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Altbewährte Naturheilmittel wiederentdeckt

Altbewährte Naturheilmittel wiederentdecktBigstock I Copyright: nikolayUkraine I ID: 305836279

Viele Senioren erinnern sich vermutlich noch an die Zeit, wo es nicht für jedes Wehwehchen ein Medikament gab, sondern man sich mit Naturheilmittel behalt. Überlieferungen zufolge sagte schon die 1098 geborene Benediktinerin, Dichterin und Gelehrte Hildegard von Bingen, das „gegen alles ein Kraut gewachsen“ sei.

Doch viele greifen heute eher zu chemischen Keulen, als mit Naturheilmitteln gegen Beschwerden vorzugehen. Natürlich ersetzen sie keine Therapie bei schwerwiegenden Erkrankungen. Doch bei dem einen oder anderen alltäglichen Gesundheitsproblem können sie als Ersthelfer durchaus nützlich sein.

Naturheilmittel, wenn der Bauch rebelliert

Die Zahlen sind alarmierend: Bei einer 2017 durchgeführten Umfrage in Deutschland gaben 11 Prozent an, mehrmals pro Monat an Magen- oder Darmproblemen zu leiden. In Österreich sehen die Statistiken nicht viel anders aus.

Grund dafür ist vielfach eine falsche Ernährung, die zu Verstopfung, Durchfall oder Blähungen führt. Doch auch das Trinkverhalten spielt eine entscheidende Rolle bei der Verdauung: Obwohl im Alter das Durstgefühl nachlässt, sollten Sie pro Tag mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen.

Darüber hinaus lohnt es sich bei häufigen Darm- und Magenbeschwerden folgende Naturheilmittel im Haus zu haben:

  • Gegen unangenehme Blähungen, die durch einen zu hohen Gasgehalt im Darm entstehen, helfen diverse Tees. Schon für Babys, die häufig an Bauchschmerzen leiden, werden Kümmel, Anis und Fenchel empfohlen. Bei anhaltenden Beschwerden trinken Sie einfach mehrmals pro Tag eine Tasse. Als Alternative bietet sich „Windwasser“ an, das Apotheker nach bewährter Rezeptur herstellen: Bestandteile sind Kümmel-, Fenchel-, Kamillen-, Zitronen- und Pfefferminzöl sowie Wasser.
  • Durchfall zählt zu den besonders unangenehmen Darmproblemen. Auch dabei helfen Naturheilmittel wie Pfefferminztee. Auch Schwarzer Tee hilft dabei, die Flüssigkeit im Darm zu binden. Als natürliches Bindemittel bietet sich geriebener Apfel an: Wichtig dabei ist, dass Sie die Frucht nicht schälen. Das Pektin, das als natürliches Geliermittel gilt, ist nämlich vorwiegend in der Schale enthalten. Nach dem Reiben lassen Sie das Obst am besten 15 Minuten stehen.
  • Naturheilmittel kommen auch bei Verstopfung zur Anwendung: Bewährt hat sich z.B. Sauerkrautsaft, den Sie auf nüchternen Magen trinken. Ein altes Naturheilmittel sind auch eingeweichte Backpflaumen: Weichen Sie die Trockenfrüchte am Abend in etwas Wasser ein und verzehren Sie diese am nächsten Tag samt der Flüssigkeit

Mit Naturheilmittel gegen Erkältungen vorgehen

Mit seinen ätherischen Ölen und den Scharfstoffen Shogaole und Gingerole ist Ingwer eine wahre Wunderknolle. Sie liefert wertvolle Inhaltsstoffe wie Magnesium, Kalium, Kalzium und Eisen. Auch der Vitamin C Gehalt trägt zur Stärkung des Immunsystems bei. Einer der Gründe warum sich Ingwer als Naturheilmittel bewährt hat ist, dass Gingerole ähnlich wie Acetylsalicylsäure aufgebaut ist.

