Mitesser – wie sie entstehen und wie man sie wieder entfernt

Mitesser
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Sie kennen sie doch alle. Mitesser, die kleinen schwarzen Punkte in der Haut. Auch wenn sie weder gefährlich noch unangenehm für uns sind, sind viele Betroffene sehr unglücklich mit diesem kosmetischen Problem.

Diese Talgansammlungen bilden sich vorwiegend durch falsche Hautpflege, weswegen es ratsam ist, sich regelmäßig in einem Kosmetikstudio schlau zu machen, welche Hautpflegeprodukte am besten zu seiner eigenen Haut passen. Auch die perfekte Pflege für ihren Hauttypen kann Ihnen ein Kosmetiker oder eine Kosmetikerin verraten. Denn nur durch eine umfangreiche Pflege der Haut, können lästige Mitesser verhindert werden.

Wie entstehen Mitesser?

In der Lederhaut, so bezeichnet man die oberste Schicht der Haut, befinden sich unzählige kleine Drüsen, die für die Talgproduktion zuständig sind. Funktion dieses Talges ist es, Haut und Haare zu schützen und wasserabweisend zu machen. Wird zu wenig Talg produziert, ist die Haut trocken und die Haare spröde.

Aber auch eine erhöhte Talgproduktion ist keineswegs gut für den Körper – Hautreizungen und fettige Haare sind die Folge. Neben dem Schutz vor dem austrocknen, bieten gerade die Fettsäuren, die im Talg enthalten sind, einen Schutz vor Keimen und Erregern. Durch die fettige Schutzschicht – den Talg – können diese nicht in den Organismus eindringen.

Übrigens, die Talgproduktion hängt von einem großen Teil von Androgenen wie Testosteron ab. Wird viel Testosteron ausgeschüttet, beispielsweise in aufregenden oder stressigen Situationen, steigert sich auch Ihre Talgproduktion.

Bei einer normalen Talgdrüse wird der talg ganz einfach ausgeschüttet und verteilt sich von selbst auf der Haut. Ist die Haut allerdings an einer Stelle etwas verhornt oder wird übermäßig viel Talg produziert, können sich die feinen Kanäle der Drüse verstopfen. So entsteht ein Mitesser. Jetzt stellen Sie sich vielleicht die berechtigte Frage wie aus einer durchsichtigen Flüssigkeit ein dunkler Punkt in der haut entsteht.

Im Talg ist der Farbstoff Melanin enthalten. Kommt dieser mit Sauerstoff in Berührung verfärbt er sich. Wird der talg ganz normal ausgeschüttet, fällt Ihnen die Verfärbung allerdings nicht auf, da Ihre Haut ja auch einen bestimmten Farbton hat. Tritt dieser talg allerdings zentriert auf, kann man die dunkle Verfärbung des Stoffes deutlich unter der Haut erkennen.

Mittesser problemlos entfernen

Falls Sie es schon einmal probiert haben einen Mitesser auszudrücken, haben Sie vielleicht bemerkt, dass der in wenigen Tagen wieder da ist. Das passiert, da über die Finger Bakterien in die Wunde gelangen, diese anschwillt und so eine erneute Anstauung entsteht. Wender sollten Sie sich gründlichst die Hände waschen und auch desinfizieren bevor Sie sich an einem Mitesser versuchen. Nach dem Ausdrücken ist es ganz wichtig die Wunde rasch mit Desinfektionsmittel zu behandeln.

Es gibt allerdings auch andere Methoden um Mitesser simpel mit einigen Lebensmitteln und Utensilien aus Ihrem täglichen Bedarf zu entfernen. Zu diesen Methoden zählen zum Beispiel:

Backpulverpaste: Vermengen Sie für diese Methode einen Löffel Backpulver/reines Natron mit zwei Löffeln destilliertem Wasser. Tragen Sie sich die entstandene Maske auf, massieren Sie sie gut ein und waschen Sie sie gründlich wieder ab.

Zitronensaft: Die Mischung aus wenigen Tropfen Zitronensaft und einem Esslöffel Zucker ergibt ein wunderbares Peeling gegen Mitesser. Dieses einfach wieder in die betroffenen Stellen einmassieren.

Zahnpasta: Auch wenn es unglaubwürdig klingen mag, aber das Einreiben der betroffenen Hautstellen mit einer Zahnbürste und etwas Zahnpasta hilft mindestens genauso gut wie jedes Peeling. Nach der sanften Massage die Zahnpasta trocknen lassen und anschließend von der nun Mitesser freien Haut abziehen.

