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Diffuser Haarausfall – wenn die Haare gleichmäßig ausfallen

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Haarausfall hat verschiedene Ursachen und tritt abhängig von der Ursache in verschiedenen Formen auf. Liegt ein diffuser Haarausfall vor, fallen die Haare auf dem gesamten Kopf gleichmäßig aus.

Als Ursachen kommen Autoimmunerkrankungen, Infektionen, die Einnahme von Medikamenten, aber auch Stress und Infektionen in Frage. Ein diffuser Haarverlust tritt bei Frauen häufiger als bei Männern auf.

Wie sich ein diffuser Haarausfall bemerkbar macht

Der diffuse Haarausfall, auch Alopecia diffusa, Effluvium diffusum oder symptomatische Alopezie genannt, unterscheidet sich deutlich von einem erblich bedingten oder kreisrunden Haarausfall. Ob Sie unter Haarausfall leiden, können Sie mit der Sammelprobe selbst feststellen.

Sie sollten mindestens eine Woche lang täglich Ihre ausgefallenen Haare von Haarbürste, Bettwäsche, Kleidung und Duschabfluss sammeln und zählen. Sind das täglich mindestens 100 Haare, leiden Sie unter einem Haarausfall. Die diffuse Alopezie tritt gleichmäßig auf dem gesamten Kopf auf.

Zuerst dünnen sich die Haare gleichmäßig aus, bis schließlich die Kopfhaut durch die noch vorhandenen Haare schimmert. Setzt sich ein diffuser Haarverlust fort, kann es zum Totalverlust der Haare kommen. Zusätzlich können auch die Körperhaare ausfallen. Das ist zumeist bei einer Chemotherapie zur Behandlung von Krebserkrankungen der Fall.

Ein Effluvium diffusum kann mehr oder weniger schnell auftreten, abhängig von der Ursache. Sie sollten in jedem Fall einen Hautarzt konsultieren, der durch eine gezielte Befragung, eine Untersuchung der Kopfhaut und Blutuntersuchungen feststellt, welche Ursache vorliegt.

Bei einer Chemotherapie weist Sie der Arzt im Vorfeld darauf hin, dass es zu einem Haarausfall kommen wird. Eine Untersuchung beim Hautarzt ist dann nicht erforderlich. Für die meisten Menschen, die unter einer Alopecia diffusa leiden, gibt es jedoch auch eine positive Nachricht: Wurde die Ursache behandelt, können die Haare wieder nachwachsen.

Ursachen von symptomatischer Alopezie

Ein diffuser Haarausfall tritt in den meisten Fällen nach einer Chemotherapie zur Behandlung einer Krebserkrankung auf. Allerdings hängt es von der Art der Krebserkrankung und vom verordneten Chemotherapeutikum ab, ob tatsächlich eine diffuse Alopezie auftritt. Ein diffuser Haarverlust kann jedoch noch zahlreiche weitere Ursachen haben:

  •  Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse
  •  einseitige und vitaminarme Ernährung, Eisenmangel, radikale Diäten
  •  Stress oder Depressionen
  •  Autoimmunerkrankung, beispielsweise Hashimoto-Syndrom, Morbus Basedow, Lupus oder Diabetes mellitus
  •  Leber- oder Nierenerkrankungen
  •  Infektionskrankheiten wie Grippe, Scharlach oder Typhus
  • hormonelle Umstellung nach einer Schwangerschaft
  •  Vergiftung, beispielsweise mit Schwermetallen- Einnahme von Medikamenten wie Betablocker, Blutverdünner, Anti-Baby-Pille, Schilddrüsenmedikamente oder Allopurinol gegen Gicht.

Da die Ursachen vielfältig sind, gilt es für eine erfolgreiche Behandlung von Effluvium diffusum, die Ursache zu ermitteln und erfolgreich zu behandeln.

Diagnose bei diffusem Haarausfall

Stellen Sie einen starken Haarverlust fest und glauben Sie, dass ein diffuser Haarausfall vorliegt, sollten Sie zum Hautarzt gehen. Er macht sich ein Bild von Ihren Haaren und kann mit einer Zupfprobe feststellen, ob es sich um einen Haarausfall handelt. Der Hautarzt kann die Kopfhaut mit einer speziellen Lupe untersuchen, um einen Befall mit Pilzen oder entzündliche Prozesse zu ermitteln.

