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Erblich bedingte Geheimratsecken – viele Männer schon früh betroffen

Erblich bedingte Geheimratsecken Bigstock | ID: 148728569 | Copyright: mraoraor

Die häufigste Form von Haarausfall ist anlagebedingter Haarausfall. Er betrifft etwa 80 Prozent aller Männer und auch viele Frauen. Erblich bedingte Geheimratsecken zeigen sich oft schon bei jungen Männern, die das 20. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Haarwuchsmittel können zu neuen Haaren verhelfen, doch sind sie nicht ohne Nebenwirkungen. Die einzige dauerhafte Möglichkeit, die Geheimratsecken aufzufüllen, ist eine Haartransplantation.

Wie erblich bedingte Geheimratsecken entstehen

Geheimratsecken sind nur ein Erscheinungsbild des erblich bedingten Haarausfalls bei Männern. Der erblich bedingte Haarverlust, androgenetische Alopezie, zeigt sich bei Männern auch noch mit Stirnglatze und einer Glatze am Oberkopf. Schreitet der Haarausfall weiter fort, verschmelzen die Stirnglatze und die Glatze. Zurück bleibt nur noch ein kleiner Haarkranz am Hinterkopf. Nicht nur Männer, sondern auch Frauen können von der androgenetischen Alopezie betroffen sein.

Bei Frauen lichten sich die Haare um den Mittelscheitel, sodass die Kopfhaut sichtbar wird. Geheimratsecken können sich bei einigen Männern bereits kurz nach der Pubertät zeigen. Der anlagebedingte Haarausfall muss nicht durch den Vater vererbt werden. Eine Vererbung ist auch über die Mutter möglich, wenn sie unter einem anlagebedingten Haarausfall leidet. Die Wahrscheinlichkeit, Geheimratsecken, Stirnglatze oder Glatze zu bekommen, ist umso wahrscheinlicher, je älter der Mann wird.

Der Grund für diesen Haarausfall ist eine Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegen Dihydrotestosteron, das Abbauprodukt des männlichen Sexualhormons Testosteron. Da auch Frauen Testosteron produzieren, können auch Frauen unter diesem Haarausfall leiden. Dihydrosteron lagert sich an den Haarwurzeln an und schädigt sie. Die Haare wachsen immer dünner nach. Die Haarwurzeln verkümmern und sterben schließlich ab. Der Haarausfall ist die Folge.

Haare vom Hinterkopf unempfindlich gegenüber Dihydrotestosteron

Auch dann, wenn der Haarausfall bereits weit fortgeschritten ist, haben die meisten Männer noch einen kleinen Haarkranz am Hinterkopf. Diese Haare gehören fast schon zur Körperbehaarung und sind daher besonders robust. Forscher haben herausgefunden, dass diese Haare unempfindlich gegen Dihydrotestosteron sind. Selbst dann, wenn diese Haare transplantiert werden und ein anlagebedingter Haarausfall vorliegt, sind diese Haare vom Hinterkopf gegen Dihydrotestosteron unempfindlich und fallen nicht mehr aus.

Haarwuchsmittel gegen erblich bedingte Geheimratsecken

Leiden Sie unter Geheimratsecken, könnten Haarwuchsmittel Grund zur Hoffnung geben. Solche Haarwuchsmittel für Männer werden als Minoxidil und Finasterid angeboten. Das Problem ist, dass diese Haarwuchsmittel täglich angewendet werden müssen, nicht ohne Nebenwirkungen sind und nur für Männer geeignet sind, die das 50. Lebensjahr noch nicht überschritten haben.

Minoxidil wurde ursprünglich zur Behandlung von Bluthochdruck verwendet, doch aufgrund der starken Nebenwirkungen wird es als Blutdrucksenker nur noch dann angewendet, wenn andere Mittel nicht wirken. Als Haarwuchsmittel wird es auf die Kopfhaut aufgetragen. Es verbessert die Durchblutung der Kopfhaut und regt das Haarwachstum an. Nebenwirkungen können als trockene Kopfhaut, Juckreiz und Schuppenbildung auftreten.

