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Haarausfall durch Antidepressiva

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Haarausfall kann durch verschiedene Medikamente verursacht werden, auch durch Antidepressiva. Der Haarausfall durch Antidepressiva zeigt sich gleichmäßig auf dem gesamten Kopf, als diffuser Haarausfall. Tritt bei Ihnen ein Haarverlust durch Antidepressiva ein, können die Haare nach dem Absetzen des Medikaments wieder nachwachsen.

Haarausfall durch Antidepressiva – wenn der Körper verrückt spielt

Menschen der verschiedensten Altersklassen, doch am häufigsten ältere Menschen werden von Depressionen heimgesucht. Schwerwiegende traumatische Ereignisse wie der Verlust des geliebten Partners, Krankheiten, Ängste, aber auch ungeklärte Ursachen können zu Depressionen führen. Die Behandlung erfolgt mit Antidepressiva, die häufig zu schnell und unüberlegt verordnet werden.

Hin und wieder werden Antidepressiva auch verordnet, wenn gar keine Depressionen vorliegen. Solche Anwendungsbeispiele sind hartnäckige und langanhaltende Schlafstörungen, Zwangsstörungen und Ängste. Diese Medikamente sollen die Stimmung heben, doch sind die Nebenwirkungen vielfältig und stehen oft in keinem günstigen Verhältnis zum erwarteten Nutzen. Abhängig von den verordneten Antidepressiva können verschiedene Nebenwirkungen auftreten:

  • Mundtrockenheit
  • starkes Schwitzen
  • Herzrasen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Kopfschmerzen.

Bei den Antidepressiva werden zwei Gruppen unterschieden. Die eine Gruppe wirkt eher beruhigend und dämpfend, macht müde und erleichtert das Ein- und Durchschlafen, während die andere Gruppe eine anregende Wirkung hat und den Betroffenen helfen kann, sich zu verschiedenen Aktivitäten aufzuraffen. Einige Antidepressiva können sogar zu einem plötzlichen Herztod führen.

Umstritten ist die Annahme, dass Antidepressiva das Risiko für Suizid steigern können. Während einige Wissenschaftler das erhöhte Selbsttötungsrisiko den Antidepressiva zuschreiben, vermuten andere, dass die Suizidgefahr von der Depression selbst ausgeht. Zu den Nebenwirkungen kann auch ein Haarverlust durch Antidepressivagehören.

Im Gegensatz zu den anderen Nebenwirkungen stellt er eher ein kosmetisches Problem dar, doch für die Betroffenen kann er sehr schwerwiegend sein. Werden die Haare immer dünner, fühlen sich die Betroffenen nicht mehr attraktiv genug und glauben, dass sie von der Gesellschaft ausgegrenzt werden. Das kann die Depressionen noch verstärken, was für die Betroffenen ein Teufelskreis ist.

Wie sich ein Haarausfall durch Antidepressiva bemerkbar macht

So wie auch bei verschiedenen anderen Medikamenten zeigt sich ein Haarverlust durch Antidepressiva als diffuser Haarausfall. Die Haare fallen gleichmäßig auf dem gesamten Kopf aus. Sie werden immer dünner und lichter, bis schließlich die Kopfhaut dadurch sichtbar wird.

Es ist jedoch eher unwahrscheinlich, dass es bei einer längerfristigen Einnahme von Antidepressiva zu einem Totalverlust der Haare kommt. Der Haarausfall durch Antidepressiva tritt nicht gleich in den ersten Tagen der Einnahme ein. Es kann einige Wochen dauern, bis die Haare ausfallen.

Auswirkung von Antidepressiva auf die Ruhephase der Haare

Die Haare eines Menschen durchlaufen drei Phasen. Die Wachstumsphase, in der sich etwa 82 Prozent aller Kopfhaare befinden, erstreckt sich über zwei bis sechs Jahre. Die Haare werden in dieser Zeit gut mit Nährstoffen versorgt. An die Wachstumsphase schließt sich die Übergangsphase an, in der sich etwa zwei Prozent der Haare befinden und die ungefähr drei Wochen dauert.

