationen zum Einsatz kam:

  • Die Chinesen beschrieben Safran vor tausenden von Jahren als potenzförderndes Mittel
  • Im alten Ägypten wurde das teure Gewürz eingesetzt, um Nerven-, Leber- und Blasenleiden zu lindern sowie eitrige Wunden zu behandeln
  • Der bekannte antike Arzt aus Griechenland Dioskurides wendete Safran gegen Rheuma und Trinksucht an
  • Im Mittelalter galt Safran als Heilmittel bei Frauenleiden und wurde bei Geburten verwendet

Warum Safran heute noch ein so teures Gewürz ist liegt an der besonderen Herstellungsart. Das Gewürz wird aus der Blüte des Crocus-Savatius gewonnen, der unter anderem in Afghanistan, Marokko, Indien und der spanischen Hochebene La Mancha angebaut wird.

Exakt für zwei Wochen blüht die Krokusart pro Jahr. Jede der Blüte bildet drei Stempel in oranger oder roter Farbe aus, die für die Safranherstellung benötigt werden. In mühevoller Handarbeit lösen die Erntehelfer die Fäden aus der Blüte.

Die Ernte startet in den frühen Morgenstunden, da die Blütenstempel sonnenempfindlich sind. Selbst geübte Helfer gewinnen pro Tag nur 80 Gramm Safran. Um ein Kilogramm herzustellen, müssen 150.000 bis 200.000 Blüten bearbeitet werden.  Kein Wunder, dass nur ein Gramm Safran zwischen acht und 14 Euro kostet.

Echte Vanille, ebenfalls ein teures Gewürz

Etwas günstiger als Safran, mit 600 Euro pro Kilogramm dennoch ein teures Gewürz ist die echte Vanille. Sie stammt aus einer Orchideenart, die in den tropischen Regenwäldern heimisch ist. Bevor sie zum ersten Mal blüht, vergehen allerdings einige Jahre.

Um echte Vanille ernten zu können, müssen die Blüten mit der Hand bestaubt werden. Da sie jedoch nach einigen wenigen Stunden wieder welken, ist nur ein kurzes Zeitfenster dafür gegeben.  Eine Fruchtkapsel kann sich jedoch nur bilden, wenn mit einem kleinen Holzstab die Pollen auf die Narbe jeder einzelnen Blüte gedrückt wird.

Von dieser Prozedur bis zur Ernte vergehen wieder einige Monate. Ihr typisches Aroma entfalten die Schoten erst nach einer Fermentierung. Während die Schoten für mehrere Wochen in luftdichte Behälter geschlossen werden, verfärben sie sich schwarz.

Selbst wenn Sie beim Einkauf sparen, müssen Sie auf den zarten Vanillegeschmack in der Weihnachtsbäckerei, im Pudding und in anderen Süßspeisen nicht verzichten. Mit Vanillin lässt sich das Aroma nämlich künstlich herstellen.

Der synthetische Stoff ist heute heiß begehrt: Rund 12.000 Tonnen jährlich werden auf der Welt verbraucht. Nicht die gesamte Menge landet allerdings in der Lebensmittelproduktion. Vanillin ist auch ein beliebter Zusatz für Parfums, Cremen und anderen Kosmetika. Wegen der Geschmacksverbesserung wird es außerdem einigen Medikamenten zugesetzt.

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