Ein Brennwert-Heizkessel holt zusätzliche Wärme aus dem Wasserdampf im Abgas, die ältere Geräte ungenutzt durch den Schornstein schicken. So verwandelt er fast die gesamte Energie im Brennstoff in Heizwärme. Seine Grenze liegt beim Heizungswasser. Nur wenn es kühl genug zum Gerät zurückfließt, wird aus dem Dampf wieder Wasser und der Vorteil entsteht. In Wiener Altbauwohnungen mit alten Radiatoren ist das längst nicht immer der Fall.
Wir erklären Ihnen, wie die Technik funktioniert, wo sie an ihre Grenzen stößt, was sie kostet und welche Wiener Besonderheiten Sie vor einem Tausch kennen sollten. Ohne Fachchinesisch, dafür mit Beispielen aus dem Wohnalltag.
So funktioniert ein Brennwert-Heizkessel
Das Funktionsprinzip ist einfacher, als der Name vermuten lässt. Bei der Verbrennung von Erdgas entsteht neben Wärme auch Dampf. Bei einem herkömmlichen Heizkessel entweicht dieser Dampf heiß über den Rauchfang, und mit ihm ein Teil der Energie. Der Brennwertkessel leitet die Abgase stattdessen durch einen großen Wärmetauscher. Dort werden sie so weit abgekühlt, dass das Wasser kondensiert. Bei dieser Kondensation wird Wärme frei, und genau diese Wärme nutzt das Gerät zur Erwärmung des Heizungswassers.
Der Unterschied ist messbar. Laut Viessmann wandeln moderne Gas-Brennwertthermen 98 Prozent und mehr der eingesetzten Energie in Wärme um. Ein alter Konstanttemperaturkessel kommt nach Angaben von Bosch auf rund 70 Prozent. Weil die Abgastemperatur beim Brennwertgerät so niedrig ist, reicht als Abgasleitung oft ein Rohr aus Kunststoff.
Wer es lieber sieht als liest: Der Hersteller Wolf erklärt das Prinzip in einem kurzen Video.
Wo die Extrawärme herkommt
Das Herzstück jedes Brennwertgerätes sitzt dort, wo andere Kessel sparen. Die Fläche des Wärmetauschers ist deutlich größer, damit die Abgase lange mit dem kühlen Heizungswasser in Kontakt bleiben. So holt das Gerät die in den Abgasen enthaltene Wärme fast vollständig heraus. Der Niederschlag, der dabei entsteht, ist sauer. Laut dem Bauportal Heinze müssen die Bauteile innen deshalb aus Edelstahl oder Keramik bestehen.
Die Wärmeerzeugung selbst unterscheidet sich kaum von einer alten Therme. Ein Brenner zündet, das Wasser wird warm, die Pumpe schickt es durch die Wohnung. Der Fortschritt steckt im Detail, also in dem, was mit den Abgasen passiert, bevor sie das Haus verlassen.
Warum im Prospekt mehr als 100 Prozent stehen
Hinter dem Namen stecken zwei Größen. Der Heizwert beschreibt die Wärme, die ein Brennstoff ohne den Anteil im Dampf liefert. Der Brennwert schließt zusätzlich die Wärme des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes ein. Datenblätter beziehen den Wirkungsgrad traditionell auf die kleinere Größe. Holt ein Gerät die Dampfwärme heraus, landet es rechnerisch über der 100-Prozent-Marke. Mehr Energie, als im Gas steckt, entsteht dabei natürlich nicht. Aussagekräftiger ist deshalb der Nutzungsgrad über ein ganzes Jahr.
Drei Generationen von Heizkesseln
- Konstanttemperaturkessel, verbaut bis in die 1970er Jahre: Sie laufen dauerhaft mit 70 bis 90 Grad, auch wenn gerade niemand Wärme braucht.
- Niedertemperaturkessel ab Ende der 1970er Jahre: Sie kommen mit 35 bis 40 Grad aus und springen nur bei Bedarf an.
- Brennwertkessel seit den 1990er Jahren: Sie nutzen zusätzlich die Kondensationswärme und sparen gegenüber einem alten Gerät laut Bosch bis zu 30 Prozent Energie.
Mit der Brennwerttechnik ist die Energieausnutzung damit nahe an dem angelangt, was mit Öl und Gas physikalisch möglich ist. Eine vierte Generation fossiler Kessel wird es in dieser Form nicht mehr geben.
