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Wie funktionieren mechanische Uhren wie Kaminuhren?

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Für viele Menschen gibt es kaum etwas Entspannenderes als dem gleichmäßigen Ticken ihrer Kaminuhr zu lauschen. Das prasselndes Feuer gepaart mit dem harmonischen Ticken der Kaminuhr, wirkt auf viele sehr beruhigend, weswegen diese Geräuschkulisse auch oft als Entspannungsmusik oder in Yogasession verwendet wird.

Doch Kaminuhren haben nicht nur durch ihr Ticken etwas Beruhigendes. Die meisten Kaminuhren sind außerdem auch besonders schön anzusehen. Gerade ältere Modelle versprühen durch ihr Design einen ganz bestimmten Flair. Doch woher stammen Kaminuhren eigentlich und wie funktionieren sie?

Heutzutage kennt man doch fast nur noch digitale Uhren oder ganz neumodische mechanische Uhren. Doch unterscheiden sich die alten, schönen und vor allem traditionellen Kaminuhren in ihrer Funktionsweise von den modernen mechanischen Uhren?

Funktionsweise mechanischer Uhren wie Kaminuhren

Was mechanische Uhren wie Kaminuhren immer noch so beliebt macht, ist dass die ganz ohne Strom oder Batterien funktionieren. Doch wie funktionieren sie dann, schließlich müssen sie ja von irgendwo ihre Energie ziehen? Die Energie, die die Zeiger einer Kaminuhr bewegt, stammt aus einer sogenannten Aufzugswelle. Dieser wird beim Ausziehen gedreht wann eine S-förmige Feder.

Wer in Physik gut aus gepasst hat, kann sich vielleicht noch daran erinnern, dass Federn, wenn man sie spannt, Energie speichern. Die Feder in Kaminuhren und anderen mechanischen Uhrmodellen befindet sich in einem Zahnrad. Wenn die Feder sich entspannt und dabei Energie abgibt, wird das Zahnrad gedreht und stößt dabei andere Zahnräder an. Diese bringen im Endeffekt das Uhrwerk zum Drehen.

Die kleine Geschichte der Uhren

Schon lange bevor die Uhr an sich wie wir sie heute kennen erfunden wurde, kannten die Menschen ein Instrument zur Messung der Zeit. Sie orientierten sich an der Sonne, der wohl älteste Uhr. Sonnenauf- als auch der Sonnenuntergang und der höchste Stand der Mittagssonne gaben den Menschen schon vor vielen hunderten Jahren einen ungefähren Zeitablauf.

Anhand des Laufs der Sonne strukturierten Sie Ihren Tag. Somit ist naheliegend, dass die erste Uhr eine Sonnenuhr war. Diese sah äußerlich unseren heutigen Uhren aber so gar nicht ähnlich.

Eigentlich war die Sonnenuhr nur einen Stock, der an einem Ort, wo in der Nähe weder ein Baum, noch ein Busch seinen Schatten warf, aufgestellt wurde. Der Stock warf somit immer einen Schatten, der in eine Richtung zeigte. Somit konnten sich die Menschen noch etwas genauer den Tag einteilen. Doch leider scheint nicht immer die Sonne und somit war die Sonnenuhr bei Schlechtwetter oder einer Wolkenfront unnütz.

Der ersten Uhr, die die Zeit wetterunabhängig anzeigte, verdanken wir unser Sprichwort “ die Zeit ist abgelaufen”. Das Prinzip der Wasseruhr war nämlich, dass das Wasser eines mit Wasser gefülltes Gefäß kontinuierlich abfloss.

Somit hatten die Menschen damals zwar keine genauen Zeitangaben, sie wussten aber wie lange es dauern würde, bis das Glas leer war, und entwickelten ein erstes Zeitgefühl, was den Menschen davor noch vollkommen fremd war. Ein ähnliches System steckt hinter den, bis heute genutzten, Sanduhren.

Mit der Erfindung der mechanischen Uhren, in dessen Rubrik auch die Kaminuhren fallen, begann eine neue Ära der Zeitmessung. Im Jahr 1335 wurde die erste Räderuhr erfunden, die man heute noch in einigen Kirchen und historischen Gebäuden sehen kann. Räderuhren funktionieren nach demselben Prinzip wie Kuckucks- oder Standuhren.

Ein Gewicht, dass sich langsam nach unten bewegt, gibt Energie ab, um die Uhr, genauer gesagt die Zeiger, anzutreiben. Für Taschen- oder Armbanduhren war dieses System zu unpraktisch. Ihre Erfindung ging Hand in Hand mit der Erfindung der Metallfedern in Türschlössern.

Im 20 Jahrhundert wurden mechanische Uhren wie Kaminuhren langsam von den digitalen Modellen verdrängt. Diese funktionieren mittels Kristalle aus Quarz und hatten vorerst eine digitale Uhrzeit Anzeige. Heute kennt man digitale Uhren auch mit der klassischen Anzeige der Uhrzeit mittel der drei Zeiger.


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