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Haarausfall durch Creatin

Haarausfall durch CreatinBigstock I ID: 363582154 I Copyright: AkintevS
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Vor allem von Bodybuildern und Kampfsportlern sehr gefragt, kann es durch das Nahrungsergänzungsmittel Creatin zu Haarausfall kommen. Um möglichst schnell und effizient Muskelmasse aufzubauen, greifen viele Sportler auf verschiedene Nahrungsergänzungsmitteln zurück. Sie können verschiedene Wirkungen haben. Zum einen sollen die Nahrungsergänzungsmitteln dafür sorgen, dass schnell Muskelmasse generiert wird.

Zum anderen soll mittels ihrer Zufuhr die Regeneration der Muskeln besser durchgeführt werden. Eines der beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel vieler Profi Kampfsportler und auch Bodybuildern ist Creatin. Es verspricht sowohl eine schnellere Regeneration als auch eine Leistungssteigerung der Muskeln in intensiven, aber kurzen Trainingsintervallen.

Zum anderen punktet Creatin gerade bei Bodybuildern, da das Nahrungsergänzungsmittel für Wassereinlagerungen in den Muskeln sorgt, die diese praller und größer aussehen lassen. Übrigens wird Creatin auch im menschlichen Körper produziert, es ist also eine nicht essenzielle Aminosäure. Doch wie so viele Nahrungsergänzungsmittel hat auch Creatin einen entscheidenden Nachteil. Denn als ungewollte Nebenwirkung kann Haarausfall durch Creatin ausgelöst werden.

Wie entsteht der Haarausfall durch Creatin?

Ganz sicher sind sich Forscher bis heute nicht, wie genau Haarausfall durch Creatin ausgelöst wird. Gerade bei Männern sehen viele Experten den Auslöser des Haarausfalls durch Creatin bei dem Stoff Dihydrotestosteron. Dieses Abbauprodukt des Testosteron, des männlichen Sexualhormons, ist einer der häufigsten Ursachen für erblich bedingten Haarausfall.

Man geht davon aus, dass Creatin die Ausschüttung des Dihydrotestosteron fördert und es somit durch Haarausfall durch die Einnahme von Creatin kommt. Schließlich ist die Menge, die Kampfsportler oder Bodybuilder zum Aufbau ihrer Muskelmasse an Creatin zu sich nehmen, wesentlich höher als der menschliche Körper es gewöhnt ist.

Wie bereits gesagt, wird Creatin auch in den Nieren, im Magen und in der Leber gebildet. Auch durch Fleischverzehr kann Creatin zu sich genommen werden, doch könnte man Fleisch nicht in der Menge zu sich nehmen, dass die Dosis an Creatin erreicht werden würde, die sich Sportler als Nahrungsergänzungsmittel zuführen.

Haarausfall durch Creatin entsteht also durch die Förderung des Dihydrotestosteron Ausschusses. Dihydrotestosteron setzt sich an Haarwurzeln ab und schädigt diese nachhaltig. Vorerst verkürzt sich die Wachstumsphase,  dann werden die Haarwurzeln beschädigt, bis sie schließlich absterben, bis keinerlei neue Haare mehr produziert werden können.

Übrigens sind auch viele Frauen an erblichem Haarausfall betroffen. Ob der Haarausfall auch durch  Creatin hervorgerufen werden kann, ist allerdings unklar. Dies liegt zum einen daran, dass Frauen weniger Testosteron und somit auch Dihydrotestosteron im Körper haben. Andererseits ist die Zahl an Frauen, die zum Aufbau von Muskelmasse das Nahrungsergänzungsmittel Creatin zu sich nehmen, verglichen zu der Zahl der Männer, eher klein, weswegen man sie nicht wirklich in Relation setzten kann.

Was hilft gegen Haarausfall durch Creatin?

Wer das Nahrungsmittel nicht einfach absetzen kann oder möchte und somit den Haarausfall durch das Creatin nicht verhindern kann, kann auf spezielle Shampoos und Sprays zurückgreifen, um dem Haarausfall durch Creatin den Kampf anzusagen.

Oft ist neben dem Creatin auch ein Nährstoff- oder Vitaminmangel ein Mitauslöser des Haarausfalls. Gerade der Nährstoff Biotin gilt als ein Faktor für Haarverlust. Wer Biotin nicht in genügenden Mengen durch Nüsse oder Fleisch zu sich nimmt, kann entweder in Tablettenform oder auch als Shampoo oder Spray seinen Biotin Pegel anheben.

Neben Biotin sind in vielen speziellen Anti-Haarausfall Produkten durchblutungsfördernde Inhaltsstoffe wie Koffein, Hirse-Extrakt oder  Hopfen beigemengt. Auch Grünteeextrakt wird vielen Shampoos oder Sprays gegen Haarausfall durch beispielsweise Creatin hinzugefügt. Es dient als natürlicher Radikalfänger, transportiert also beispielsweise abgestorbene Zellen ab.

Wer an Haarausfall, ohne entscheidendem Auslöser wie der Einnahme von Creatin, leidet, sollte sich definitiv auf die Suche des Auslösers machen. Ein großes Blutbild kann hierbei helfen. Oft fehlen den Betroffenen Vitamine, vor allem die Vitamine A, D und E. Auch ein Eisenmangel kann zu Haarverlust führen.  Hierbei können spezielle Sprays und Shampoos natürlich keine Wunder bringen. Auch eine zusätzliche Versorgung mit Vitaminen oder Eisen muss her um die Mängel zu beheben.


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