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Divertikulitis – schmerzhafte Darmentzündung

Divertikulitis – schmerzhafte DarmentzündungBigstock I ID: 328705645 I Copyright: fizkes

Bei Divertikulitis handelt es sich um eine Zivilisationskrankheit der westlichen Welt. In Europa und den USA sind sehr viele Menschen davon betroffen, während man die Beschwerden in Afrika oder Asien kaum findet. Grund dafür ist wie bei vielen Erkrankungen die Ernährung.

Von einer Divertikulitis sind die kleinen Ausstülpungen in der Schleimhaut betroffen, die Mediziner als Divertikel bezeichnen. In der Regel verursachen sie keine Beschwerden es sein denn es kommt zu einer Entzündung. Dann sprechen Mediziner von Divertikulitis.

Entstehung und Häufigkeit von Divertikulitis

Mit fortschreitendem Alter zählen Sie zur Risikogruppe für Divertikulitis. Man vermutet, dass der Lebensstil eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Divertikulitis spielt. Es hat sich gezeigt, dass bei Übergewichtigen das Risiko erhöht ist, auch bei älteren Menschen kommt es vermehrt zu der Erkrankung. Doch auch genetische Faktoren schließt die Wissenschaft nicht aus. Hier einige Fakten rund um die Entzündung:

  • In den meisten Fällen ist das Stigma, ein ungefähr 40 bis 45 Zentimeter langer Abschnitt des Dickdarms betroffen (90 bis 95 Prozent der Fälle)
  • Die Ausbildung von Divertikel ist bei Personen unter 40 Jahren relativ selten, von den 60-Jährigen haben sie rund ein Drittel ausgebildet. 65 Prozent der 85-Jährigen weisen Divertikel auf
  • Rund 12 bis 25 Prozent aller Personen, die im Darm Divertikel ausgebildet haben, erkranken an einer Divertikulitis
  • In der Regel lässt sich die Erkrankung gut behandeln, jeder Fünfte bekommt jedoch innerhalb einiger Jahre nach dem Abklingen der Symptome erneut Divertikulitis

Symptome und Diagnose bei Divertikulitis

Bevor es zu einer Divertikulitis kommt, bildet sich eine Divertikulose aus. Meistens bereitet sie allerdings keine Probleme, wodurch sie oft bei einer Darmspiegelung zufällig zum Vorschein kommt. Bei Betroffenen sehen die Mediziner in der Darmschleimwand kleine Ausstülpungen, die wie ein Ballon aussehen.

Entzünden sie sich, spricht man von einer Divertikulitis. Dabei unterscheidet man drei Formen: An einer akuten unkomplizierten Divertikulitis leiden rund drei Viertel der Betroffenen. Sie lässt sich gut behandeln und ohne Folgeschäden ausheilen.

Bei einer akuten komplizierten Divertikulitis hingegen können Abszesse oder Fisteln entstehen. Gravierende Begleiterscheinungen wie ein Darmverschluss oder ein Loch in der Darmwand können auftreten. Dann ist Gefahr in Verzug, eine Operation kann das Leben der Patienten retten.

Immer wieder kehren Entzündungen bei einer chronisch-rezidivierenden Divertikulitis zurück. Auch dabei ist eine dauerhafte Schädigung der Darmschleimhaut zu befürchten. In den meisten Fällen beschränkt sich die Entzündung auf einen klar abgrenzbaren Bereich, manchmal können jedoch auch weite Teile des Darms betroffen sein.

Ganz typisch bei Divertikulitis sind Schmerzen im linken Unterbauch, die in der Intensität zunehmen. Oft sind sie von Fieber begleitet. Blähungen und ein veränderter Stuhlgang sind ebenfalls Anzeichen. Da durch die Entzündungen Blutgefäße in der Darmwand reißen, ist Stuhl oftmals von frischem Blut begleitet.

Stark entzündete Divertikel kann ein Arzt mitunter bei einer Tastuntersuchung erkennen. Liegt der Verdacht auf Divertikulitis vor, erfolgt meistens eine Darmspiegelung. Im Rahmen eines Bluttests zeigen sich oft erhöhte Entzündungswerte, ein Anzeichen kann zum Beispiel eine hohe Anzahl weißer Blutkörperchen und des C-reaktiven Proteins CRP sein.

Die Behandlung einer Divertikulitis

Die Therapie hängt sehr stark davon ab an welchen Beschwerden Betroffene leiden. Bei einem schwerwiegenden Verlauf ist eine stationäre Aufnahme in einem Krankenhaus notwendig. Patienten mit hohem Fieber und starken Schmerzen erhalten eine intravenöse Antibiotikatherapie und müssen fasten.

Sollte die Darmwand schwer geschädigt sein, kann eine Operation notwendig sein. Ist die Darmwand bereits perforiert, muss diese sofort erfolgen. Unter Umständen muss der betroffene Darmabschnitt sogar entfernt werden In anderen Fällen warten Ärzte gerne das Abklingen der akuten Entzündung ab (also rund sechs bis acht Wochen nach der Antibiotikabehandlung).

Bei einem unkomplizierten Verlauf können Patienten zu Hause bleiben und die Entzündung mit Antibiotika in Tablettenform behandeln. Ärzte raten außerdem für einige Tage auf feste Nahrung zu verzichten. Um den Körper dennoch mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen, bieten sich flüssige Trinknahrungen an.

Sie enthalten Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate in ausgewogenem Verhältnis sowie Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe. Für die Zeit nach dem Abklingen der Symptome bietet sich eine langsame Ernährungsumstellung an. Da einseitige Kost die Bildung von Divertikel begünstigt, integrieren Sie als Schutz vor einer weiteren Entzündung mehr Ballaststoffe in Ihren Speiseplan.

Das ist außerdem als Vorbeugung empfohlen, damit sich eine Divertikulitis gar nicht erst ausbildet. Erhöhen Sie den Obst- und Gemüseanteil, denn mit den Vitaminbomben nehmen Sie pflanzliche Faserstoffe zu sich. Am besten probieren Sie aus, was Ihnen guttut.

In der ersten Zeit nach überstandener Divertikulitis verzichten Sie besser auf Rohkost. Bereiten Sie stattdessen Apfelkompott und Fruchtmus zu und essen Sie statt Salat gedünstetes Gemüse. Da Blähungen das Risiko, weitere Divertikel zu bilden erhöht, sind Hülsenfrüchte nur in Maßen zu genießen.

Hat sich bei einer Darmspiegelung herausgestellt, dass Ihr Darm viele Divertikel ausweist, verzichten Sie auf einige Nahrungsmittel, die eigentlich gesund sind: Dazu zählen harte und spitze Produkte wie grob gemahlenes Getreide, Kerne und Nüsse.

Kaufen Sie Vollkornbrot aus fein gemahlenem Getreide, es enthält viele Ballaststoffe, die dem Darm guttun. Besonders wichtig ist für Sie, viel zu trinken damit es zu keiner Verstopfung kommt. Mindestens zwei Liter pro Tag empfehlen Ärzte, wobei sie zu Wasser und ungesüßtem Kräutertee raten.

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