Steht bei Ihnen ein Gerätetausch an, lohnt sich ein Fachbetrieb, der die Wiener Gegebenheiten kennt. Bei spezialisierten Betrieben wie Thermentausch Graf können Sie den Brennwert-Heizkessel tauschen lassen. Bevor Sie ein Angebot einholen, sollten Sie aber die Grenzen der Technik kennen. Davon hängt ab, wie viel Sie am Ende tatsächlich sparen.
Ein Sicherheitsplus, das selten erwähnt wird
Für ältere Bewohnerinnen und Bewohner zählt ein Punkt besonders. Moderne Brennwertthermen arbeiten raumluftunabhängig. Sie holen die Verbrennungsluft über ein eigenes Rohr von draußen und nicht aus dem Aufstellraum, also aus Bad oder Küche. Das senkt das Risiko einer Kohlenmonoxid-Vergiftung deutlich, wie auch der Herold-Ratgeber zur Brennwerttherme betont. Weitere Hinweise für ein sicheres Zuhause finden Sie in unseren Sicherheitstipps für das Wohnen im Alter.
Brennwert-Heizkessel oder Brennwerttherme: Was in Wien gemeint ist
Die Begriffe gehen im Alltag durcheinander. Brennwertheizung, Brennwertgerät, Brennwerttherme: Alle dienen der Erzeugung von Wärmeenergie aus Gas nach demselben Prinzip. Der Unterschied liegt in Bauform und Aufstellort.
Als Heizkessel bezeichnet man meist das größere, oft bodenstehende Gerät im Keller eines Einfamilienhauses, häufig mit eigenem Speicher für die Warmwasserbereitung. Die Brennwerttherme hängt dagegen kompakt an der Wand. In Wien finden Sie sie typischerweise im Bad, in der Küche oder im Vorraum einer Etagenwohnung. Übernimmt sie Heizung und Warmwasser in einem Gerät, spricht man von einer Kombitherme.
Für Wien ist die Therme der Normalfall. Laut wien.ORF.at werden in der Stadt rund 474.000 Wohnungen in 74.000 Gebäuden mit dezentralen Gasgeräten beheizt. Wenn wir hier vom Brennwert-Heizkessel sprechen, meinen wir deshalb beide Bauformen.
Gas, Öl oder Pellets: Welcher Brennstoff passt
Brennwertgeräte gibt es für mehrere Brennstoffe. In Wiener Wohnungen läuft fast immer Gas durch die Leitung, im Einfamilienhaus am Stadtrand steht mitunter noch ein Tank mit Heizöl im Keller. Egal, ob mit Öl oder Gas befeuert: Das Grundprinzip bleibt gleich.
Gas-Brennwertgeräte holen am meisten heraus. Bei Gas ist der im Abgas enthaltene Wasserdampf besonders reichlich vorhanden, weil bei der Verbrennung viel Wasser entsteht. Öl-Brennwertkessel schneiden laut Heinze etwas schwächer ab. Bei Öl bringt der Dampf nur rund 7 Prozent zusätzlich. Pellet-Brennwertkessel gibt es ebenfalls. Sie sind aber erst relativ kurz am Markt, technisch aufwendiger als die fossilen Varianten und im dicht verbauten Wien wegen Lagerraum und Anlieferung kaum ein Thema.
Langfristig ist die Richtung klar. Fossile Energieträger wie Erdöl und Erdgas sollen in Wien bis 2040 aus der Raumheizung verschwinden. Wer heute in einen neuen Kessel investiert, sollte das im Hinterkopf behalten.
Die Grenzen der Brennwerttechnik
Alles hängt am Rücklauf
Der Dampf schlägt sich nur nieder, wenn er auf eine kühle Fläche trifft. Diese Fläche ist das Heizungswasser, das von den Radiatoren zurück zum Gerät fließt. Bei Gas beginnt der Niederschlag ab einer Rücklauftemperatur von rund 56 Grad. Liegt der Wert darüber, arbeitet Ihr Brennwertgerät im Grunde herkömmlich, also konventionell wie ein ganz normaler Kessel.
Mit einer Fußbodenheizung arbeitet das Gerät besonders effizient, weil sie mit niedrigen Temperaturen auskommt. In einer Diskussion im Forum energiesparhaus.at rechnet ein Fachkundiger dafür mit rund 12 Prozent mehr nutzbarer Wärme, die Brennwertnutzung gelingt dann fast vollständig. Bei klassischen Radiatoren schrumpft der Vorteil, im ungünstigsten Fall bleibt kaum etwas davon übrig.