Diese ist als schmerzlindernde Substanz in vielen Medikamenten enthalten. Wen eine Erkältung plagt, der profitiert außerdem von der wärmenden Wirkung der Knolle. Die Anwendung ist denkbar einfach: Man schneidet einige Scheiben der Knolle ab und kocht sie in Wasser kurz auf. Danach lässt man die Mischung ziehen – je länger umso schärfer wird das Getränk.

Bei Halsschmerzen bietet sich die Behandlung mit Salbei ein: Eine Gurgellösung können Sie ganz leicht selbst herstellen. Dazu übergießen Sie einen Teelöffel Kräuter mit rund 250 Milliliter heißem Wasser. Solange die Beschwerden bestehen, gurgeln Sie alle zwei Stunden damit. Fieber lässt sich mit den altbewährten Essigkompressen senken. Tauchen Sie ein Paar alte Baumwollsocken in Essigwasser, drücken Sie überschüssige Flüssigkeit aus und ziehen Sie die Socken an.

arüber kommen trocken Socken, nach rund 20 Minuten lässt die kühlende Wirkung nach. Dann sind die „Patscherl“ zu entfernen. Zwiebeln schmecken nicht nur gut, sie punkten auch als Naturheilmittel.

Bei Bronchitis lohnt es sich, die Heilung mit einem kalten Zwiebelwickel zu beschleunigen. Dazu werden geschälte Zwiebel mit einem Nudelholz gequetscht und über die Brust gelegt. Hilfe bei Ohrenschmerzen bringt ein warmer Ohrenwickel: Dabei werden die Zwiebel im Backrohr oder zwischen zwei Wärmeflaschen erhitzt.

Mit Naturheilmitteln gegen Schlafstörungen vorgehen

Ungefähr die Hälfte aller Menschen über 60 Jahre leiden an Schlafstörungen. Dafür gibt es viele Ursachen: Einerseits sind einige nicht entsprechend ausgelastet und wälzen sich daher während der Nachtstunden von einer Seite zur anderen. Doch auch Probleme wie der Verlust des Partners oder Einsamkeit führen dazu. Zum Glück gibt es verschiedene Naturheilmittel, die sich bei Schlafproblemen schon seit langem bewährt haben.

Die erste Wahl ist Baldrian: Die Wirksamkeit bei innerer Anspannung und Schlafstörungen sind sogar wissenschaftlich erwiesen. Grund dafür, dass diese Pflanze besonders gut beim Ein- und Durchschlafen hilft sind die darin enthaltenen ätherischen Öle. Vor allem Bornylacetat führt zu einer Verbesserung der Schlafqualität.

In vielen Naturheilmittel gegen Schlafstörungen ist außerdem Passionsblume zugesetzt. Sie wirkt beruhigend und löst Krämpfe. Besonders gut hilft sie bei Einschlafproblemen. Oft gibt es in Apotheken Kombinationspräparate mit Baldrian und Hopfen.

Ebenfalls bewährt hat sich der lila blühende Lavendel: Er kann ebenfalls als Tee genossen vor dem Schlafengehen getrunken werden. Einen zarten Duft holen Sie in Ihr Schlafzimmer, wenn Sie sich auf ein Lavendelkissen betten. Handwerklich geschickte Senioren nähen getrocknete Lavendelblüten in ein Baumwolltuch ein und machen sich die beruhigenden Kissen selbst.

Lavendel eignet sich darüber hinaus perfekt als Badezusatz. Überhaupt tragen warme Bäder vor dem Schlafengehen dazu bei, dass Sie besser zur Ruhe kommen. Vielleicht kennen Sie aus Kindertagen den Trunk Milch mit Honig: Auch er soll Schlaf fördern und zu einer angenehmen Nachtruhe beitragen. Zwar ist die Wirkung nicht erwiesen, doch alleine das Ritual sich abends ein warmes Getränk zu gönnen kann sich positiv auswirken.


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