Das Studium für Senioren Alles auf einen Blick

Studium für Senioren
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Ein Studium für Senioren über 55 an einer Universität? Was sich im ersten Moment ungewöhnlich anhört, ist auf den zweiten Blick jedoch durchaus interessant. Die meisten Menschen erinnern sich gerne an die Studienzeit zurück, trotz stressiger Prüfungen und in manchen Studienrichtungen einer überwältigenden Menge an Lehrstoff.

Doch hinter dem Studium für Senioren steckt natürlich weitaus mehr, als lediglich der Blick durch die Brille der Nostalgie zurück zu alten Tagen und dem Wunsch das Leben als Student wieder aufflackern zu lassen. Gerade im fortgeschrittenen Alter haben ältere Menschen mit unterschiedlichen Herausforderungen zu kämpfen.

Ein Studium für Senioren an einer Universität kann dabei eine Vielzahl an wichtigen Bedürfnissen befriedigen. Nicht umsonst steigt das Interesse bei Senioren wieder an die Universität zu gehen und Vorlesungen zu besuchen in den letzten Jahren stetig an.

Die Motivationen dabei können unterschiedlicher Natur sein, aber was ist das Studium für Senioren überhaupt und unterscheidet es sich von einem normalen Studium? Welche Möglichkeiten haben ältere Menschen, um zurück an die Uni zu gehen?

Der Zugang zum Studium für Senioren?

Senioren bietet sich eine Reihe von unterschiedlichen Möglichkeiten an, um Vorlesungen oder ein spezielles Studium für Senioren an einer ganz normalen Universität zu absolvieren. Dabei unterscheidet man aber zwischen folgenden Optionen:

  • Das reguläre Bachelorstudium
  • Gasthörer bzw. Seniorenstudium für Menschen ab 55

Grundsätzlich können Senioren jedes Studium anfangen, welches auch von jungen Menschen mit Abitur begonnen werden kann. Abitur ist hier natürlich auch die Voraussetzung für Senioren. Unterschiede werden keine gemacht. Ein spezielles Sonderprogramm für ältere Menschen als Studium für Senioren gibt es nämlich nicht. Im Hörsaal sitzen Senioren neben jungen Studenten.

Alle Bachelorstudiengänge sind für Senioren zugänglich – mit vereinzelten Ausnahmen. All jene Studienrichtungen, die einem massiven Andrang (bei wenigen verfügbaren Plätzen) ausgesetzt sind, bleiben älteren Menschen verwehrt. Der Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass ältere Menschen der jungen Generation keine Studienplätze wegnehmen sollen.

Ebenso müssen Masterstudien oder Doktorate zusätzlich beantragt werden. Hier existiert kein automatisches Anrecht auf Studiengänge.

Viele Senioren sind als so genannte Gasthörer an Universitäten gemeldet. Sie benötigen kein Abitur als Voraussetzung zum Besuch von Vorlesungen. Auf der anderen Seite verfügen Gasthörer aber auch über keine Prüfungsberechtigung.

In der Regel bieten Universitäten älteren Menschen nach Anmeldung an als Gasthörer ihren eigenen Studienplan zusammenzustellen und zu Vorlesungen gehen zu können. An manchen Universitäten existieren spezielle Zusatzprogramme, bei denen in diesem Studium für Senioren auch Leistungsnachweise und Prüfungen mit Zertifizierungen vorgesehen sind.

Prinzipiell dient das Studium für Senioren als Gasthörer aber nicht dazu, um neue Abschlüsse und Titel zu erlangen.

Die Motivation im fortgeschrittenen Alter

Es gibt viele Gründe, warum sich ältere Menschen für ein Studium für Senioren interessieren. Die einen wollen ihre damalige Bildung auffrischen – schließlich hat sich die Welt und unser Wissen über sie über die vielen Jahrzehnte stark verändert.

Andere hingegen sind an der Bildung in einem neuen Feld interessiert und mit Sicherheit gibt es auch viele Senioren, die ein Studium für Senioren deshalb anfangen wollen, weil das Lernen und die Aktivität an sich eine Erfüllung darstellen kann, vor allem im Alter.

Grundsätzlich kann man aber sagen, dass für die meisten Senioren die Freude am Lernen, die Herausforderung und selbstverständlich auch der Kontakt mit Gleichgesinnten (egal ob jung oder alt) im Vordergrund stehen. Das Studium für Senioren hat sozusagen eine viel größere Bedeutung, als lediglich die Bildung an sich. Es dient als Ankerpunkt für sozialen Kontakt im Alter, als Orientierung und als gesunde Beschäftigung.

Es ist ganz klar, dass die Prioritäten für junge Menschen an Universitäten vollkommen andere sind, aber letztendlich können beide Generationen von der jeweils anderen profitieren. Für Senioren kann die Rückkehr an die Universität (oder aber auch der erstmalige Besuch) im Alter als Balsam für die Seele dienen, um weiterhin geistig fit und aktiv zu bleiben.

 


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