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Kann man Enthaarungscreme selber machen?

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Gerade während der warmen Jahreszeit, wenn Sie Kleider und kurze Hosen tragen, ist Enthaarungscreme selber machen vielleicht ein wichtiges Thema. Denn viele möchten sich bei einem Grillfest, im Freibad oder am See gepflegt präsentieren.

Stoppeln unter der Achsel und an den Beinen wirken hingegen weniger ästhetisch. Methoden sie loszuwerden gibt es viele, doch haben Sie gewusst, dass Sie Enthaarungscreme auch selber machen können?

Enthaarungscreme selber machen – interessante Fakten

Dass das Thema Enthaarungscreme selber machen vor allem die weibliche Bevölkerung interessiert, zeigen unter anderem die Zahlen: 93 Prozent aller Frauen rasieren sich die Beine, sogar 97 Prozent unter den Achseln. Die meisten davon tun es aus eigenen Angaben, um das persönliche Wohlbefinden zu steigern.

Wenn Sie nun glauben, dass die Haarentfernung ein Zeichen der modernen Zeit ist, unterliegen Sie einem Irrtum. Überlieferungen belegen, dass sich bereits im Alten Ägypten Frauen ihr Schamhaar aus Gründen der Ästhetik entfernten.

Damals verwendeten sie Messer aus Kupfer oder Gold. Enthaarungscreme selber machen war schon damals ein Thema: Dabei kam Bienenwachs zum Einsatz. Doch auch die heute noch verwendete Halawa Paste geht auf den arabischen Raum zurück, dazu später mehr.

Ebenfalls aus den Nahen Osten stammt die Enthaarungscreme Rhusma Turcorum, die aus Orpiment, Stärke und gelöschtem Kalk besteht. Sie wurde bereits rund 4.000 v. Chr. zur Enthaarung verwendet. Über Griechenland gelangte die Rezeptur nach Europa, wo sie im 19. Jahrhundert in einigen Apothekerbüchern beschrieben wurde.

In der westlichen Welt sorgte der zunehmende Feminismus dafür, dass sich Frauen ausgehend von den USA ab 1910 die Achselhaare entfernten. Ab dem ersten Weltkrieg sorgte die Mode mit immer kürzen Rocksäume dafür, dass auch die Beine enthaart wurden. Seitdem gehört für viele Frauen das Enthaaren zur Körperpflege dazu.

Sugaring: Enthaarungscreme selber machen auf Zuckerbasis

Warum im arabischen Raum Frauen schon seit Jahrtausenden Enthaarungscreme selber machen, liegt an ihrer Religion: Die Lehren des Islam empfehlen, sowohl Scham- als auch Achselhaar zu entfernen. Schon lange bevor sich dieses Schönheitsideal auch in der westlichen Welt etablierte, war es im Nahen Osten weit verbreitet.

Enthaarungscreme selber machten Frauen damals ausschließlich aus natürlichen Zutaten. Daraus entstand die Paste Halawa, die heute noch zum Einsatz kommt. Der Name leitet sich vom arabischen Wort „Halva“ für Süßigkeiten ab. Kein Wunder, den Hauptbestandteil ist Zucker.

Hier ein einfaches Rezept, wie Sie zu Hause Enthaarungscreme selber machen können:

  • Geben Sie 200 Gramm Zucker und 10 Milliliter Wasser in einen Topf
  • Sobald der Zucker aufgelöst ist, geben Sie noch 30 Milliliter Zitronensaft dazu
  • Wichtig ist, kräftig umzurühren damit die Paste nicht anbrennt. Sobald die Masse zu kochen beginnt, reduzieren Sie die Temperatur und rühren so lange bis die Paste wie Honig aussieht
  • Sollte die Enthaarungscreme zu dick sein, geben Sie noch etwas Zucker dazu
  • Die richtige Konsistenz hat Halawa, wenn es sich gut formen lässt. Nehmen Sie einen kalten Löffel und probieren Sie aus der Masse eine Kugel zu formen. Anschließend füllen Sie die Paste in ein Glas um

Bevor Sie die selbstgemachte Enthaarungscreme auftragen, erwärmen Sie die Paste in einem Wasserbad oder stellen das Glas bei schönem Wetter in die Sonne. Anschließend entnehmen Sie eine Portion und ziehen sie wie einen Strudelteig auseinander.

Nun kommt die dünne Platte auf die Beine, wobei sie gegen die Wuchsrichtung aufgetragen wird. Drücken Sie die Masse einige Male an und reißen Sie sich anschließend mit einem Ruck ab.

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Welche Vorteile hat es, Enthaarungscreme selber zu machen?

Vielleicht haben Sie früher Enthaarungscreme aus dem Supermarkt oder der Drogerie gekauft? Dann kennen Sie sicher den unangenehmen Geruch, der sich beim Auftragen breit macht. Wenn Sie dabei keine Handschuhe tragen, ist er noch Stunden nach der Behandlung wahrnehmbar.

Grund dafür sind die chemischen Zusätze, die dafür sorgen, dass die Haare verschwinden. Enthaarungscremen enthält Natriumhydroxid, das Poren aufquellen lässt. Anschließend dringt Thioglykolsäure in die Haarstruktur ein, wo sie Kreatinschuppen voneinander trennt.

Dadurch zerfällt das Haar und lässt sich mit dem Spatel abnehmen. Nachteil dabei ist, dass während dieser Reaktion ein deutlicher Schwefelgeruch entsteht. Da Thioglykolsäure ätzend wirkt, kommt es bei empfindlichen Personen zu Reizungen. Außerdem schädigen chemisch hergestellte Enthaarungscremen die Umwelt, da die Bestandteile über den Kanal ins Abwasser gelangen.

Enthaarungscreme selbst zu machen lohnt sich aus mehreren Gründen. Da sie ausschließlich aus Naturprodukten besteht, schonen sie die Umwelt. Da Sie die Sugaringpaste immer in Wuchsrichtung abnehmen, wird die Haut weniger gereizt.

Außerdem eignet sich die Methode für jede Körperregion. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass mit Zucker und Zitronensaft hergestellte Enthaarungscreme nur aus jenen Stoffen besteht, die Sie selbst hinzufügen. Sie können also sicher sein, dass die Paste frei von Konservierungsstoffen und künstlichen Aromen ist.

Wenn Sie Enthaarungscreme selber machen, kommen Sie damit lange aus. Bei regelmäßiger Anwendung beginnen die Haare erst nach vier Wochen wieder zu sprießen. Schon nach der ersten Anwendung werden Sie bemerken, dass sich die Haut angenehm weich anfühlt.

Das kommt daher, dass nicht nur Haare, sondern auch abgestorbene Hautpartikel entfernt werden. Dank der antibakteriellen Wirkung von Zucker entstehen kaum Pusteln. Wissen sollten Sie allerdings, dass diese Methode nicht ganz schmerzfrei ist. Nach der Anwendung tragen Sie am besten Cremen mit beruhigenden Inhaltsstoffen wie Kamille, Aloe Vera oder grünem Tee auf.


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