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Sicher in einem Seniorenbad

Seniorenbad Bigstock | ID: 216153535 | Copyright: Prasit Rodphan

In fortgeschrittenem Alter sehen sich viele Menschen mit unvorhergesehenen gesundheitlichen Problemen konfrontiert, die ein Seniorenbad zum Teil lösen kann. Immerhin fühlt man sich nicht mehr so sicher auf den Beinen wie in jungen Jahren. Gerade im Badezimmer kann es deswegen zu unangenehmen Situationen kommen.

Man kann die Beine nicht mehr so hoch heben, die Gelenke tun weh und die Rutschgefahr im Bad steigt mit zunehmendem Alter. An ein Seniorenbad sollte man bereits dann denken, wenn man mobil ist. Ist man nämlich erst einmal pflegebedürftig, sind Umbaumaßnahmen in den eigenen vier Wänden das, was man am wenigsten braucht.

Warum ein Seniorenbad wichtig ist

Wenn man Senioren befragt, was sie sich für die Zukunft wünschen, geben viele an, dass sie so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen möchten. Doch manchmal scheitert dieser Wunsch daran, dass man sich nicht rechtzeitig um ein Seniorenbad gekümmert hat. Zu Antritt der Rente Mitte 60 kann sich kaum jemand vorstellen, wie schnell man pflegebedürftig werden kann.

Eine schwere Erkrankung wie Krebs, ein Sturz oder ein Schlaganfall können dazu führen, dass die Mobilität praktisch von einem Tag auf den anderen massiv eingeschränkt ist. Dann sieht man sich mit unzähligen Therapien konfrontiert, die Umbauarbeiten im Bad sind das Letzte woran man denken kann. Gut, wenn man sich schon frühzeitig dafür entschieden hat, ein möglichst barrierefreies Bad einzurichten. Dann schafft man die Körperpflege auch, wenn man mit Krücken geht, einen Rollator als Gehhilfe benutzt oder sogar im Rollstuhl sitzt.

Bedenken sollte man dabei immer, dass Seniorenbäder möglichst großzügig gestaltet werden sollen. Immerhin ist es in manchen Fällen nicht mehr möglich, sich selbst um die Körperpflege zu kümmern. Dann muss im Seniorenbad auch genügend Platz für eine Pflegeperson sein.

Einfache Maßnahmen in WC und Badezimmer umsetzten

Nicht immer ist im Zug der Umwandlung traditioneller Sanitärräume in ein Seniorenbad ein kompletter Umbau notwendig. Oft reichen einige wenige Maßnahmen aus, um das Leben für Ältere komfortabler zu machen. Hier einige Tipps, die leicht umzusetzen sind und weder großen finanziellen Aufwand noch viel Werkzeug benötigen:

  • Kaufen Sie eine Sitzerhöhung für das WC. Im Alter ist die Bewegungsfähigkeit oft eingeschränkt und es fällt schwer sich aus einer niedrigen Sitzposition zu erheben. Abhilfe schaffen erhöhte Toilettensitze, die man einfach auf den bereits vorhandenen WC Sitz steckt.
  • Duschhocker sind ebenfalls ein wichtiges Utensil in jedem Seniorenbad. Die Sitze sind natürlich wasserfest und bieten bei der täglichen Körperpflege eine wertvolle Unterstützung. Älteren und gebrechlichen Menschen fällt es oft schwer zu stehen, auf dem rutschigen Untergrund in der Dusche umso mehr.
  • Eine wichtige Unfallprävention sind rutschfeste Matten. Damit sollte man die Bade- oder Duschwanne in jedem Fall ausstatten.
    Duschhocker, erhöhte WC Sitze und rutschfeste Matten kosten nicht viel. Sie bieten jedoch Sicherheit bei der Körperpflege und bieten Komfort.

Haltegriffe und weitere wichtige Utensilien für das Seniorenbad

Während man Duschhocker und WC Sitze mit wenigen Handgriffen in das Seniorenbad integrieren kann, ist für andere nützliche Alltagshelfer mehr Aufwand nötig Die größte Angst vieler Senioren im Bereich der Körperpflege ist, dass sie stürzen und von alleine nicht mehr auf die Beine kommen.

Sicherheit in diesem Punkt bieten Haltegriffe, die man seitlich neben dem WC, in der Dusche oder in der Badewanne anbringen kann. Diese Griffe kann man in jedem Bauhaus kaufen und sie können an beliebigen Stellen an der Wand montiert werden. Allerdings muss man für die sichere Verankerung zu Bohrern und anderem Werkzeug greifen. Es gibt allerdings heute auch schon Haltegriffen mit Saugnäpfen. Sie haben den Vorteil, dass man sie leicht versetzen kann. Doch bei diesen Modellen besteht die Möglichkeit, dass der Haltegriff verrutscht. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Aufbewahrung von Körperpflegeprodukten.

Sie sind in einem Seniorenbad griffbereit auf speziellen Regalen abgestellt, die man während des Duschens rasch erreichen kann. Außerdem gibt es im Handel eine Vielzahlt von Hilfsmittel, die bei der seniorengerechten Körperpflege helfen. Dazu zählen zum Beispiel Bürsten mit längeren Griffen. Damit kann man auch bei eingeschränkter Mobilität jeden Körperteil gut erreichen.

Das Seniorenbad barrierefrei gestalten

Zwar möchte sich niemand mit der Möglichkeit belasten, dennoch kommt es manchmal dazu: Nämlich dass man im Alter im Rollstuhl sitzt. Dank moderner Technik ist es heute möglich, selbst dann zu Hause wohnen zu bleiben. Voraussetzung dafür ist jedoch ein barrierefreies Seniorenbad. Es zeichnet sich unter anderem durch breite Türen aus.

Immerhin muss man mit dem Rollstuhl ja erst einmal in das Bad gelangen. Beachten sollte man außerdem, dass man mit einem Rollstuhl mehr Platz benötigt als wenn man auf zwei Beinen das Bad betreten kann. Barrierefreie Bäder verfügen über niedrige Waschbecken. Außerdem sind sie mit einer Dusche mit extrabreitem Einstieg versehen. Für Badewannen gibt es spezielle Lifte, die beim Einstieg in die Wanne wertvolle Hilfe leisten.

Generell entscheiden sich viele Senioren jedoch lieber für eine Dusche als für eine Badewanne. Immerhin ist das Unfallrisiko beim Betreten und Verlassen einer Wanne deutlich höher als beim Duschen – egal ob man im Rollstuhl sitzt oder nicht.


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