Der Wiener Altbau als Härtetest
Die typische Gründerzeitwohnung bringt gleich mehrere Nachteile mit: Raumhöhen von deutlich über drei Metern, Kastenfenster und Gussradiatoren, die einst für heißes Heizungswasser ausgelegt wurden. Hohe Räume brauchen viel Heizenergie. Um an einem kalten Jännertag 23 Grad im Wohnzimmer zu erreichen, muss die Therme kräftig nachlegen, und der Rücklauf bleibt dann oft über der kritischen Marke. Für einen Brennwert-Heizkessel ist das der Härtetest schlechthin.
Wer es gerne etwas wärmer hat, verschiebt die Rechnung zusätzlich. Unsere ehrliche Einschätzung: In einer unsanierten Altbauwohnung mit kleinen Heizkörpern ist der Brennwerteffekt im Winter überschaubar. Ein neues Gerät spart trotzdem gegenüber einer 30 Jahre alten Therme, weil Brenner, Pumpe und Regelung moderner sind. Ein Teil des Brennstoffverbrauchs sinkt also auch dann. Wunder sollten Sie sich aber keine erwarten.
Kondensat, Abgasrohr und Rauchfang kosten extra
Das Wasser, das im Gerät entsteht, ist leicht sauer. Für seine Ableitung braucht es einen Abfluss direkt unter der Therme. Zusätzlich muss der Schornstein mit einem säurefesten Rohr ausgekleidet werden, sonst durchfeuchtet das Kondensat das Mauerwerk. Fachleute sprechen dann von Versottung.
Wie viel das ausmacht, zeigt ein Beispiel aus demselben Forum. Für eine 90 Quadratmeter große Wiener Altbauwohnung lag die Brennwerttherme rund 1.300 Euro über dem vergleichbaren Heizwertgerät. Dazu kamen etwa 600 Euro für den Einsatz im Kamin. Bei Radiatoren und einer Gasersparnis von einigen Dutzend Euro im Jahr dauert es lange, bis sich der höhere Anschaffungspreis rechnet.
Was ein Brennwert-Heizkessel kostet
Eine offizielle Wiener Preisliste gibt es nicht, brauchbare Richtwerte aber schon. Bosch nennt für ein wandhängendes Gas-Brennwertgerät einen reinen Gerätepreis von 3.500 bis 7.000 Euro, bodenstehende Geräte liegen bei 5.100 bis 7.800 Euro. Für den kompletten Tausch eines alten Heizkessels im Einfamilienhaus samt Einbau und neuer Abgasanlage rechnet der Hersteller mit rund 10.000 Euro. Das sind Angaben aus Deutschland, sie geben aber die Größenordnung vor.
In der Wiener Etagenwohnung wird es meist günstiger, weil kein Speicher und kein Kessel im Keller nötig sind. Teurer wird es, wenn der Rauchfang neu ausgekleidet oder die Therme versetzt werden muss. Im Forumsbeispiel lagen die Angebote für Gerät, Versetzung und Kamineinsatz zum damaligen Preisstand bei 6.000 bis 6.300 Euro. Im Vergleich mit anderen Heizsystemen zählt ein solches Gerät laut Bosch in Anschaffung und Installation weiterhin zu den günstigsten Lösungen.
Den höheren Investitionskosten gegenüber einem einfachen Heizwertgerät stehen niedrigere Gasrechnungen gegenüber. Wie schnell sich das ausgleicht, hängt vor allem von Ihrem Verbrauch und vom Rücklauf ab. Unser Tipp: Holen Sie mindestens zwei Angebote ein und lassen Sie Abgasweg, Kondensatablauf und Regelung einzeln ausweisen. Die Regelung wird in Angeboten gern vergessen und kostet dann nachträglich extra.
Wiener Besonderheiten beim Brennwert-Heizkessel
Gemeinsamer Rauchfang: die Ausnahme von der Regel
Seit 26. September 2015 gilt die EU-Ökodesign-Verordnung Nr. 813/2013. Sie legt fest, welche Heizgeräte Hersteller noch auf den Markt bringen dürfen, und hat die Brennwerttechnik damit praktisch zum Standard gemacht. Alte Geräte, die noch laufen, betrifft sie nicht.
