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Domino – ein Spiel mit langer Tradition

Domino – ein Spiel mit langer TraditionBigstock I ID: 6303296 I Copyright: cosma

Ich stelle mal die Vermutung auf, dass jeder von Ihnen in ihrem leben mindestens schon einmal Domino gespielt haben. Wenn nicht wie die meisten in ihrer Kindheit, dann doch bestimmt schon einmal mit Ihren Kindern oder Enkeln. In jedem Haushalt mit Kindern gibt es wohl eines der länglichen Holzkästchen, in dem die Domino Steine aufgestapelt sind.

Das ist extrem praktisch, denn Domino kann durch seine handliche Verpackung ganz leicht nach draußen oder auf Reisen mitgenommen werden. Die in etwa einen Quadrat Dezimeter große box passt perfekt in jede Reisetasche, jeden Rucksack oder auch Picknick Korb.

Außerdem ist Domino ein Spiel, das bereits im Kleinkinderalter verstanden und gespielt werden kann. Genauso praktisch ist natürlich, dass die Spielsteine, im Vergleich zu den kleinen Spielfiguren beispielsweise des Klassikers „Mensch ärgere dich nicht“ Verhältnis mäßig groß sind, und somit auch für ältere Menschen, deren Feinmotorik bereits etwas nachgelassen hat, gut zu greifen sind.

Die Geschichte des Spieles

Eine bekannte Theorie besagt, dass Domino von Mönchen aus Italien oder Frankreich erfunden worden war. Denn der schwarze lange Mantel, den Mönche tragen, wird in beiden Sprachen „Domino“ genannt. Weitaus gängiger ist allerdings eine andere Theorie.

Es wird vermutet, dass Domino seinen Ursprung im ägyptischen oder arabischen Gebiet hat. Der erste und älteste bestätigte Fund stammt allerdings aus China. Dieser wurde auf das späte 12. Jahrhundert datiert. Laut alten chinesischen Mythen rund um das beliebte Brettspiel, wurde Domino vom chinesischen Helden Hung Ming erfunden.

Der Feldherr suchte nach einer geselligen Beschäftigung für seine Soldaten, während diese auf die feindlichen Soldaten warteten. In den frühen Jahren des 18. Jahrhunderts wurde Domino, einer Legende nach vom berühmten Marco Polo, über Italien nach Europa gebracht. Seither mauserte sich Domino zu einem der beliebtesten Gesellschaftsspiele in ganz Europa. Heute ist es fest in der europäischen Kultur verankert.

Doch nirgendwo auf der Welt wird Domino vergleichbar zelebriert als in Lateinamerika. Domino ist das National-Spiel und zähl als Volkssport. Gerade die Spielvariante des „Mexican Train“ gilt in Lateinamerika als angesagtes Partyspiel. In regelmäßigen Turnieren können außerdem zahlreiche Amerikaner, aber auch internationale Spieler gegeneinander antreten.

Wie spielt man Domino?

Das klassische Domino wird auch „Domino Doppel 6“ genannt. Denn die maximale Augenzahl auf einem Spielstein ist die Doppel 6, sprich sechs Punkte auf jeder Seite. Ein Dominostein hat zwei Felder. Auf jedem der Felder ist eine Augenzahl von Null bis Sechs abgebildet. Da alle Kombinationen vorhanden sind, ergibt das insgesamt eine Anzahl von 28 Spielsteinen. Es gibt allerdings auch Spielsets die auf dem Prinzip „Doppel 9“ oder „Doppel 12“ basieren.

Die Regeln von Domino sind simpel. Man darf immer einen passenden Stein an eines der beiden offenen Enden der Steinreihe legen. Hat ein Spieler alle seine Steine ablegen können, ist das Siel zu Ende.

Zu Beginn der Partie werden alle Steine verdeckt auf einen Tisch gelegt und gut durchgemischt. Anschließend zieht jeder Spieler eine bestimmte Anzahl an Steinen. Wie viele das sind, entscheidet die Spieleranzahl. Spielt eine Gruppe an zwei oder drei Spielern, zieht jeder sieben Steine. Spielen mehr als vier Personen mit, bekommt jeder nur sechs Spielsteine.

Die restlichen verdeckten Spielsteine werden zur Seite geschoben, um in der Mitte des Tisches genügend Platz für die Spielstein reihen zu schaffen. Dann wird ein weiterer Stein gezogen und als Startstein in die Mitte gelegt. Nun versucht jeder Spieler hintereinander einen passenden Stein anzulegen.

Zeigt der erste Spielstein fünf und drei Punkte, darf nur ein Stein, der auf einer Seite drei oder fünf Punkte hat, jeweils an die entsprechende Seite angelegt werden. Hat jemand keinen passenden Stein, muss der oder diejenige solange weitere Steine ziehen, bis er oder sie einen passenden findet.

Das Spiel ist zu Ende wenn der erste Spieler alle Steine anlegen konnte und keinen mehr in der Hand hat. Alle Spieler, die noch Steine in der Hand halten, erhalten Strafpunkte, anhand der Augenanzahl ihrer Spielsteine. Wer nach einer beliebig gewählten Anzahl von Runden die wenigsten Minuspunkte hat, gewinnt.

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