In einem Anamnesegespräch wird Sie der Hautarzt über familiäre Häufung von Haarausfall, bekannte Erkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen, kürzlich überstandene Infektionskrankheiten und die Einnahme von Medikamenten befragen. Er wird Ihnen auch Fragen zu Ihrer Lebenssituation, beispielsweise zu psychischem Stress, familiärer und beruflicher Situation, Ernährung und Drogen- oder Alkoholkonsum stellen. Um die Ursache zu ermitteln, wird er eine Blutuntersuchung vornehmen und Ihr Blut auf

  •  TSH-Wert bei Schilddrüsenerkrankungen
  •  Hämoglobin und Ferritin bei Eisenmangel
  •  Leber- und Nierenwerte
  •  Blutzucker
  •  Entzündungswerte
  •  bei Verdacht auf eine Krebserkrankung auf mögliche Tumormarker

untersuchen. Anhand der Blutwerte können verschiedene Ursachen ausgeschlossen werden.

Wie ein diffuser Haarverlust behandelt werden kann

Ein diffuser Haarausfall kann nicht mit Haarwuchsmitteln wie Finasterid oder Minoxidil behandelt werden, da der Haarverlust damit nicht gestoppt werden kann. Liegt eine diffuse Alopezie vor, muss immer die Ursache behandelt werden. Bei einer Schilddrüsenerkrankung erfolgt zumeist eine medikamentöse Behandlung. Eine Autoimmunerkrankung kann nicht geheilt werden, doch kann mit Medikamenten die Lebensqualität verbessert werden.

Auch der diffuse Haarverlust kann dadurch aufgehalten werden. Sind Medikamente die Ursache für die symptomatische Alopezie, kann der Arzt alternativ dazu andere Medikamente verordnen. Bei einer ungesunden Ernährung, einem Eisenmangel oder einem Vitaminmangel können eine Umstellung der Ernährung oder die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln helfen.

Diffuser Haarverlust muss nicht immer behandelt werden

Die Alopecia diffusa ist nicht immer behandlungsbedürftig. Bei einer Infektionserkrankung wie Scharlach oder Grippe fallen die Haare häufig durch hohes Fieber aus. Haben Sie die Infektion überstanden, wachsen die Haare meistens wieder nach. Nicht anders sieht es bei einem Haarverlust nach einer Schwangerschaft aus. Während der Schwangerschaft freuen sich die meisten Frauen über einen schönen Haarwuchs aufgrund eines Hormonschubs.

Nach der Schwangerschaft normalisiert sich der Hormonspiegel. Die Haare fallen aus, doch wachsen sie nach einigen Monaten wieder nach. Auch nach einer Chemotherapie wachsen die Haare zumeist wieder nach, wenn die Haarfollikel noch intakt sind und die Behandlung abgeschlossen ist. Die Haare können jedoch in einer anderen Qualität nachwachsen. So können sie lockig werden, wenn Sie vorher glattes Haar hatten.

Fazit: Diffuser Haarverlust hat viele Ursachen

Ein diffuser Haarausfall liegt vor, wenn die Haare auf dem gesamten Kopf gleichmäßig ausfallen. Die Haare werden dünner, die Kopfhaut schimmert durch. ln schwerwiegenden Fällen, beispielsweise nach einer Chemotherapie, kann es zu einem Totalverlust der Haare kommen. Die symptomatische Alopezie kann sich abhängig von der Ursache mehr oder weniger schnell vollziehen.

Sie kann vielfältige Ursachen haben, beispielsweise die Einnahme von Medikamenten, eine Infektion, eine Autoimmunerkrankung oder eine Mangelerscheinung. Ein diffuser Haarausfall kann nur dann erfolgreich behandelt werden, wenn die Ursache ermittelt und behandelt wird. Sie sollten daher einen Hautarzt konsultieren. Ist die Ursache beseitigt, wachsen die Haare in den meisten Fällen wieder nach, wenn die Haarfollikel noch intakt sind.


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