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Haarausfall bei Diabetes mellitus

Haarausfall bei Diabetes mellitusBigstock I Copyright: ambrits I ID: 4923902

Fallen Ihnen plötzlich die Haare aus, kann das verschiedene Ursachen haben. Nur wenige denken daran, dass Haarausfall bei Diabetes mellitus auftreten kann. Der Haarverlust kann durch eine hormonelle Umstellung, eine Verschlechterung der Durchblutung, aber auch durch Medikamente hervorgerufen werden. Bei Haarverlust durch Diabetes mellitus muss zuerst die Grunderkrankung behandelt werden.

Wie sich ein Haarausfall durch Diabetes mellitus zeigt

Ein Haarausfall tritt in verschiedenen Formen auf und hat unterschiedliche Ursachen. Bemerken Sie plötzlich, dass Ihnen Tag für Tag viele Haare ausfallen, ist das ein Alarmsignal. Sie sollten einen Hautarzt konsultieren, der ein Anamnesegespräch durchführt und durch verschiedene Untersuchungen die Ursache ermitteln kann. Um einen Haarausfall handelt es sich, wenn Sie über einen längeren Zeitraum täglich mehr als 100 Haare verlieren.

Tritt der Haarausfall auf dem gesamten Kopf gleichmäßig auf und werden die Haare immer lichter, handelt es sich um einen diffusen Haarausfall, der verschiedene Ursachen haben kann. Auch Diabetes mellitus kommt als Ursache in Frage. Wird die Ursache nicht behandelt, schreitet der Haarausfall weiter fort, bis schließlich die Kopfhaut durch die Haare sichtbar wird. Häufig tritt ein Haarverlust bei Diabetes mellitus auf, wenn die Betroffenen noch gar nicht wissen, dass sie an Diabetes mellitus leiden. Diabetes mellitus macht sich durch verschiedene Symptome bemerkbar, doch wird er oft erst als Zufallsbefund bei einer Blutuntersuchung entdeckt.

Diabetes mellitus – die beiden Typen

Beim Diabetes mellitus werden Typ 1 und Typ 2 unterschieden. Diabetes mellitus Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung, die bereits bei Kindern und Jugendlichen auftreten kann. Es kommt zu einem absoluten Insulinmangel, da die insulinproduzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse durch körpereigene Abwehrstoffe zerstört werden. Diabetes Typ 2 tritt meistens erst bei Erwachsenen auf, die das 40. Lebensjahr bereits überschritten haben.

Aufgrund einer ungesunden Ernährung und Bewegungsmangel tritt er jedoch immer häufiger schon im Jugendalter auf. Anfangs produziert die Bauchspeicheldrüse noch genügend Insulin. Da die Körperzellen immer unempfindlicher gegen Insulin werden, muss die Bauchspeicheldrüse immer mehr Insulin produzieren. Da die Beta-Zellen diese Belastung irgendwann nicht mehr durchhalten, sterben sie ab. Ein absoluter Insulinmangel ist die Folge.

Welche Symptome auf einen Haarverlust bei Diabetes mellitus hindeuten

Bemerken Sie einen Haarausfall und verschiedene Symptome, kann das ein Anzeichen von Diabetes mellitus sein. Diabetes mellitus als Typ 1 und Typ 2 macht sich häufig mit

  • starkem Durst
  • Hautjucken
  • häufigem Wasserlassen und wasserhellem Urin
  • Müdigkeit, Schwäche und Konzentrationsstörungen
  • Sehstörungen

bemerkbar. Da Diabetes mellitus schwerwiegende Folgen haben kann, sollten Sie bei einem Verdacht auf Haarausfall bei Diabetes mellitus möglichst kurzfristig einen Arzt konsultieren. Schwankt der Blutzuckerspiegel, kann es zu einer Unterzuckerung kommen, die als Hypoglykämie bezeichnet wird. Sie äußert sich mit Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, flauem Gefühl im Magen, Zittern, Schweißausbrüchen, Herzrasen oder Übelkeit. Wird nicht rechtzeitig eingeschritten, beispielsweise durch die Gabe von Traubenzucker, kann ein lebensgefährliches Koma eintreten.

Warum ein Haarausfall bei Diabetes mellitus eintreten kann

Ein starker Haarausfall bei Diabetes mellitus ist ziemlich häufig, doch muss nicht jeder, der an Diabetes mellitus erkrankt ist, auch unter Haarausfall leiden. Ärzte bestätigen jedoch, dass zwischen Haarverlust und Diabetes mellitus ein Zusammenhang besteht. Das Immunsystem ist geschwächt, die Betroffenen sind empfindlicher gegen Pilz- und Bakterienbefall der Kopfhaut. Der Stoffwechsel und der Hormonspiegel verändern sich bei Diabetes mellitus.