Honig: Auch Honig ist dafür bekannt gegen Mitesser zu helfen. Mit einer Maske aus Honig und Zimt können Sie sich die perfekte Maske für über Nacht zaubern. Vermengen Sie Honig und Zimt gut und tragen Sie es vor dem schlafen gehen auf Ihr gereinigtes Gesicht auf. Am nächsten Tag können Sie die Maske abwaschen und Ihr Gesicht strahlt vor Sauberkeit und Gesundheit.

Rohes Ei: ein Rezept für eine Anti-Mitesser-maske ist außerdem rohes Ei und Honig. Mischen Sie dafür zwei rohe Eiweiße mit einem Teelöffel Honig und tragen Sie diese Maske für 30 Minuten auf. Anschließend können Sie die Maske abziehen und Ihr Gesicht sorgfältig abspülen und in Ihrem Spiegel Ihr Mitesser freies Gesicht bewundern.

Mitesser verstehen und behandeln: Das Wichtigste im Überblick

Offene Mitesser (Blackheads) Verstopfte Pore mit direktem Kontakt zur Luft. Das enthaltene Melanin oxidiert durch Sauerstoff und färbt sich dunkel. Entstehen bevorzugt in der T-Zone: Nase, Stirn und Kinn. Kein Schmutz, sondern oxidierter Talg ist die Ursache der schwarzen Farbe.
Geschlossene Mitesser (Whiteheads) Verstopfte Pore ohne Luftkontakt. Erscheinen als kleine weißlich-gelbe Erhebungen unter der Hautoberfläche. Können sich zu offenen Mitessern oder entzündeten Pickeln weiterentwickeln, wenn sie unbehandelt bleiben.
Gesichtsdampfbad Warmer Wasserdampf öffnet die Poren und verbessert die Durchblutung. Kamille als Zusatz wirkt entzündungshemmend. Ein- bis zweimal pro Woche anwenden, anschließend die Haut reinigen. Erleichtert das Entfernen von Mitessern erheblich.
Salicylsäure (BHA) Bewährter Wirkstoff in Reinigungsgels, Seren und Masken. Fettlöslich, dringt tief in die Poren ein und löst Talg auf. Wirkt zusätzlich antibakteriell und entzündungshemmend. In Konzentrationen von 1 bis 2 Prozent für die tägliche Anwendung geeignet.
Nicht komedogene Pflege Produkte mit diesem Hinweis auf der Verpackung verstopfen die Poren nicht. Besonders wichtig bei fettiger oder zu Unreinheiten neigender Haut. Auch reichhaltige Pflegeprodukte ohne dieses Merkmal können neue Mitesser begünstigen.

Fazit: Mitesser verstehen und langfristig loswerden

Mitesser sind harmlos, aber für viele Menschen ein lästiges kosmetisches Problem, das sich hartnäckig hält. Der erste wichtige Schritt ist das Verständnis ihrer Ursache: Es handelt sich nicht um Schmutz in den Poren, sondern um oxidierten Talg, der durch Verhornungen nicht mehr abfließen kann. Wer das weiß, geht auch anders mit dem Problem um und greift seltener zum spontanen Ausdrücken mit den Fingern, das die Situation meistens nur verschlimmert.

Die gute Nachricht ist, dass sich Mitesser mit einer konsequenten, aber sanften Hautpflegeroutine dauerhaft deutlich reduzieren lassen. Tägliche milde Reinigung, ein bis zweimal wöchentlich ein Peeling und Produkte, die als nicht komedogen ausgewiesen sind, bilden die Grundlage. Wer ergänzend auf Wirkstoffe wie Salicylsäure setzt, kann die Talgproduktion regulieren und die Poren langfristig freier halten.

Hausmittel wie Honigmasken, Dampfbäder oder Backpulverpaste können eine sinnvolle und kostengünstige Ergänzung sein. Besonders das Dampfbad bereitet die Haut ideal auf eine anschließende Reinigung vor. Wer jedoch empfindliche oder reife Haut hat, sollte aggressive Hausmittel mit Zitronensaft oder starke mechanische Peelings meiden, da diese die Haut reizen und das Problem verschärfen können.

Wer trotz regelmäßiger Pflege keine Verbesserung sieht oder großflächige Unreinheiten bemerkt, ist gut beraten, einen Kosmetiker oder Hautarzt aufzusuchen. Eine professionelle Ausreinigung ist gründlicher als alles, was man zuhause erreichen kann, und setzt die Haut dabei nicht dem Risiko von Entzündungen oder Narben aus.