Eine Ausnahme passt genau auf die Wiener Situation. Für bestehende Gebäude, in denen mehrere Wohnungen an einer gemeinsamen Abgasanlage hängen, bleiben einfache Heizwertgeräte des Typs B1 zulässig. Das gilt bis 10 Kilowatt für reine Heizgeräte und bis 30 Kilowatt für Kombigeräte. Laut dem Verordnungstext müssen sie nur eine Raumheizungs-Effizienz von 75 statt 86 Prozent erreichen.
Im Wiener Altbau ist der gemeinsame Rauchfang häufig der Fall. Damit eine einzelne Wohnung auf Brennwert umsteigen kann, braucht sie ein eigenes Luft-Abgas-System im Schacht. Praktiker berichten, dass mehrere Thermen an einem Strang oft nur gemeinsam umgerüstet werden können. Sprechen Sie deshalb vor dem Kauf mit Ihrem Rauchfangkehrer. Er prüft nach dem Einbau ohnehin, ob Abgasweg und Anschluss passen.
Gemeinsam umrüsten statt einzeln tauschen
In Mehrfamilienhäusern geht Wien zunehmend einen anderen Weg. Statt jede Gastherme einzeln zu ersetzen, wird das ganze Heizungssystem eines Hauses umgestellt. In der Huttengasse in Ottakring hat Wien Energie die Kombithermen durch sogenannte Wohnungsstationen ersetzt, die Wärme kommt dort von Wärmepumpen. Der Umstieg dauerte laut Stadt drei Tage, davor wurde das Haus thermisch saniert. Solche zentralen Lösungen mit erneuerbaren Wärmeerzeugern sind das erklärte Ziel der Stadt. Der einzelne Brennwert-Heizkessel in jeder Wohnung wird dort zum Auslaufmodell.
Mieter oder Eigentümer: Wer zahlt die neue Therme?
Für Mieterinnen und Mieter gilt seit 1. Jänner 2015 eine klare Regel. Der Vermieter muss eine mitvermietete Therme erhalten und bei Bedarf ersetzen, um die Wartung kümmern Sie sich selbst. Haben Sie das Gerät damals selbst einbauen lassen, liegt auch der Tausch bei Ihnen. Bei älteren Mietverträgen lohnt deshalb ein genauer Blick, was tatsächlich mitvermietet wurde.
In Eigentumswohnungen wird es komplizierter, sobald am Dach oder im Rauchfang gearbeitet werden muss. Dann sind meist Hausverwaltung und Eigentümergemeinschaft gefragt. Klären Sie das, bevor Sie den Installateur beauftragen.
Zuschüsse gibt es für den Ausstieg, nicht für Gas
Wer für Brennwertheizungen mit Gas auf Zuschüsse hofft, wird in Wien enttäuscht. Die Wiener Heizungsanlagen-Förderung unterstützt den Umstieg von Gas und Öl auf Systeme wie die Luft-Wasser-Wärmepumpe. Laut einem Bericht von wien.ORF.at übernimmt sie 35 Prozent der Kosten, bei Wohnungen bis 5.250 Euro und bei Eigenheimen bis 8.000 Euro. Wer komplett auf Gas verzichtet, bekommt zusätzlich eine Dekarbonisierungsprämie von 1.000 Euro, und die können auch Mieterinnen und Mieter beantragen.
Verboten ist der Tausch einer alten Gasheizung gegen ein neues Brennwertgerät im Bestand nicht. Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz untersagt fossile Wärmeerzeuger laut oesterreich.gv.at nur in neuen Gebäuden. Die Brennwerttechnik senkt Verbrauch und Umweltbelastung, klimaneutral wird eine Gastherme dadurch aber nicht.
Unsere Einschätzung: Ist in einer Mietwohnung die alte Therme kaputt, bleibt ein neues Brennwertgerät oft die pragmatische Lösung. Wer als Eigentümer ohnehin saniert, sollte vorher fragen, ob im Haus ein Fernwärmeanschluss oder eine gemeinsame Anlage geplant ist. Neue Gasheizungen, die viele Jahre laufen sollen, kauft man besser mit Blick auf diese Pläne.
So holen Sie mehr aus Ihrer Brennwerttherme heraus
Ein paar Handgriffe entscheiden darüber, ob Sie mit dem Gerät wirklich Energie sparen. Die meisten erledigt der Installateur bei der nächsten Wartung in wenigen Minuten.
- Rücklauf prüfen: Bei vielen modernen Geräten lässt sich der Rücklauf im Menü oder in der Hersteller-App ablesen. Liegt er an normalen Wintertagen dauerhaft über 55 Grad, verschenken Sie Potenzial.
