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Mit Nordic Walking zu mehr Vitalität

Mit Nordic Walking zu mehr VitalitätBigstock I ID: 316852672 I Copyright: Gorlovkv

Sportarten wie Nordic Walking sind in jedem Alter eine Bereicherung: Die meisten Menschen verbringen den Alltag heute in sitzender Position. Das fängt schon bei den Kindern in der Schule an, die mehrere Stunden auf ihrem Sessel im Klassenraum den Unterricht folgen.

Im Berufsleben hat sich wegen der zunehmenden Digitalisierung die Arbeitswelt massiv gewandelt: Kaum ein Job kommt ohne Computer oder Laptop aus, viele Tätigkeiten werden im Sitzen verrichtet. Auch Senioren verbringen viel Zeit auf dem Sofa, beim Kartenspielen am Tisch oder mit einem Buch in einem bequemen Lehnstuhl. Diese Lebensweise hat jedoch negative Auswirkungen auf die Gesundheit. Experten schlagen Alarm: Der inaktive Lebensstil begünstigt nämlich zahlreiche Erkrankungen.

Spannende Fakten rund um das Thema Nordic Walken

Bei Nordic Walking handelt es sich um eine vergleichsweise junge Sportart. In den 1930er Jahren wurde sie von ambitionierten Langläufern angewendet, um die schneelose Zeit zu überbrücken und im Winter mit mehr Kondition wieder in das Training einsteigen zu können. Doch damals war das als Stockgang oder Stocklauf bekannte Training vorwiegend bei Profis bekannt. Unter dem Namen Pole Walking wurde Nordic Walking 1992 in den USA in der Fachliteratur erwähnt. Damals verwendete man dafür veränderte Skistöcke, um die für den Langlauf typischen Bewegungen zu simulieren.

Bereits in den 1990er Jahren wurden die Effekte von Nordic Walking untersucht. Man kam zu dem Schluss, dass es sich dabei um einen perfekten Ausdauersport handelte. Damals gab es jedoch noch wenig passendes Equipment und so war das Interesse eher beschränkt.

Das änderte sich im Jahr 1997, als in Finnland Spitzenathleten aus dem Biathlon, dem Langlauf und der Nordischen Kombination Nordic Walking als Sommertrainingsmethode betrieben. Davor hatten die Athleten und Trainer in Zusammenarbeit mit dem größten Hersteller von Carbonstöcken im Land spezielle Stöcke für Nordic Walking hergestellt.

Außerdem entwickelten sie ein besonderes Handschlaufensystem. Bereits fünf Jahre später betrieben eine Million Finnen Nordic Walking. Im Jahr 2001 wurde die International Nordic Walking Association gegründet. Ihr Ziel war, den Sport auf professionelles Niveau zu bringen und den Standard zu erhalten. Einige Aufgaben des Verbandes sind:

  • Qualitätssicherung bei der Schulung von Nordic Walking Instruktoren
  • Weiterentwicklung der Technik
  • Werbung für den Nordic-Walking Sport
  • Erarbeitung von Trainingsstandards

Zubehör für den Start in den Nordic Walking Sport

Einer der großen Vorteile von Nordic Walking ist, dass Sie bei dieser Sportart mit relativ wenig Ausrüstung Auslangen finden. Wichtig ist in Nordic Walking Stöcke in guter Qualität zu investieren. Nicht nur das Material ist ausschlaggebend dafür, dass Sie an der Sportart langfristig Freude finden.

Vielmehr spielen ganz einfache Faktoren wie die Stocklänge eine wichtige Rolle. Sie entscheidet darüber, wie effizient ein Training abläuft. Es ist gar nicht schwer herauszufinden wie lange Ihre Nordic Walking Stöcke sein sollen.

Als Umrechnungsformel verwenden Sie die Körpergröße in Zentimetern und multiplizieren sie mit 0,66. Wenn Sie zum Beispiel 170 Zentimeter groß sind, würde Ihre ideale Stocklänge 112,2 Zentimeter betragen. Die meisten Hersteller produzieren Nordic Walking Stöcke mit 5-Zentimeter Schritten: Für Sie wäre ein Stock mit 110 Zentimeter Länge perfekt. Wählen Sie besser die längere Variante, da ein nachträgliches Kürzen des Stockes ohne erheblichen Aufwand möglich ist.

Wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, probieren Sie verschiedene Modelle im Sportfachhandel aus. Nehmen Sie die Stöcke in die Hand und achten Sie auf die Verarbeitung und die Handschlaufen. Wenn Sie schon im Geschäft sind, kaufen Sie gleich passende Schuhe mit dazu.

Für das Nordic Walking gibt es mittlerweile spezielle Schuhe mit fester Sohle. Damit sind Sie auch in unebenem Terrain sicher unterwegs. Wenn Sie bei jedem Wetter Nordic Walking betreiben möchten lohnt sich die Investition in wasserabweisende Modelle.

Darüber hinaus kaufen Sie am besten atmungsaktive Kleidung. Sie ist aus einem speziellen Material gefertigt, dass Schweiß nach außen leitet. Somit bleiben Sie auch wenn Sie so richtig in Schwung sind trocken. Um Blasenbildung zu vermeiden, bieten sich dünne Handschuhe an.

Die richtige Technik lernen

Nordic Walking wird dann zum effektiven Ganzkörpertraining, wenn Sie die richtige Technik anwenden. Dabei setzen Sie die Arme aktiv ein und schleifen die Nordic Walking Stöcke nicht einfach hinter sich her. Am besten lassen Sie sich die wichtigsten Punkte bei einem Einführungskurs mit einem erfahrenen Trainer zeigen. Wenn Sie nämlich als Anfänger Bewegungsmuster falsch einlernen, lassen sich diese im Nachhinein nur korrigieren.

Lassen Sie die Schultern locker und verkrampfen Sie sich nicht. Die Arme halten Sie leicht angewinkelt und lassen sie locker mit dem Körper mitschwingen. Wenn Sie die Ferse zu Boden bringen, sollte das Knie leicht abgewinkelt sein.

Rollen Sie den Fuß bei jedem Schritt mit der Sohle ab und schwingen Sie die Arme mit den Stöcken weit nach hinten. Nach einiger Übung gelingt es auch, die Handgelenke in jenem Moment zu öffnen, wenn sich die Arme hinter dem Körper befinden.

Wichtig für Einsteiger ist auch, das richtige Tempo zu finden. Überschätzen Sie Ihre Ausdauer anfangs nicht und steigern Sie nach und nach. Sie sollten beim Nordic Walken schon eine gewisse Belastung spüren, ohne sich allerdings völlig zu verausgaben.

Für Einsteiger lohnt es sich, mit zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche zu beginnen. Fortgeschrittene marschieren am besten viermal pro Woche durch die Natur, die Dauer sollte 45 bis 60 Minuten betragen. Schon bald werden Sie körperliche Veränderungen an sich feststellen: Nordic Walking wirkt –sofern Sie die richtige Technik beherrschen – als effizientes Ganzkörpertraining.

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