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Haarausfall mit Wurzel – wenn die Haare nicht mehr nachwachsen

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Wer unter Haarausfall leidet, steht häufig unter psychischem Druck, da der Verlust der Haare ein schwerwiegendes kosmetisches Problem darstellt. Bei einigen Formen des Haarausfalls können die Haare wieder nachwachsen. Kommt es zu einem Haarausfall mit Wurzel, sind die Haare dauerhaft verloren. Bei einem Haarverlust mit Wurzel kann nur noch eine Haarverpflanzung zu neuer Lebensqualität verhelfen.

Haarausfall mit Wurzel – wann ein Haarausfall vorliegt

Es gibt verschiedene Formen von Haarausfall. Der erblich bedingte Haarausfall ist die häufigste Form und betrifft etwa 80 Prozent aller Männer, aber auch viele Frauen. Die Wahrscheinlichkeit, einen anlagebedingten Haarausfall zu erleiden, wird immer größer, je älter Sie werden. Die Haare fallen dann mit der Wurzel aus. Finden Sie ausgefallene Haare auf der Kleidung, im Kamm oder im Duschabfluss, ist das noch kein Grund zur Beunruhigung.

Da die Haare einem Haarzyklus unterliegen, ist das völlig normal. Ob ein Haarausfall vorliegt, können Sie mit der Sammelprobe feststellen. Über mindestens eine Woche sollten Sie täglich die Haare sammeln und zählen, die sich in der Bürste, im Kamm, im Duschabfluss, auf der Kleidung und auf der Bettwäsche befinden. Erst dann, wenn das täglich mehr als 100 Haare sind, liegt ein Haarausfall vor. Sie können auch die Zupfprobe anwenden und feststellen, ob Sie unter Haarausfall leiden.

Mit Daumen und Zeigefinger fassen Sie eine Strähne mit etwa 100 Haaren und ziehen daran. Fallen dabei viele Haare ohne Schmerzen aus, handelt es sich um einen Haarausfall. Die Haare können bei verschiedenen Formen von Haarausfall wieder nachwachsen, wenn die Wurzel noch intakt ist. Fällt das Haar jedoch mit der Wurzel aus, wächst es nicht mehr nach.

Haarverlust mit Wurzel und der Wachstumszyklus der Haare

Die Haare unterliegen einem Wachstumszyklus, der sich individuell über einen unterschiedlich langen Zeitraum erstreckt und sich in drei Phasen gliedert:

  • Wachstumsphase oder Anagenphase, die zwei bis sechs Jahre dauert und in der sich mehr als 80 Prozent der Haare befinden können
  • Übergangsphase oder Katagenphase, dauert zwei bis drei Wochen und betrifft etwa 2 Prozent der Haare
  • Ruhephase oder Telogenphase, die zwei bis vier Monate dauern kann und in der sich ungefähr 18 Prozent der Haare befinden.

In der Wachstumsphase werden die Haare gut mit Nährstoffen versorgt. Die Nährstoffversorgung wird in der Übergangsphase eingestellt. In der Ruhephase werden die Haare abgestoßen und fallen aus. Neue Haare wachsen nach, wenn die Haarwurzeln noch intakt sind. Der Wachstumszyklus der Haare wiederholt sich. Im Laufe ihres Lebens können die Haarwurzeln zehn- bis zwölfmal neue Haare produzieren. Haben sie ihre Arbeit erledigt, sterben sie ab.

Bei verschiedenen Formen von Haarausfall, beispielsweise beim diffusen Haarausfall, verkürzt sich die Wachstumsphase. Die Haare treten vorzeitig in die Ruhephase ein und können nicht so schnell nachwachsen, wie sie ausfallen. Ist allerdings die Haarwurzel geschädigt, endet der Wachstumszyklus. Die ausgefallenen Haare wachsen nicht mehr nach.