Häufig gestellte Fragen zu Mitessern

Mitesser sind weit verbreitet und betreffen Menschen jeden Alters. Diese fünf Fragen und Antworten helfen dabei, sie besser zu verstehen und wirkungsvoll zu behandeln.

Warum sind Mitesser schwarz und nicht einfach hautfarben?

Die schwarze Farbe hat nichts mit Schmutz zu tun, wie viele vermuten. Ein Mitesser entsteht, wenn sich Talg in einer verstopften Pore anstaut. In diesem Talg ist der Farbstoff Melanin enthalten. Sobald die Pore offen ist und die Talgmasse mit Sauerstoff in Berührung kommt, oxidiert das Melanin und verfärbt sich dunkel. Dasselbe Melanin ist übrigens auch für die Bräunung der Haut bei Sonneneinwirkung verantwortlich. Bei geschlossenen Mitessern, sogenannten Whiteheads, fehlt dieser Luftkontakt, weshalb sie weißlich-gelb bleiben und unter der Hautoberfläche verborgen sind.

Warum kommen Mitesser immer wieder zurück, auch wenn man sie ausdrückt?

Weil das Ausdrücken mit den Fingern die Ursache nicht beseitigt. Durch den Druck gelangen Bakterien von den Fingern in die geöffnete Pore, was zu einer Entzündung und erneuten Verstopfung führt. Zudem werden die feinen Porenränder durch unsachgemäßes Drücken gereizt, was die Talgproduktion lokal sogar ankurbeln kann. Wirkungsvoller ist es, die Ursache anzugehen: eine regelmäßige, sanfte Reinigung, ein- bis zweimal wöchentlich ein mildes Peeling und Pflegeprodukte, die die Poren nicht erneut verstopfen. Wer hartnäckige Mitesser hat, ist mit einem professionellen Ausreinigen beim Kosmetiker besser beraten.

Helfen Gesichtsdampfbäder wirklich gegen Mitesser?

Ja, als Vorbereitung sind sie sehr wirksam. Warmer Wasserdampf weitet die Poren, verbessert die Durchblutung der Haut und macht festsitzende Talgansammlungen weicher, sodass sie sich leichter lösen lassen. Ein Zusatz von Kamille wirkt zusätzlich entzündungshemmend und beruhigend auf die Haut. Empfohlen wird eine Anwendung ein- bis zweimal pro Woche: Heißes Wasser in eine Schüssel geben, den Kopf über den Dampf halten und mit einem Tuch abdecken. Nach etwa zehn bis fünfzehn Minuten die Haut sanft reinigen. Direkt nach dem Dampfbad sind die Poren am besten geöffnet und lassen sich schonender ausreinigen.

Treten Mitesser auch bei älteren Menschen noch auf?

Ja, durchaus. Mitesser sind zwar in der Pubertät am häufigsten, da dort die Talgproduktion durch Hormone besonders aktiv ist, aber sie können Menschen jeden Alters betreffen. Im Erwachsenen- und Seniorenalter begünstigen falsche Pflege, zu reichhaltige Cremes, hormonelle Veränderungen wie die Menopause sowie bestimmte Medikamente die Bildung von Mitessern. Da die Haut im Alter empfindlicher wird, ist eine sanfte, nicht komedogene Pflege besonders wichtig. Aggressive Hausmittel oder zu starke Peelings können bei reifer Haut mehr schaden als nützen und sollten sparsam eingesetzt werden.

Was bewirkt Salicylsäure bei Mitessern und ist sie für ältere Haut geeignet?

Salicylsäure gehört zu den Betahydroxysäuren (BHA) und ist einer der wirksamsten frei erhältlichen Wirkstoffe gegen Mitesser. Da sie fettlöslich ist, dringt sie tief in die Poren ein, löst dort angesammelten Talg auf und entfernt sanft abgestorbene Hornzellen. Gleichzeitig wirkt sie antibakteriell und entzündungshemmend. Für ältere Haut ist Salicylsäure in Konzentrationen von einem bis zwei Prozent gut verträglich, sofern die Haut anschließend mit Feuchtigkeit versorgt wird. Da Salicylsäure die Haut lichtempfindlicher machen kann, sollte am nächsten Tag ein Sonnenschutz mit mindestens LSF 30 aufgetragen werden.

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