Popular Posts

Behalten Sie Ihren Salzkonsum im Auge

Behalten Sie Ihren Salzkonsum im AugeBigstock I ID: 291628138 I Copyright: vvoevale

Über den Salzkonsum machten sich Menschen in der Vergangenheit weniger Sorgen als um die Frage wie sie sich das beliebte Gewürz leisten konnten. Heute kaufen Sie Ihr Speisesalz im Supermarkt um weniger als einen Euro pro Packung, doch früher war das „weiße Gold“ sogar teurer als das Edelmetall.

Bei den Kelten galt Salz als Zahlungsmittel, sie bauten bereits 600 v. Chr. in Hallein Salz ab und tauschten es mit den Römern gegen andere Waren. Schon in der Vergangenheit galt Salz nicht nur als Gewürz, sondern wurde auf vielfältige Weise hergestellt. Vor der Erfindung des Kühlschranks diente es als Konservierungsmittel, noch heute gelangen 80 Prozent des hergestellten Salzes in die Industrie.

Interessante Fakten zum Thema Salzkonsum

In der Vergangenheit gab es Zeiten wo sich nur die gehobene Gesellschaftsschicht Salz leisten konnte. Das ist heute ganz anders: Da die Salzquellen der Welt schier unerschöpflich sind und der Rohstoff daher nicht limitiert ist, zahlen Sie im Supermarkt nur so wenig dafür. Vielleicht ist das mit ein Grund, warum der Salzkonsum deutlich höher ist als empfohlen

  • Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, pro Tag 5 Gramm Salz zu konsumieren. Das ist ungefähr ein Teelöffel
  • Bei Kindern unter drei Jahren soll die Menge 2 Gramm nicht übersteigen
  • Nur 20 bis 25 Prozent des Salzkonsums setzen Sie Mahlzeiten selbst zu, der Rest stammt aus bereits verarbeiteten Lebensmitteln
  • In Österreich wird in jeder Altersgruppe deutlich mehr Salz konsumiert als empfohlen, 10 und mehr Gramm sind üblich
  • Durch die Ausscheidung und bestimmte Stoffwechselvorgänge gehen pro Tag drei bis fünf Gramm Natriumchlorid (also Kochsalz) verloren
  • Einen erhöhten Salzbedarf haben Sie, wenn Sie beim Sport viel schwitzen oder Fieber haben

Völlig auf Salz zu verzichten ist keine Option, da der Stoff für den Körper lebensnotwendig ist.

Wofür Salz im Körper gebraucht wird

Auf den Salzkonsum zu achten lohnt sich, ihn jedoch völlig herunterzufahren kann mitunter gesundheitsgefährlich sein. Natriumchlorid spielt nämlich eine entscheidende Rolle im Flüssigkeitshaushalt.

Die beiden Stoffe sind nämlich dafür zuständig, dass der Körper Mineralstoffe und Spurenelemente aufnehmen kann. Möglich macht das ein aus der Biologie bekanntes Phänomen, die Osmose. Dabei gelangen nur bestimmte Stoffe durch eine halbdurchlässige Wand.

Auf der einen Seite der Zellwand ist die Salzkonzentration anders als auf der anderen. Ist sie im Inneren der Zelle höher, strömt Wasser aus der Zelle. Im umgekehrten Fall gelangt Wasser mit Nährstoffen in den Innenraum.

Eine weitere wichtige Funktion von Salz ist die Weiterleitung von Reizen. Dafür ist in erster Linie das in Salz enthaltene Natrium zuständig. Während im Ruhezustand Kalium vermehrt in den Zellen vorhanden ist, wird im Zustand der Erregung die Zellwand durchlässig für Natrium.

Das verursacht eine Veränderung der elektrischen Ladung und somit gelangt ein elektrischer Impuls zum Gehirn. Chloridionen spielen bei der Verdauung eine zentrale Rolle. Sie sind unter anderem in der Magensäure enthalten, die Krankheitserreger eliminiert. Auch um Knochen aufzubauen benötigt der Körper Salz.

Was zu hoher Salzkonsum bewirkt

Der Salzkonsum hängt in engem Zusammenhang mit dem Blutdruck. Je mehr Salz Sie konsumieren, umso höher muss der verfügbare Flüssigkeitsanteil im Körper sein. Ist Ihr Salzkonsum zu hoch und trinken Sie wie viele Senioren zu wenig, zieht der Organismus Wasser aus den Zellen ab.

Ist Ihr Salzkonsum zu hoch, ziehen sich die Blutgefäße zusammen und der Blutdruck steigt. Die Auswirkungen von Salz auf den Blutdruck sind allerdings nicht bei allen Menschen gleich. Manche vertragen Salz besser als andere, wofür eventuell genetische Faktoren verantwortlich sind. Auch der Lebensstil im Allgemeinen, die Ernährung und das Körpergewicht sind entscheidend.

Erhöht sich wegen des langfristig zu hohen Salzkonsums der Blutdruck, sind Folgeerkrankungen zu befürchten. Dazu zählen Schädigungen der Blutgefäße, Herzinfarkt und Schlaganfall. Doch die Auswirkungen von zu viel Salz reichen noch weiter.

Untersuchungen haben ergeben, dass es dadurch zu einer Veränderung der Darmflora kommt. Auch das Immunsystem scheint von einem zu hohen Konsum beeinträchtigt zu sein. Als Geschmacksverstärker führt Salz zu vermehrtem Appetit. Vor allem in Zusammenhang mit Fetten wie in Chips und anderen Knabbereien macht es sich bald auf der Waage bemerkbar.

Wie Sie Salz sparen können

Den besten Überblick über Ihren Salzkonsum wahren Sie, wenn Sie Ihre Mahlzeiten aus frischen Zutaten zubereiten. Greifen Sie nach Möglichkeit nicht zu Fertigprodukten: In einer Salamipizza zum Beispiel verstecken sich pro 100 Gramm 1,4 Gramm Salz, bei geräuchertem Schinken sind es sogar 5,3 Gramm.

Ebenfalls viel sind in Gouda und Feta enthalten. Salzärmere Käsesorten sind Emmentaler und Mozzarella. Wenn Sie gerne italienisch essen, bevorzugen Sie Spaghetti mit Tomatensauce mit nur rund 0,3 Gramm Salz pro 100 Gramm.

Auf einen guten Geschmack brauchen Sie auch bei einer salzarmen Ernährung nicht zu verzichten. Verwenden Sie Kräuter, um Ihre Speisen zu würzen. Dazu bieten sich frische Kräuter aus dem Supermarkt, dem eigenen Garten oder der Fensterbank an.

Als Alternative kaufen Sie die tiefgekühlte oder getrocknete Variante. Besonders praktisch sind Mischungen wie Kräuter der Provence oder italienische Kräuter. Auch andere Gewürze als Salz verleihen Ihrer Mahlzeit ein einzigartiges Aroma. Viele davon schmecken nicht nur ausgezeichnet, sondern schmecken auch gesund.

Dazu zählt die Wunderknolle Kurkuma, die ein natürlicher Entzündungshemmer ist. Auch wenn Sie etwas Chili, Ingwer oder Pfeffer verwenden, sparen Sie Salz. Am besten reduzieren Sie Ihren Salzkonsum schrittweise. Es dauert ungefähr zwei bis drei Wochen, bis Sie sich an das neue Geschmackserlebnis gewöhnt haben.


Haftungsausschluss: Die Inhalte unserer Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte können wir jedoch keine Gewähr übernehmen. Die dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und stellen keineswegs eine Empfehlung, Anweisung oder sonstige Beratung dar. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Experten. Wir übernehmen keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Informationen ergeben.