Haarverlust mit Wurzel und die Ursachen

Fallen die Haare mit der Wurzel aus, kann das verschiedene Ursachen haben. Die Wurzel kann über einen längeren Zeitraum, aber auch kurzfristig geschädigt werden.
Bei einem erblich bedingten Haarausfall sind die Haarwurzeln empfindlich gegen Dihydrotestosteron, das Abbauprodukt von Testosteron. Die Haarwurzeln werden geschädigt, die Haare wachsen immer dünner nach. Schließlich verkümmern die Haarwurzeln, sterben ab und fallen mit den Haaren aus.

Zu einer Schädigung der Haarwurzeln kann es kommen, wenn Sie unter einem Spannungshaarausfall leiden. Sind Sie ständigem Stress und Anspannung ausgesetzt, sind die Muskeln, die sich direkt unter der Kopfhaut befinden und die Schädeldecke umgeben, stark angespannt. Die Folge ist eine mangelnde Sauerstoffversorgung der Haarwurzeln. Schließlich können die Haarwurzeln absterben.

Ein Haarausfall mit Wurzel kann auch eintreten, wenn die Haarwurzeln durch Bakterien oder Pilze geschädigt werden. Es kann zu einem vernarbenden Haarausfall kommen. An den kahlen Stellen wachsen die Haare nicht mehr nach.

Bei einer Trichotillomanie, dem zwanghaften Ausreißen von Haaren, werden die Haarwurzeln geschädigt und verkümmern. Sie bringen zuerst nur noch dünne Haare mit kurzer Wachstumsphase hervor, bis sie schließlich ausfallen. Bei Verbrennungen der Kopfhaut sind Haare und Haarwurzeln unwiederbringlich verloren. Auf den Brandnarben bilden sich keine Haare mehr.

Hilfe mit der Haartransplantation

Sind die Haare mit Wurzeln ausgefallen, wachsen keine neuen Haare mehr nach. Auf der Kopfhaut bilden sich kahle Stellen. Da keine Haarwurzeln mehr vorhanden sind, ist eine Stimulation zur Bildung neuer Haare nicht mehr möglich. Um die kahlen Bereiche wieder aufzufüllen, kann nur noch eine Haarverpflanzung helfen. Die Haartransplantation wird meistens mit der FUE-Methode (Follicular Unit Extraction) ausgeführt. Der Kopf wird rasiert.

Sie erhalten eine örtliche Betäubung in den Spender- und Empfängerbereich der Haare. Aus dem Spenderbereich werden die Haare mit einer Hohlnadel entnommen und in einer Nährlösung aufbewahrt. Im Empfängerbereich werden Kanäle zur Aufnahme der Haare gestochen. Die entnommenen Haare werden in die Kanäle eingesetzt. Inzwischen gibt es verschiedene Methoden auf der Basis der FUE-Methode, die ein noch präziseres Ergebnis bieten und für den Patienten noch schonender sind.

Wie Sie zur Erhaltung der Haarwurzeln beitragen

Zur Erhaltung der Haarwurzeln können Sie mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung beitragen, die reich an Eisen, Zink, Vitaminen und essentiellen Aminosäuren ist. Sie können auch Tee aus Bockshornklee trinken, Bockshornklee-Kapseln einnehmen oder den Kopf mit leicht erwärmtem Arganöl massieren. Die Durchblutung der Kopfhaut kann verbessert werden, was zu einer besseren Nährstoffversorgung der Haarwurzeln führt.

Fazit: Haarverlust mit Wurzel tritt in verschiedenen Formen auf

Haarausfall kann in verschiedenen Formen auftreten und verschiedene Ursachen haben. Bei einem Haarausfall mit Wurzel ist die Haarwurzel geschädigt und stirbt ab. Das kann sich über einen längeren oder kürzeren Zeitraum vollziehen. Ist das Haar mit der Wurzel ausgefallen, wächst es nicht mehr nach. Es kommt zu kahlen Stellen.


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