50er Jahre Frisur: 10 Rockabilly Herrenfrisuren

50er Jahre Frisur

Ein markantes Erscheinungsbild verleiht vielen Männern das gewisse Etwas. Eine 50er Jahre Frisur repräsentiert bis heute Selbstbewusstsein und ein unverwechselbares Styling, das auf zahlreichen Events oder im Alltag Aufmerksamkeit garantiert. Rockabilly-Elemente wie hohe Haartollen und präzise Rasuren verbinden Retro-Chic mit moderner Männlichkeit. Typische Merkmale dieser Stilrichtung sind klare Linien, definierte Scheitel und der gezielte Einsatz von Pomade. All das macht die 50er Jahre Frisuren besonders interessant für Herren, die Wert auf Individualität legen. Wer Rock ’n’ Roll mag und stilbewusst auftreten möchte, erfährt hier, was diese Looks auszeichnet und wie sie sich formen lassen.

Bestimmte Aspekte spielen bei jedem dieser Styles eine wichtige Rolle, um den ikonischen Charakter zu erhalten und die Haare in die gewünschte Form zu bringen. Eine präzise Schnitttechnik ist Voraussetzung, um beispielsweise eine elegante Tolle oder einen flachen Oberkopf zu stylen. Bei einigen Varianten wird auch rasierten Seiten besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Pomade gehört zu den zentralen Stylingprodukten, weil sie für Halt und Glanz sorgt. Darüber hinaus kommt es auf eine klare Linienführung im Nacken- und Seitenbereich an.

Einige zentrale Merkmale, die nahezu alle Rockabilly- und Vintage-Looks auszeichnen, lassen sich übersichtlich darstellen:

  • Eine saubere Grundlage: Das Haar sollte vor dem Auftragen von Pomade oder Gel stets gewaschen und gut abgetrocknet sein, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
  • Definierte Konturen: Präzise rasierten Seiten oder akkurate Übergänge wirken professionell und unterstreichen den Retro-Charme.
  • Gezieltes Volumen: Ein klassisches 50er-Jahre-Styling lebt von hohen Tollen oder aufgestellten Pony-Partien, die den charakteristischen Rockabilly-Look vollenden.

Der Einsatz dieser Elemente erlaubt es, verschiedenen Gesichtsformen zu schmeicheln und ein stimmiges Gesamtbild zu erzeugen. Mit dem richtigen Know-how und etwas Übung lassen sich viele Retro-Kreationen zu Hause gestalten. Friseursalons, die auf klassische Schnitte spezialisiert sind, bieten zudem professionelle Beratung. Zahlreiche Herren greifen regelmäßig zu Pomade oder Wachs, um das Haar den ganzen Tag in Form zu halten. Für Einsteiger empfiehlt sich eine leichte Pomade, während Fortgeschrittene auf stärkere Produkte setzen können, um ausgefallenere Rockabilly-Looks umzusetzen. Nachfolgend stehen zehn charakteristische Frisuren, die sich an den Stil der 50er Jahre anlehnen.

1. Pompadour – Klassiker der 50er Jahre Frisur

Pompadour

Der klassische Pompadour bringt eine voluminöse Haartolle am Vorderkopf hervor, die den Retro-Glamour verkörpert. Er fällt vor allem durch seine Höhe und die nach hinten auslaufende Form auf. Die Seiten wirken dabei kürzer geschnitten oder sauber anliegend, was den Kontrast zur voluminösen Front verstärkt. Pomade ist der Schlüssel, um die Haare geschmeidig und glänzend zu halten. Ein Kamm erleichtert das Formen der Tolle, während ein Föhn bei der Volumenbildung hilft.

Regelmäßiges Nachschneiden ist ratsam, um die typische Silhouette beizubehalten. Bei dieser Variante wird das Haupthaar meist länger gelassen, gerade im Bereich der Stirn, damit das Aufstellen möglichst unkompliziert ist. Vor allem Männer mit ovalen oder leicht runden Gesichtsformen profitieren davon, weil der Pompadour das Gesicht optisch streckt. Diese Rockabilly-Ikone lässt sich gut mit einem dünnen Kamm stylen: Zunächst eine kleine Menge Pomade zwischen den Handflächen verreiben, danach die Spitzen nach oben ziehen und behutsam in Form bringen. Die nach hinten auslaufenden Seiten werden geglättet, sodass ein gleichmäßiger, geschwungener Übergang entsteht.

