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Borderline und Co. – was passiert in einem Menschen, der an einer psychischen Erkrankung leidet

Borderline und Co. – was passiert in einem Menschen, der an einer psychischen Erkrankung leidetBigstock I ID: 259489609 I Copyright: Rido81

Borderline, Depressionen und andere psychische Erkrankungen sind ernstzunehmende Zustände, denn sie beeinflussen das Leben eines Menschen und seiner Mitmenschen maßgeblich. Es gibt viele verschiedene Arten von psychischen Erkrankungen.

Egal ob Essstörungen, Angststörungen oder Borderline, jede einzelne beeinträchtigt den Betroffenen so maßgeblich, dass viele kaum fähig sind ein normales Leben zu führen und normale Alltagssituationen zu meistern. Oftmals ist es Außenstehenden unverständlich, was mit einer Person, die an den unterschiedlichsten psychischen Erkrankungen leidet, passiert. Darum gibt es hier einen kurzen Überblick für Sie.

Persönlichkeitsstörungen wie Borderline

Persönlichkeitsstörungen äußern sich durch unangemessene Verhaltensmuster und von der Norm abweichendes erleben und Fühlen. Meistens tritt so eine Störung gepaart mit einer Essstörung, Phobie oder Depression auf.

  • Borderline: Borderline-Patienten hatten in den meisten Fällen in ihrer Jugend mit körperlichem oder sexuellem Missbrauch zu kämpfen. Hat man Borderline ist man emotional sehr unstabil und hat ein negatives Selbstbild. Borderline Patienten fühlen sich als Opfer ihrer Stimmungsschwanken und fühlen sich innerlich zerrissen. Das größte Problem, das Borderline mit sich zieht, ist das fehlende Gefühl für Schmerz. Darum verletzten sich viele Borderline Patienten häufig selbst.
  • Antisoziale Persönlichkeitsstörung: Auch hier liegt die Ursache oftmals bei Missbrauch in der Kindheit. Allerdings ist diese Störung zum Teil auch genetisch bedingt. Betroffenen fällt es schwer sich Regeln zu merken und sich an die Normen anzupassen. Außerdem können sie nur schwer ihre eigenen Gefühle äußern.

Affektive Störungen wie Depressionen

Unter einer affektiven Störung leiden Personen, deren Lebensgefühl und -energie sich unkontrollierbar verändern und die in emotionale Extremzustände verfallen. Affektive Störungen sind beispielsweise die Depression, das Präsuizidale Syndrom und die bipolare Störung.

  • Depression: Die Depression ist eine psychische Erkrankung, bei der eine gedrückte Stimmung, Interessen- und Freudlosigkeit sowie Antriebslosigkeit im Vordergrund stehen. Diese Krankheit beeinflusst allerdings nicht nur die Stimmung des Betroffenen, sondern auch sein Denken, Handeln und seine körperlichen Funktionen.
  • Präsuizidale Syndrom: So gut wie jeder, der an Depressionen leidet, leidet auch unter dem Präsuizidalen Syndrom. In vielen Fällen sehen Betroffene den Suizid als letzte Möglichkeit, um ihren körperlichen und seelischen Schmerzen zu entkommen. Zuerst nimmt die betroffene Person ihre Leben als aussichtslos wahr. Ein für Außenstehende scheinbar unbedeutsamer Anlass richtet die ganze angestaute Aggression und Frustration nun gegen den Betroffenen selbst. In der letzten Stufe verirrt sich der Betroffene in eine Art Scheinwelt und verliert sich in Vorstellungen.

Angststörungen wie Phobien

Bei dieser Art von Störung empfinden die Betroffenen andauernd ein unnatürliches und unangemessenes Gefühl von Angst, die einen lähmt.

  • Phobien: Phobien können durch bestimmte Situationen oder Objekte ausgelöst werden. Diese gefürchteten Situationen, wie beispielsweise Gewitter, Blut oder Wasser, werden nun so gut wie es geht vermieden.
  • Zwangsstörungen: Zwangsstörungen treten vermutlich durch dem mangelhaft produzierten Botenstoff Serotonin auf. Betroffene haben ständige Was-Wäre-Wenn-Gedanken, sich ständig aufdrängende Gedanken und sich wiederholende Rituale.
  • Dissoziative Identitätsstörung: Diese Störung tritt vorwiegend durch einen längerfristigen, sexuellen Missbrauch in der Kindheit des Betroffenen auf. Um die damals erlernten Gedanken, Erinnerungen, Gefühle und Verhaltensweisen zu verdrängen, bauen Betroffene eine neue Identität auf, in der das Geschehene nicht existiert.

Schizophrene Störung

Die Schizophrenie ist eine schwere, meist chronisch verlaufende psychische Erkrankung mit vielfältigen Erscheinungsbildern. Meistens tritt diese Krankheit am Ende der Pubertät auf. Eine Zerrissenheit im Denken und Fühlen, eine veränderte Wahrnehmung und eine Unangemessenheit der Sprache sind für diese Erkrankung symptomatisch.

Essstörungen wie Magersucht

Zu Essstörungen zählt jede Abweichung vom normalen Essverhalten. Betroffene versuchen durch unkontrollierte Nahrungsaufnahme mit ihrem Stress und ihren Ängsten fertigzuwerden.

  • Magersucht: Betroffene versuchen sich durch Hungern täglich ihre eigenen Stäke und Macht zu beweisen. Magersüchtige empfinden sich trotz ihrer fortschreitenden Abmagerung zu dick. Da sich Magersüchtige ihr krankhaftes Verhalten nicht eingestehen wollen, stehen sie therapeutischen Verfahren meist kritisch und ablehnend gegenüber.
  • Bulimie: Bulimie ist eine Ess-Brechsucht, bei der es zu unkontrollierten Essanfällen kommt. Um eine Gewichtszunahme zu verhindern, wird das Gegessene anschließend wieder erbrochen. Häufig fallen ehemalige Magersüchtige in die Bulimie hinein. Da der Körper so veranlagt ist, dass er sich nach der Magersucht als Schutzreflex, jede, davor nicht bekommende, Kalorie wieder zurückzuholen, werden Betroffene von Heißhungerattacken geplagt. Da im Kopf eines Magersüchtigen allerdings noch immer das Prinzip mitschwingt, dass sie nicht zu dick werden wollen, erscheint ihnen das bei der Heißhungerattacke Gegessene wieder zu erbrechen, als gute Lösung.
  • Binge-Eating-Disorder: Betroffene leiden unter Heißhungerattacken, bei denen sie jegliche Kontrolle verlieren. Diese gehen meist mit Ekel- und Schuldgefühlen einher.
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