Die Nährstoffversorgung der Haare wird in der Übergangsphase eingestellt. Als letzte Phase tritt die Ruhephase ein, die drei bis sechs Monate dauern kann und in der sich etwa 18 Prozent der Haare befinden. Am Ende der Ruhephase sterben die Haare ab. Sie fallen aus, während neue Haare nachwachsen. Bei einem Haarverlust durch Antidepressiva verändert sich die Ruhephase der Haare. Das Haar stirbt direkt beim Eintritt in die Ruhephase ab.

Es dauert jedoch mindestens drei Monate, bis wieder neue Haare nachwachsen. Bei einem Haarausfall durch Antidepressiva wird das Haar deutlich dünner. Dieser Zustand kann bis zu einem Jahr andauern. Nicht alle Antidepressiva müssen zu einem Haarverlust führen, doch bei einigen Antidepressiva ist ein Haarverlust als Nebenwirkung bekannt. Dazu gehören Doxepin, Imipramin und Fluoxetin.

Haarausfall durch Antidepressiva – was tun?

Leiden Sie unter einem Haarverlust durch Antidepressiva, sollten Sie das dem Arzt mitteilen. Auf keinen Fall sollten Sie die Antidepressiva eigenmächtig absetzen. Schon kurze Zeit nach dem plötzlichen Absetzen eines Antidepressivums können verschiedene Beschwerden eintreten. Das können Muskelschmerzen, Schwindelgefühl, Weinkrämpfe, Durchfall oder Übelkeit sein.

Der Arzt kann jedoch das Medikament in einer geringeren Dosierung verordnen. Das Medikament kann ausgeschlichen werden, indem die Dosis nach und nach verringert wird. Auch bei der Umstellung auf ein anderes Antidepressivum kann es zu Beschwerden kommen.

Was Sie tun können, wenn Ihnen Antidepressiva verordnet werden

Der Arzt sollte Sie, wenn er Ihnen Antidepressiva verordnet, über die Wirkung und mögliche Nebenwirkungen aufklären. Tut er das nicht, sollten Sie nachfragen. Sie sollten skeptisch sein, wenn es sich beim verordneten Medikament um ein Antidepressivum handelt. Fragen Sie den Arzt, ob es Alternativen gibt, beispielsweise eine Gesprächstherapie, ein gut verträgliches Nahrungsergänzungsmittel oder Vitalstoffe.

Hoffnung nicht aufgeben bei Haarverlust durch Antidepressiva

Kommt es zu einem Haarausfall durch Antidepressiva, ist das kein Grund zum Verzweifeln. Da es sich um eine Form des diffusen Haarausfalls handelt, wachsen die Haare in der Regel wieder nach, wenn die Ursache beseitigt wurde. Müssen Sie das Antidepressivum nicht mehr einnehmen, können die Haare nach der Ruhephase wieder nachwachsen. Sie müssen daher nicht an eine Haarverpflanzung denken.

Fazit: Haarverlust durch Antidepressiva – ein sensibles Thema

Antidepressiva werden zur Behandlung von Depressionen, aber auch von Schlaf-, Angst- und Zwangsstörungen verordnet. Sie können schwerwiegende Nebenwirkungen haben. Sie sollten den Arzt nach Alternativen zu Antidepressiva fragen. Der Haarausfall durch Antidepressiva zeigt sich in diffuser Form auf dem gesamten Kopf.

Er tritt einige Wochen nach dem Beginn der Einnahme ein. Direkt beim Eintritt in die Ruhephase sterben die Haare ab. Das Haar wirkt dünner, da die neuen Haare erst nach ungefähr drei Monaten wieder nachwachsen. Sie sollten das Antidepressivum auf keinen Fall selbst absetzen, da das Beschwerden verursachen kann. Müssen Sie das Antidepressivum irgendwann nicht mehr einnehmen, wachsen die Haare wieder nach.


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