Ein leichter Glanz oder ein stärkerer Wet-Look kann je nach Vorliebe gewählt werden. Traditionell zeigt sich der Pompadour mit mittlerem bis starkem Halt. Weniger ist oft mehr, um den Look flexibel anpassen zu können. Wer eine klassische 50er Jahre Frisur bevorzugt, trifft mit dieser Variante eine zeitlose Wahl, die bis heute als Aushängeschild des Rockabilly-Stils gilt.

2. Flat-Top

Flat-Top

Der Flat-Top bringt Struktur und Geradlinigkeit in den Vordergrund. Das Haupthaar wird beim Flat-Top oben nahezu flach gehalten, während die Seiten oft kurz rasiert oder zumindest deutlich kürzer geschnitten werden. Wer diesen Look tragen will, benötigt eine gewisse Haarlänge am Oberkopf, denn das Ziel ist eine plane, rechteckige Silhouette. Beim Stylen wird das Deckhaar senkrecht in die Höhe gekämmt und anschließend gerade getrimmt, bis eine deutliche horizontale Linie entsteht. Pomade, Gel oder ein starkes Haarspray sorgen für Halt, sodass das Haar den ganzen Tag aufrecht bleibt.

Diese Frisur ist für Männer geeignet, die ein kantiges und sportliches Erscheinungsbild anstreben. In den 50er Jahren war der Flat-Top bei Angehörigen des Militärs weit verbreitet, bevor er seinen Weg in die Rock ’n’ Roll-Szene fand. Mittlerweile ist er ein Blickfang für alle, die klare Formen betonen möchten. Neben dem akkuraten Schnitt ist ein geschicktes Händchen beim Styling gefragt, um die geradlinige Kontur zu wahren. Manche lassen auch an den Seiten einen sanften Übergang stehen, damit das Ergebnis nicht zu extrem wirkt.

Ein präziser Rasiertrimmer ist besonders hilfreich, wenn die Seitenpartien sehr kurz gehalten werden sollen. Ein typischer Flat-Top hebt vor allem eckige Gesichtszüge hervor und kann sogar ein etwas runderes Gesicht markanter erscheinen lassen. Wer einen maskulinen und auffälligen Haarschnitt sucht, findet in diesem 50er-Jahre-inspirierten Stil eine charakterstarke Option. Scharfe Konturen und eine kompromisslos flache Deckhaarpartie sind entscheidend, um den typischen Vintage-Eindruck zu erzeugen.

3. Ducktail (D.A.)

Ducktail (D.A.)

Der Ducktail, im Volksmund auch D.A. („Duck’s Ass“) genannt, betont eine nach hinten zusammenlaufende Form, die optisch an das Hinterteil einer Ente erinnert. Im oberen Teil ähnelt er oft dem Pompadour, während die Haare am Hinterkopf in der Mitte aufeinandertreffen, wodurch eine einprägsame Linie entsteht. Dieser Stil war in den 50ern bei jungen Männern ein Zeichen von Rebellion und Unabhängigkeit. Pomade mit starkem Halt erleichtert es, die Strähnen im Nacken sauber zusammenzuführen. Ein Kamm mit schmalen Zinken ist hilfreich, um die exakte Trennlinie hinzubekommen.

Der Ducktail wirkt besonders gut bei mittellanger Haarstruktur, denn die Übergänge werden nicht extrem kurz rasiert. Stattdessen legt man Wert auf ein harmonisches Auslaufen an den Seiten. Wer eine markante Nackenpartie möchte, kann die Haare dort minimal kürzer halten, um die Enten-Silhouette noch deutlicher zu machen. Mit einem Rundkamm lässt sich das Deckhaar leicht auftoupieren, ehe man es nach hinten kämmt.