Das führt zu einer geringeren Versorgung der Haarfollikel mit Nährstoffen. Die Wachstumsphasen der Haare verkürzen sich. Die Haare fallen schneller aus. Irgendwann sterben die Haarfollikel ab. Die Haare wachsen nicht mehr nach, die betroffenen Stellen bleiben kahl. Viele Diabetiker stehen unter psychischem Stress, der ebenfalls zu Haarausfall führen kann. Jüngere Menschen mit Diabetes mellitus leiden besonders häufig darunter, was in der Angst vor Folgeerkrankungen beim Fortschreiten des Diabetes resultiert.

Dieser Stress begünstigt einen diffusen Haarausfall. Nicht zu vergessen sind verschiedene Begleiterkrankungen von Diabetes mellitus. Schilddrüsenerkrankungen treten oft als Begleiterkrankungen auf und können einen diffusen Haarausfall verursachen. Auch die Durchblutung wird durch Diabetes mellitus häufig beeinträchtigt. Wird die Kopfhaut nicht genügend durchblutet, kann es zu Haarausfall kommen.

Behandlung von Diabetes mellitus

Leiden Sie unter Haarausfall bei Diabetes mellitus, sollten Sie nicht zögern und Ihren Hausarzt konsultieren. Um den Haarverlust bei Diabetes mellitus zu behandeln, muss die Blutzuckerkrankheit als Ursache behandelt werden. Das ist nicht nur aus kosmetischen Gründen, sondern vielmehr zur Vermeidung schwerwiegender Folgeerkrankungen wie diabetischer Polyneuropathie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Augenerkrankungen bis hin zur Erblindung, Nierenerkrankungen und diabetischem Fuß wichtig.

Die Behandlung von Diabetes mellitus erfolgt medikamentös. Auch die Medikamente zur Behandlung von Diabetes mellitus können einen Haarausfall begünstigen. Sie können jedoch Ihren Arzt fragen, ob ein anderes Medikament als Alternative verordnet werden kann. Häufig wird Diabetes mit Insulin behandelt, das gespritzt werden muss. Sie sollten Ihren Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrollieren, um das Insulin richtig zu dosieren. Ist die Blutzuckerkrankheit noch nicht weit fortgeschritten, kann häufig eine konsequente Umstellung der Ernährung auf zuckerarme Kost ausreichen.

Haartransplantation bei Diabetes mellitus

Ist ein Haarverlust durch Diabetes mellitus eingetreten und ist er schon weiter fortgeschritten, wachsen die Haare nicht mehr nach. Haarwuchsmittel wie Minoxidil oder Finasterid können die Haare nicht mehr nachwachsen lassen, wenn die Haarfollikel bereits abgestorben sind. Die letzte Hoffnung für viele Betroffene ist eine Haarverpflanzung. Sie ist auch bei einem Haarausfall bei Diabetes mellitus problemlos möglich.

Für die Haartransplantation gibt es moderne, schonende Methoden. Häufig wird die FUE-Methode (Follicular Unit Extraction) angewendet, bei der Grafts aus einem oder mehreren Haarfollikeln mit einer Hohlnadel aus dem Spenderbereich entnommen werden. In die kahlen Stellen werden Kanäle zur Aufnahme der Grafts gestochen. Inzwischen wurde die FUE-Methode weiterentwickelt. Die Methoden sind noch schonender geworden und versprechen ein noch besseres Ergebnis.

Fazit: Haarverlust bei Diabetes mellitus als häufige Begleiterscheinung

Ein Haarausfall bei Diabetes mellitus tritt diffus auf dem gesamten Kopf auf und ist eine häufige Begleiterscheinung der Blutzuckerkrankheit. Bemerken Sie nicht nur einen Haarausfall, sondern auch Diabetes-Symptome wie starken Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit oder Schwächegefühl, sollten Sie Ihren Hausarzt konsultiern, der feststellt, ob Sie unter Diabetes mellitus leiden.

Um den Haarausfall zu stoppen, muss Diabetes mellitus als Ursache behandelt werden. Ist die Krankheit noch nicht weit fortgeschritten, kann eine Ernährungsumstellung ausreichen. Bei schwerwiegendem Diabetes mellitus ist häufig eine medikamentöse Behandlung oder die Gabe von Insulin erforderlich. Medikamente können jedoch einen Haarverlust begünstigen. Sind die Haare unwiederbringlich verloren, ist die Haartransplantation oft die letzte Hoffnung für die Betroffenen.


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