- Heizkurve senken lassen: Die Vorlauftemperatur stellt der Fachbetrieb über die sogenannte Heizkurve ein. Bitten Sie darum, sie so niedrig wie möglich zu wählen. Als grobe Orientierung gilt: Je öfter der Vorlauf unter 50 Grad Celsius bleibt, desto mehr Abwärme holt das Gerät aus dem Abgas zurück. Länger mit kühlerem Wasser zu heizen ist effizient, kurzes Aufheizen mit sehr heißem Wasser nicht.
- Hydraulischen Abgleich machen lassen: Dabei bekommt jeder Raum genau die Wassermenge, die er braucht. Er zählt zu den günstigsten Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und senkt den Rücklauf oft spürbar.
- Heizflächen vergrößern: Ein größerer Heizkörper im Wohnzimmer liefert dieselbe Wärme mit kühlerem Wasser. Die erzeugte Wärme kommt so auch bei niedriger Temperatur im Raum an. Gerade in Altbauwohnungen ist das oft die wirksamste Einzelmaßnahme.
- Jährlich warten lassen: Hersteller empfehlen eine Wartung einmal im Jahr, am besten im Spätsommer vor der Heizsaison. Zeigt das Display trotzdem einmal einen Fehler, hilft unser Ratgeber Thermenstörung beheben weiter. Wie Sie andere typische Pannen im Haushalt vermeiden, lesen Sie in unserem Beitrag Störungsfrei durch den Alltag.
Unser Fazit zum Brennwert-Heizkessel
Der Brennwert-Heizkessel bietet eine hohe Energieeffizienz und ist die sparsamste Art, eine Gastherme zu betreiben. Sein Vorteil steht und fällt mit niedrigen Rücklauftemperaturen. In einer gedämmten Wohnung mit großen Heizkörpern oder Fußbodenheizung spielt er seine Stärken aus. Im unsanierten Wiener Altbau mit Sammelkamin bringt er weniger, als die Prospekte versprechen, und der Umbau des Rauchfangs kann den Preisvorteil schnell aufzehren.
Unser Rat: Klären Sie zuerst mit Rauchfangkehrer und Hausverwaltung, was technisch möglich ist. Lassen Sie sich Heizkurve und hydraulischen Abgleich gleich mit anbieten. Und bevor Sie sich auf ein Heizsystem für viele Jahre festlegen, fragen Sie nach, ob im Haus eine gemeinsame Lösung geplant ist.
Häufige Fragen zum Brennwert-Heizkessel
Wie erkenne ich, ob ich schon ein Brennwertgerät habe?
Ein deutliches Zeichen ist der Kondensatschlauch, der vom Gerät in einen Abfluss führt. Brennwertgeräte haben außerdem meist ein Abgasrohr aus Kunststoff statt aus Blech. Im Zweifel steht die Bauart auf dem Typenschild oder im letzten Wartungsprotokoll.
Muss ich meine funktionierende alte Therme gegen einen Brennwert-Heizkessel tauschen?
Nein. Solange das Gerät laut Wartungsbefund in Ordnung ist und sich Ersatzteile finden, darf es weiterlaufen. Erst wenn eine Reparatur nicht mehr möglich ist, steht der Tausch an.
Lohnt sich ein Brennwert-Heizkessel mit alten Heizkörpern?
Teilweise. Der volle Brennwerteffekt entsteht nur bei einem Rücklauf unter rund 56 Grad, mit kleinen Gussradiatoren wird das im Winter knapp. Mit niedriger Heizkurve, hydraulischem Abgleich und einzelnen größeren Heizkörpern lässt sich aber einiges herausholen.
Wer zahlt in einer Wiener Mietwohnung die neue Therme?
Wurde die Therme mitvermietet, ist der Vermieter für Erhaltung und Austausch zuständig. Die jährliche Wartung zahlen Sie als Mieterin oder Mieter selbst. Haben Sie das Gerät selbst eingebaut, tragen Sie auch die Kosten für den Tausch.
Gibt es in Wien Zuschüsse für eine neue Gas-Brennwerttherme?
Für das Gasgerät selbst nicht. Die Wiener Förderprogramme zielen auf den Umstieg weg von Gas, etwa auf eine Wärmepumpe. Wer komplett auf Gas verzichtet, kann zusätzlich eine Dekarbonisierungsprämie bekommen.
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