Das Gesamtergebnis ist oft voluminös und zugleich elegant. Die Tolle im Stirnbereich kann nach Bedarf höher oder flacher ausfallen. Eine gewisse Pflege ist unerlässlich, da sich bei längeren Partien im Nacken gerne Wirbel bilden. Pomade verhindert, dass einzelne Strähnen herausstehen, und sorgt für den charakteristischen Glanz. Der Ducktail war damals ein Statement gegen konservative Kurzhaarschnitte und hat bis heute seine Fangemeinde, die diesen unverwechselbaren Retro-Charakter schätzt.

4. Slick Back

Slick Back

Ein Slick Back gilt als zeitloser Klassiker, der die 50er ebenso geprägt hat wie andere Epochen. Die Haare werden dabei glatt nach hinten gekämmt und eng am Kopf anliegend gestylt. Das Resultat ist ein eleganter, gepflegter Look. In der Rockabilly-Szene wurde diese Ausrichtung oft mit glänzender Pomade kombiniert, um dem Ganzen einen intensiven Schimmer zu verleihen. Die Seiten können je nach Geschmack kürzer ausfallen oder ebenfalls auf mittlerer Länge bleiben, solange sie sich konsequent nach hinten stylen lassen.

Eine Grundlage mit feuchtem Haar erleichtert das Styling. Mit den Händen oder einem Kamm wird Pomade gleichmäßig in die gesamte Frisur eingearbeitet. Anschließend sorgt mehrmaliges Glattkämmen für eine saubere Linie ohne Strähnen. Manche setzen auf einen leichten Wet-Look, der die Schlichtheit unterstreicht, während andere eine festere Variante bevorzugen, damit auch beim Tanzen alles an Ort und Stelle bleibt.

Der Slick Back bietet vielfältige Kombinationsmöglichkeiten. Ein kurzer Bart oder ein akkurat gestutzter Schnurrbart ergänzt den Retro-Charakter. Wer diesen Stil trägt, sendet ein Signal für Souveränität und Stilbewusstsein. Das Deckhaar darf durchaus etwas länger sein als bei einem strengen Business-Cut, solange es sich ohne Widerspenstigkeit nach hinten führen lässt. Dieser dezente und doch ausdrucksstarke Haarschnitt ist eine gute Wahl für Männer, die auf eine ausgewogene Balance zwischen Tradition und Moderne setzen.

5. Elvis-Style Quiff

Elvis-Style Quiff

Die Elvis-Style Quiff verweist auf den legendären Star, der den Rock ’n’ Roll geprägt und ihm ein unverkennbares Gesicht gegeben hat. Der Fokus liegt auf einer hohen, auffälligen Tolle im Stirnbereich, die teilweise noch voluminöser als beim klassischen Pompadour ausfallen kann. Die Seiten werden nicht zu kurz gehalten, damit das Gesamtbild harmonisch bleibt. Üblicherweise erreicht man diesen Effekt, indem man das Haar in der vorderen Partie deutlich länger lässt.

Ein gutes Maß an Pomade oder Haarwachs wird von vorne nach hinten eingearbeitet, während man gleichzeitig mit den Fingern oder einem Kamm die Tolle anhebt und formt. Das Deckhaar bleibt dynamisch, was eine gewisse Flexibilität ermöglicht. Wer den originalgetreuen Look bevorzugt, führt die Strähnen an der Stirn hoch und kämmt sie anschließend leicht schräg nach hinten. Eine feine Strähne kann leicht ins Gesicht fallen und so den leicht rebellischen Touch unterstreichen.

Dieser Stil steht für jugendliche Energie und Selbstbewusstsein. Ein präziser Übergang an den Seiten lässt den oberen Part noch dominanter wirken. Das Haar im Nacken kann nach Belieben gekürzt oder auf mittlerer Länge belassen werden. Dadurch bleibt mehr Spielraum beim Kämmen. Die Elvis-Style Quiff eignet sich für Männer, die gerne im Mittelpunkt stehen und ein Stück Rockabilly-Geschichte mit sich tragen möchten. Mit ein wenig Übung lassen sich verschiedene Variationen gestalten, vom dezenten Ansatz bis zur imposanten Bühnen-Tolle.