Finasterid wird in einer stärkeren Wirkstoffkonzentration zur Behandlung gutartiger Prostatavergrößerungen verwendet. Als Haarwuchsmittel wird es in Tablettenform mit einer Wirkstoffkonzentration von 1 Prozent angewendet und ist rezeptpflichtig. Finasterid hemmt die Ausschüttung von Dihydrotestosteron. Die Nebenwirkungen sind noch schwerwiegender als bei Minoxidil:

  • sexuelle Unlust
  • Libidoverlust
  • Depressionen
  • Antriebslosigkeit
  • Impotenz
  • Veränderungen der männlichen Brust bis hin zu Brustkrebs beim Mann.

Auch noch einige Zeit nach dem Absetzen von Finasterid können solche schwerwiegenden Nebenwirkungen auftreten. Sind die Haarfollikel in den kahlen Bereichen noch intakt, können sich wieder neue Haare bilden. Ein anlagebedingter Haarausfall kann mit Minoxidil und mit Finasterid gestoppt oder verzögert werden. Werden Minoxidil oder Finasterid abgesetzt, setzt sich der Haarausfall weiter fort.

Geheimratsecken auffüllen mit der Haarverpflanzung

Die Haarverpflanzung ist eine dauerhafte Möglichkeit, die Geheimratsecken aufzufüllen. Sie wird, abhängig von der Klinik, auch bei Männern ausgeführt, die das 70. Lebensjahr bereits überschritten haben. Die Haartransplantation wird häufig mit der FUE-Methode (Follicular Unit Extraction) ausgeführt. Der Kopf wird rasiert. Sie erhalten eine örtliche Betäubung in Spender- und Transplantationsbereich. Aus dem Spenderbereich vom Hinterkopf werden mit einer Hohlnadel Haarfollikel entnommen und in eine Nährlösung eingelegt. Im Transplantationsbereich, an den Geheimratsecken, werden Kanäle zur Aufnahme der Haarfollikel gestochen. Die entnommenen Haarfollikel werden in die Geheimratsecken eingepflanzt. Neben Geheimratsecken können auch größere Bereiche mit Haaren aufgefüllt werden.

Heilungsprozess nach der Haarverpflanzung

An die Haartransplantation schließt sich der Heilungsprozess an. Im Entnahme- und Transplantationsbereich bilden sich Krusten. Es kommt zu Juckreiz, Schwellungen und Rötungen auf der Kopfhaut. Um zu einer hohen Anwuchsrate der transplantierten Haare beizutragen, müssen Sie in den ersten fünf Nächten nach dem Eingriff auf einem Nackenkissen schlafen und eine Einwegunterlage verwenden. Sie müssen in den ersten zwei Wochen nach der Operation körperliche Anstrengung vermeiden, dürfen keinen Sport treiben und keinen Alkohol trinken.

Im ersten Monat nach der Haarverpflanzung dürfen Sie nicht in die Sauna oder ins Solarium gehen. Die Krusten heilen nach etwa zwei Wochen ab. Etwa zwei bis sechs Wochen nach dem Eingriff können die transplantierten Haare wieder ausfallen. Das ist kein Grund zur Sorge, da sich die Haarfollikel erst regenerieren müssen. Nach etwa drei Monaten wachsen die Haar wieder nach. Das endgültige Ergebnis des Eingriffs ist nach etwa einem Jahr zu sehen.

Mit alternativen Methoden gegen Haarausfall vorgehen

Kann bei Ihnen keine Haartransplantation mehr ausgeführt werden, können Sie den Haarausfall verzögern. Die Geheimratsecken können jedoch nicht mehr aufgefüllt werden. Der Haarausfall kann mit Softlasertherapie, Sauerstofftherapie, PRP-Behandlung mit Eigenblut oder Mesohairtherapie mit einem auf Ihre Kopfhaut abgestimmten Wirkstoffcocktail aufgehalten werden.

Fazit: Anlagebedingter Haarausfall trifft die meisten Männer

Von einem anlagebedingten Haarausfall sind etwa 80 Prozent der Männer betroffen. Erblich bedingte Geheimratsecken können bereits nach der Pubertät auftreten. Haarwuchsmittel wie Minoxidil oder Finasterid wirken nur bei Männern, die das 50. Lebensjahr noch nicht überschritten haben. Eine dauerhafte Lösung für das Problem kann eine Haartransplantation bieten, die in einigen Kliniken auch noch bei Männern jenseits der 70 ausgeführt wird.


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