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Spaß am Lesen – das beste Gedächtnistraining

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Bei dem Thema, ob Lesen Spaß macht, gehen die Meinungen oft weit auseinander. Es gibt immer Menschen, die ihre Nase so ziemlich in jeder freien Minute in ein Buch gesteckt haben. Andere sehen es als verschwendete Zeit, wenn man sich doch das Buch auch als Spielfilm ansehen kann, der meist kürzer dauert, als es Zeit in Anspruch nimmt, das zugehörige Buch zu lesen.

Falls Sie auch zu dieser Art von Menschen gehören, werden Sie nach Lesen des Artikels hoffentlich doch ab und zu nach einem buch greifen. Denn Lesen ist eines der besten Gedächtnistrainings, die es gibt. Außerdem fördert es die geistige Entwicklung und vergrößert den geistigen Horizont.

Wer sich lesen zum Hobby macht, ist schlauer

Lesen und gleichzeitig auch schreiben, ist eines der letzten grundlegenden Dinge, die wir in unserer Kindheit lernen. Essen, Trinken, Greifen, Gehen und Sprechen lernt ein durchschnittliches Kind schon in den ersten drei bis fünf Lebensjahren.

Haben Sie sich nicht schon einmal gefragt, warum wir so etwas scheinbar Simples wie das Lesen erst rund das doppelte später lernen können? Der Grund dafür ist, dass das menschliche Gehirn beim Lesen und Schreiben zahlreiche Wahrnehmungs- und Denkfunktionen miteinander verknüpfen muss.

Das Lesen erfordert nicht nur visuelle Fähigkeiten. Auch die phonologische Wahrnehmung genauso wie das Arbeits- und Langzeitgedächtnis werden beansprucht. Allein durch diese Anstrengung verändern sich einige Gehirnstrukturen. Ganz abgesehen davon, dass sich Leser beim Lesen eines Buches einiges an Wissen aneignen, allein der Prozess des Lesens und Verknüpfens von Informationen verschafft ihnen einen geistigen Vorteil gegenüber Nichtlesern.

Es gibt einige wichtige Faktoren, warum Lesen so wichtig für geistige Weiterentwicklung ist:

  • Fantasie: Das Lesen regt die Fantasie an. Nicht umsonst besagt das Klischee, dass Belesene oft auch kleine Tagträumer sind.
  • Ausgleich: Die Welt der Bücher ist für viele ein Ausgleich zum gestressten Alltag. In sie kann man sich sorgenfrei zurückziehen.
  • Bildung: Lesen bildet ganz klar. Ob Sachbuch oder nicht, jeder lernt beim Lesen eines Buchs viel neues. Und damit sind nicht nur Fakten sondern auch Sprachstrukturen und Grammatik gemeint.
  • Sozialkompetenz: In den meisten Büchern kommen doch immer die Guten gut weg, während der Böse bestraft wird. Dadurch lernen vor allem Kinder die gesellschaftliche Moral kennen.
  • Kommunikation: Zum einen lernt kann jemand, der viel liest, sich laut Studienberichten wesentlich besser ausdrücken, als Nichtleser. Zum andren findet man leichter ein unverfängliches Gesprächsthema- Bücher sind als Small-Talk-Thema immer toll.

Ist es wichtig sich sein Buch selbst auszusuchen?

Egal ob in der Kindheit zuhause, oder im Alter in einer betreuten Wohnsituation, Eltern und Betreuer denken oft sie täten etwas Gutes, wenn sie ein Buch als Geschenk mit nach Hause nehmen. Doch laut neuesten Forschungen ist diese nett gemeinte Geste gar nicht gut für die Entwicklung eines Kindes oder einer älteren Person.

Wenn Eltern die Bücher für ihre Kinder aussuchen, so sie bevormunden ihre Kinder und deren Eigenständigkeit wird eingeschränkt. Man will seine Kinder zur Selbstständigkeit erziehen. Das funktioniert aber nur, wenn man ihnen Freiraum lässt. Natürlich kann ein Volksschulkind nicht seinen ganzen Tagesablauf selbst bestimmen, aber man kann versuchen, ihm so früh wie möglich einfache Entscheidungen zu überlassen.

Die Buchauswahl wäre ein Beispiel für eine einfache Entscheidung. Bei älteren Menschen, die in einem betreuten Wohnheim leben, ist die Situation ähnlich. Im Alter kann man viele Entscheidungen nicht mehr so treffen, wie man es eigentlich gerne hätte.

Bei vielen Aktivitäten spielt der Körper einfach nicht mehr mit. Darum sollte man älteren Menschen die Entscheidungen, die sie selbst ganz normal treffen können, auch treffen lassen. Nicht selten fühlen sich Senioren von ihrer Umwelt bevormundet, weil man ihnen nicht mehr die ganze Entscheidungsfreiheit lässt.

Wenn man für seine Liebsten die Bücher auswählt, so geht für sie der Spaß am Aussuchen verloren. Vielen Menschen gefällt es sehr stundenlang in Bibliotheken oder Buchhandlungen die Regale nach Büchern meines Geschmacks zu durchforsten. Wenn man das übernimmt, nimmt man dem anderen die Lust auf Abenteuer und Neues. Schließlich beginnt das Abenteuer Buch bereits bei der Suche nach einem geeigneten Buch.

Das Geschenk „Buch“ ist zwar eine nette Geste, man sollte aber als Mitbringsel nur nach einem Buch greifen, wenn man weiß, dass dies 100%ig dem Geschmack seines Gegenübers trifft. Ansonsten könnten beim Beschenkten unangenehme Gefühle entstehen, die die Lust am Lesen vergehen lassen.


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