6. Ivy League

Ivy League

Die Ivy League hat zwar ihre Wurzeln in den traditionsreichen Elite-Universitäten der USA, doch auch in den 50er Jahren war diese Frisur sehr beliebt und fand Anklang bei Rockabilly-Fans, die es dezenter mögen. Die Haarlänge bleibt dabei insgesamt kürzer als bei pompösen Tollen, aber länger als ein reiner Militärschnitt. Oberkopf und Ponypartie bieten noch genug Spielraum, um sie mit Pomade leicht anzuheben oder seitlich zu kämmen.

Charakteristisch ist ein sauberer Seitenscheitel, der oft mit einem Kamm präzise gezogen wird. Die Seiten verlaufen sanft gestuft, ohne harte Rasierkanten. Das Deckhaar kann dezent nach oben frisiert werden, wobei man mit geringer Menge Pomade ein natürliches Ergebnis erzielt. Wer einen besonderen Akzent setzen möchte, kann die vorderen Strähnen leicht nach hinten stylen und so einen Mini-Pompadour-Effekt erzielen.

Die Ivy League kombiniert Sportlichkeit mit Eleganz. Sie unterstreicht markante Gesichtszüge und eignet sich besonders für Herren, die einen unkomplizierten Vintage-Look wollen. Ein gepflegter Haarschnitt in regelmäßigen Abständen hält die Linie in Form. Mit wenig Aufwand und Zeitaufwand lässt sich das Styling jeden Morgen wiederherstellen, was diese Variante für viele Männer interessant macht. Die Ivy League wirkt modern und zugleich klassisch und unterstreicht somit eine zeitlose Ästhetik.

7. Crew Cut

Crew Cut

Der Crew Cut ist seit jeher ein Symbol für männliche Lässigkeit. Er war in den 50er Jahren bei Sportlern, Militärangehörigen und jungen Rebellen gleichermaßen beliebt. Das Haar wird an den Seiten und am Hinterkopf kurz gehalten, während das Deckhaar nur ein wenig länger bleibt. Die Übergänge sind weich, sodass eine harmonische Silhouette entsteht. Pomade wird sparsam oder manchmal gar nicht verwendet, da der Fokus auf einer klaren Struktur liegt.

Das Deckhaar kann vorne etwas angehoben werden, wenn Sie die Rockabilly-Note unterstreichen möchten. Oft ist es ausreichend, das Haar nach dem Waschen leicht anzutrocknen und mit dem Kamm in die gewünschte Richtung zu führen. Wer einen leicht strubbeligen Effekt bevorzugt, kann die Haarspitzen mit wenig Wachs akzentuieren. Für Männer mit einer aktiven Lebensweise ist dieser Stil besonders praktisch, da er kaum Pflegeaufwand erfordert.

Ein gut geschnittener Crew Cut betont die Gesichtsform, ohne zu aufdringlich zu wirken. Er passt zu vielen Outfits und Gelegenheiten, ob Business-Meeting oder Konzertbesuch. Die Rockabilly-Wirkung zeigt sich, wenn etwas mehr Länge gelassen wird und die vordere Partie leicht in die Höhe gekämmt wird. Dadurch entsteht ein dezenter Hauch von Vintage-Flair, der nicht nur sportlich, sondern auch modisch überzeugt.

8. Comb Over

Comb Over

Der Comb Over gilt als Inbegriff ordentlicher Haarmode und hat in den 50er Jahren durchaus eine Rockabilly-Interpretation erfahren. Der Seitenscheitel übernimmt die Hauptrolle, während das Deckhaar mit Pomade oder Gel auf die andere Seite gekämmt wird. Die Länge oben darf dabei variieren: Manche wählen nur einen leichten Ansatz, andere mögen eine deutlich längere Partie für mehr Volumen. Besonders wichtig ist die Klarheit des Scheitels, der das Gesicht strukturiert.

Die Seiten werden entweder kurz geschnitten oder mittelkurz belassen, damit ein weicher Übergang entsteht. Das Styling selbst ist unkompliziert: Mit einem Kamm lässt sich der Scheitel präzise ziehen. Anschließend wird das Deckhaar gleichmäßig in die gewünschte Richtung gelegt. Ein wenig Pomade sorgt für Glanz und Halt. Wer auf einen moderneren Twist setzt, kann die Spitzen leicht auflockern, damit der Look nicht zu streng wirkt.

