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Haarausfall durch Eisenmangel – Facts und Therapie

Haarausfall durch Eisenmangel Bigstock | ID: 154873700 | Copyright: Petr Kurgan

Wenn sich jeden Tag beim Kämmen einige Haare in der Bürste finden, ist das an sich kein Grund zur Besorgnis. Immerhin verliert jeder rund 100 Haare pro Tag und das auf ganz natürliche Weise. Grund dafür ist der normale Zyklus, dem das Kopfhaar unterworfen ist. Was viele nicht wissen ist, dass sich ein Großteil der Haare in der Wachstumsphase befinden. Diese dauert zwei bis sechs Jahre. Die Übergangsphase ist mit rund zwei Wochen deutlich kürzer. Danach folgt die Ruhephase, in der Stoffwechsel und Nährstoffversorgung der Follikel nachlassen.

Ungefähr drei Monate dauert es dann, bis das Haar ausfällt. Danach startet der Haarzyklus wieder von vorne. An und für sich handelt es sich dabei um einen ganz normalen Prozess. Jedoch kann es durch einen Nährstoffmangel dazu kommen, dass Sie außergewöhnlich viele Haare verlieren. Eisen spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Wie wichtig Eisen für den Körper ist

Eisen hat nicht nur einen maßgeblichen Einfluss auf Haut und Haare, es ist vielmehr an vielen Prozessen im Körper beteiligt. Es ist ein wichtiger Bestandteil für die Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Es bindet sich an die roten Blutkörperchen und ist für den Sauerstofftransport mit verantwortlich. Doch auch bei der Blutbildung spielt Eisen eine entscheidende Rolle. Rund 60 Prozent des Eisengehalts ist an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin gebunden. Jedoch ist es auch im Muskeleiweiß Myoglobin vorhanden und hat Anteil an Proteinen und Enzymen.

Gespeichert wird Eisen in der Milz, der Leber und im Knochenmarkt. Hier kommt es als Depot-Eisen Hämosiderin und als Ferritin vor. Das Eisen wird im Blut durch Transferrin transportiert. Das ist auch mit ein Grund, warum bei einer Blutabnahme immer auch der Transferrin Wert ermittelt wird. Da der Körper Eisen nicht selbst herstellen kann, müssen Sie auf ausreichende Versorgung achten. Insgesamt benötigt der Organismus 2 bis 5 Gramm Eisen. Doch es kommt durch abgestorbene Haut, Schwitzen, das Urinlassen und den Stuhl zu täglichen Verlusten. Damit Sie nicht an Symptomen wie Haarausfall durch Eisenmangel leiden, sollten Sie durch die Nahrung eine ausreichende Menge zuführen. Das gelingt, wenn Sie in Ihren Speiseplan folgende Lebensmittel integrieren:

  • Dunkles Fleisch ist ein guter Eisenlieferant – auch Leber enthält viel davon
  • Besonders gute pflanzliche Eisenquellen sind Karfiol, Kohlrabi, Rotkohl, Sauerkraut
  • Empfehlenswert sind auch Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen
  • Getreideprodukte aus Vollkorn

Wichtig ist, dass Sie gemeinsam mit eisenhaltigen Lebensmittel immer eine ausreichende Menge an Vitamin C zu sich nehmen, da es die Aufnahme verbessert.

Eisen und Haarausfall

Bei vielen von übermäßigem Haarausfall Betroffenen wurde auch ein zu geringer Ferritin Spiegel festgestellt. Bei einem Eisenmangel stellt sich der Körper darauf ein, Eisen vermehrt in seiner wichtigsten Funktion einzusetzen. Das ist auf jeden Fall die Sauerstoffversorgung im Blut. Bei anderen wichtigen Prozessen im Körper wird hingegen Eisen abgezogen. Aus diesem Grund kommt es bei einem Eisenmangel als Begleiterscheinung oft zu brüchigen Nägel oder eben Haarausfall. Zunächst äußert sich Eisenmangel am Haarkleid darin, dass die Haare spröde werden und leicht abbrechen. In weiterer Folge kommt es jedoch auch zu einer Schädigung der Wurzel, was schließlich zu vermehrtem Haarausfall führt. In den Haarfollikeln ist Eisen nämlich am Aufbau der Haarstruktur und an der Talgproduktion beteiligt. Kommt es zu einem Mangel, fehlt ein wichtiger Nährstoff und somit fallen die Haare aus.

Eisenmangel – die wichtigen Hintergründe

Einen Eisenmangel kann ein Arzt einfach mit einem Bluttest feststellen. Dabei werden gleich mehrere Parameter untersucht. Relevant ist zum Beispiel der rote Blutfarbstoff Hämoglobin. Hier liegen die unteren Grenzwerte bei Männern bei 13.0 g/dl und bei Frauen bei 12.0 g/dl. Außerdem wird untersucht, wie viel Speichereisen Ferritin Sie im Körper haben. Werte unter 30µg/l bedeuten einen Eisenmangel. Bei einem Eisenmangel steigt außerdem die Konzentration an Transferrin an. Sollte Ihr Mediziner einen Eisenmangel feststellen, steht als nächster Schritt die Ursachenforschung an.

Vermutlich leiden Sie nicht nur unter Haarausfall, sondern auch an anderen Symptomen. Typisch ist zum Beispiel eine chronische Müdigkeit, obwohl Sie ausreichend schlafen. Auch eingerissene Mundwinkel und brüchige Nägel können auf einen Eisenmangel hindeuten. Das gesundheitliche Problem tritt bei Frauen häufiger auf als bei Männern. Grund dafür ist der Blutverlust bei der Menstruation, wo auch Eisen ausgeschieden wird. Doch auch unerkannte Blutungen im Magen oder Darm können zu Eisenmangel führen. Ebenfalls einen Einfluss auf den Eisengehalt im Blut haben bestimmte Medikamente. Nach einer Operation muss man auch immer mit einem Eisenmangel rechnen. Weitere Faktoren, die dazu führen können dass Sie über zu wenig Eisen im Blut verfügen ist eine unausgewogene Ernährung.

Vor allem bei Vegetariern, die nicht entsprechend auf eine pflanzliche Eisenversorgung achten, kommt es häufig zu einem Eisenmangel. Immerhin muss von Gemüse weit mehr gegessen werden als Fleisch, wenn man seinen Körper ausreichend mit diesem wichtigen Stoff versorgen möchte. Erhöht ist der Eisenbedarf außerdem, wenn Sie viel Sport betreiben. Wenn Sie also an unerklärlichem Haarausfall leiden, lohnt sich der Weg zum Arzt. Mit einer einfachen Blutabnehme kann er feststellen, wie es um Ihre Eisenspeicher bestellt ist. Bei einem schweren Eisenmangel können Nahrungsergänzungsmittel helfen, die Speicher wieder aufzufüllen. Doch Sie müssen etwas Geduld haben, bis sich der Körper regeneriert hat und die Haare wieder in voller Pracht sprießen.

 

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