Der Comb Over passt zu Männern, die Wert auf Eleganz legen und dennoch einen Hauch Retro versprühen möchten. Er erlaubt verschiedene Variationen, etwa ein leicht angehobener Pony oder ein voluminöser Übergang vom Scheitel zur Stirn. Ein gut gefertigter Comb Over kaschiert unter Umständen sogar dünner werdendes Haar an der Oberseite, was in den 50er Jahren schon ein beliebter Trick war. Das Resultat ist ein gepflegter Stil, der in der Rockabilly-Szene durch kleine Anpassungen und mehr Pomade den gewünschten Vintage-Effekt erzielt.

9. College Cut

College Cut

Der College Cut ähnelt in seiner Grundidee der Ivy League, setzt aber stärker auf eine ausgewogene Länge zwischen Oberkopf und Seiten. Besonders Studenten und junge Erwachsene nutzten diesen Schnitt als stilvolle Alternative zu sehr kurzen Militärfrisuren. Die Haare am Deckkopf sind merklich länger und können leicht frisiert werden. Dennoch bleibt das Gesamtergebnis relativ unkompliziert und alltagstauglich.

Eine exakte Kontur um die Ohren und im Nackenbereich wirkt gepflegt. Wer den Rockabilly-Charme unterstreichen möchte, arbeitet mit einer dezenten Pomade, um das Haar in Richtung Hinterkopf zu legen oder einen kleinen Schwung in den Pony zu bringen. Ein Kamm mit mittlerer Zahnung hilft, eine saubere Struktur zu formen, ohne die Natürlichkeit zu verlieren. Der College Cut wirkt weniger auffällig als eine hohe Tolle, trägt aber dennoch einen Hauch 50er-Flair.

Bei diesem Stil fällt auf, dass sich zahlreiche Stylingoptionen bieten. Ein leichter Seitenscheitel passt ebenso gut wie ein nach hinten gekämmtes Deckhaar. Die Haarlänge im Nacken und an den Seiten lässt sich variieren, sodass sich die Frisur an verschiedene Kopfformen anpasst. Wer eine alltagstaugliche 50er Jahre Frisur mit minimalem Pflegeaufwand sucht, findet im College Cut eine ausbalancierte Lösung zwischen Retro und Moderne.

10. Rockabilly Undercut

Rockabilly Undercut

Der Rockabilly Undercut verbindet den Charme der 50er mit einem markanten Undercut, der erst in späteren Jahrzehnten richtig populär wurde. Die Seiten und der Hinterkopf werden sehr kurz gehalten oder sogar rasiert, während das Deckhaar länger bleibt. Auf diese Weise entsteht eine starke Trennung zwischen den Längen, die das Auge sofort auf den oberen Bereich lenkt. Dort entsteht genügend Spielraum, um hohe Tollen, Quiffs oder ein Slick-Back-Styling zu verwirklichen.

Besonders Männer, die einen jungen, frischen Look möchten, profitieren von dieser Mischung. Pomade oder Wachs hilft, Volumen und Halt zu schaffen. Beim Föhnen lässt sich das Haar zunächst senkrecht anheben, ehe es im gewünschten Winkel nach hinten oder zur Seite gelegt wird. Wer den Undercut zusätzlich betonen will, lässt manchmal sogar eine feine Rasierlinie als Übergang stehen, was dem Ganzen eine moderne Note verleiht. Trotzdem bleibt der Retro-Charakter durch die typische Anhebung des Deckhaars und den klassischen Scheitel erhalten.

Der Rockabilly Undercut erlaubt es, verschiedene Stilelemente zu kombinieren. Beispielsweise kann der Ponybereich kürzer oder länger ausfallen, je nachdem, ob Sie lieber eine kleine Tolle oder eine ausladende Variante tragen. Die Kontraste zwischen den sehr kurzen Seiten und dem üppigen Deckhaar vermitteln eine gewisse Extravaganz. Mut, den eigenen Stil zu zeigen, war schon in den 50er Jahren ein wichtiger Antrieb für Männer, die sich von der Masse abheben wollten. Dieser Undercut führt die Tradition fort, indem er alte und neue Einflüsse zu einem unverkennbaren Look vereint.

Name der Frisur Charakteristik Styling-Aufwand
Pompadour Hohe Tolle, klassischer Rockabilly-Look Mittel bis hoch (Föhnen, Pomade)
Flat-Top Flacher Oberkopf, akkurater Schnitt Hoch (Präziser Haarschnitt)
Ducktail Nach hinten zusammenlaufender Nacken Mittel (Pomade, genaue Linien)
Slick Back Glatt nach hinten gekämmt Niedrig (Pomade, Kamm)
Elvis-Style Quiff Hohe Tolle, teils noch voluminöser Mittel bis hoch (Volumenaufbau)
Ivy League Kürzere Seiten, sauberer Seitenscheitel Niedrig bis mittel (leichte Pomade)
Crew Cut Kurze Seiten, moderat längeres Deckhaar Niedrig (minimaler Produkteinsatz)
Comb Over Klarer Seitenscheitel, Haare rübergekämmt Niedrig bis mittel (Präziser Scheitel)
College Cut Ausgewogene Haarlänge, dezent frisiert Niedrig (Alltagstauglich)
Rockabilly Undercut Kontrast zwischen kurz rasierten Seiten und langem Deckhaar Mittel bis hoch (Volumen und Übergang)

Die Wahl zwischen diesen Varianten hängt von persönlichen Vorlieben und Gesichtsformen ab. Ein wichtiger Aspekt ist, dass alle Rockabilly-Looks darauf abzielen, Individualität auszudrücken. Ein akkurater Schnitt gilt als Fundament, und das Styling wird durch geeignete Produkte wie Pomade, Wachs oder Gel verfeinert. Wer noch unsicher ist, kann zunächst mit einer leichteren Frisur oder einer minimalen Tolle beginnen und sich nach und nach an die auffälligeren Formen herantasten. So lässt sich schnell herausfinden, was am besten zur eigenen Persönlichkeit passt. Zusätzlich lohnt es sich, auf die Pflege zu achten, damit das Haar gesund und glänzend bleibt. Viele Männer investieren in hochwertige Pomaden oder Shampoos, die speziell für gestyltes Haar entwickelt wurden, um das Retro-Flair aufrechtzuerhalten.

Fazit

Die 50er Jahre sind ein Synonym für Rebellion, Individualität und den Aufbruch in eine neue Jugendkultur. Rockabilly-Frisuren haben sich in dieser Zeit fest etabliert und entwickeln bis heute ihre Wirkung. Der Pompadour mit seiner markanten Tolle ist dabei nur ein Beispiel für den Variantenreichtum. Ob eleganter Slick Back, kantiger Flat-Top oder betont lässiger Crew Cut – jede Ausprägung bringt ihren eigenen Charakter mit und passt zu unterschiedlichen Typen. Wer ein Faible für Vintage-Stile hat, findet in diesen Haarschnitten wahre Klassiker, die stets modern interpretiert werden können.

Eine 50er Jahre Frisur vermittelt den Esprit vergangener Rock ’n’ Roll-Zeiten. Das Spiel mit Pomade, Kamm und gelegentlich auch einem Föhn eröffnet viele Möglichkeiten, den Stil ganz individuell auszuleben. Manche bevorzugen eine zurückhaltende Ausführung, während andere extravagantere Varianten lieben. Wichtig bleibt immer eine gewisse Pflege und regelmäßige Konturkorrektur. Professionelle Barber-Shops oder spezialisierte Friseure sind die ideale Anlaufstelle, wenn es um Schnitt und Stylingtipps geht. Wer sich auf dieses Abenteuer einlässt, wird feststellen, dass Retro-Frisuren nicht nur gut aussehen, sondern auch ein eigenständiges Lebensgefühl transportieren. Ein Auftritt mit Rockabilly-Flair hinterlässt fast immer einen bleibenden Eindruck und zeugt von modischem Selbstbewusstsein.

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