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Augenbrauentransplantation –Tipps und Hintergründe

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Wenn die kleinen Härchen über dem Auge ausfallen, steht als letzter Ausweg eine Augenbrauentransplantation zur Wahl.  Normalerweise wachsen rund 600 Haare an dieser Stelle. Fallen sie vermehrt aus, verändert sich der gesamte Gesichtsausdruck. Die Betroffenen leiden mitunter sehr darunter.

Fehlende Augenbrauen ziehen nämlich alle Blicke auf sich und legen die Vermutung nahe, dass die betroffene Person krank ist. Dem ist auch in vielen Fällen so. Anders als die Körperhaare sind die Augenbrauen nämlich relativ selten von erblich bedingtem Haarausfall betroffen.

Augenbrauentransplantation: Warum fallen die Gesichtshaare überhaupt aus?

Wenn Ihre Augenbrauen immer dünner werden und zunächst nur mehr ein dünner Strich übrigbleibt, dann gar keine mehr zu sehen sind lohnt es sich auf Ursachenforschung zu begeben. Warum es dazu kommt, ist unterschiedlich: Manchmal handelt es sich tatsächlich um ein vererbtes Problem, auch Vitamin- und Mineralstoffmangel kommt in Frage.

Der richtige Ansprechpartner, um das Symptom genau unter die Lupe zu nehmen ist der Hautarzt. Zu Beginn jeder Behandlung und auch bei einer Augentransplantation steht eine ausführliche Anamnese. Dabei nimmt der Mediziner die Daten des Patienten auf, fragt wie lange das Problem schon besteht und ob es in der Familie bereits Fälle von Augenbrauenausfall gab.

In einem nächsten Schritt nimmt der Mediziner möglicherweise eine ausführliche Blutuntersuchung vor. Dabei werden verschiedene Parameter geprüft.

  • Die Schilddrüsenwerte: Bei einer Schilddrüsenüberfunktion beschleunigen die Hormone generell die Stoffwechselprozesse im Körper. Auch der Haarwuchs an den Augenbrauen geht schneller voran. Dadurch erreichen die Haare früher die Endphase des Haarwuchszyklus und werden abgestoßen. Auch eine Schilddrüsenunterfunktion beeinträchtigt das Haarwachstum.
  • Besonders häufig geht der Augenbrauenverlust mit der Schilddrüsenerkrankung Hashimoto einher.
  • Manchmal kommt es auch im Zusammenhang mit den Wechseljahren zu einem Verlust der Augenbrauen. Dann sinkt der Östrogenspiegel ab und führt zu einem Verlust der Augenbrauen. Auch nach einer Schwangerschaft kann es dazu kommen.
  • Auch der Stoffwechsel hat einen maßgeblichen Einfluss auf den Haarwuchs im Gesicht. Bei Diabetes können als Begleiterscheinung die Augenbrauenhaare ausfallen.

Auch Permanent-Make-up setzt den Augenbrauen enorm zu. Werden regelmäßig Farbpigmente im Gesicht aufgetragen, kann es zu massiver Narbenbildung kommen. Dann wird die zarte Haut so geschädigt, dass die Wurzeln ihren Dienst einstellen und keine Augenbrauen mehr nachwachsen.

Augenbrauentransplantation: Die Kosten

Viele Haarkliniken bieten heute Augenbrauentransplantationen an. Da die meisten davon übersichtliche Homepages betreiben, können Sie bequem von zu Hause aus Angebote vergleichen. Außerdem erhalten Sie wertvolle Informationen über den Ablauf und die eingesetzte Technik.

Da es sich bei einer Augenbrauentransplantation in den meisten Fällen um einen kosmetischen Eingriff handelt, der keinen medizinischen Notfall darstellt, müssen Sie für den Eingriff selbst bezahlen. Selbst wenn Sie der Verlust Ihrer Augenbrauen sehr belastet und Ihre Psyche leidet, übernimmt die Krankenkasse die Kosten nicht.Auch um Geld zu sparen macht es Sinn, verschiedene Angebote einzuholen.

Dafür müssen Sie oft nicht einmal in die Haarwuchsklink fahren, oft reicht die Übermittlung von Fotos per E-Mail für eine erste Einschätzung der zu erwartenden Kosten. Der genaue Betrag hängt von der Anzahl der zu verpflanzenden Haarfollikel ab.

Bei einem totalen Verlust der Augenbrauen müssen 500 Grafts verpflanzt werden. Darunter verstehen Experten in Gruppen zusammenwachsende Haarwurzeln. In diesem Fall müssen Sie mit rund 1.800 Euro rechnen. Günstiger sind Augenbrauentransplantationen im Ausland: In der Türkei zum Beispiel werden für 500 Grafts rund 950 Euro verrechnet. Wenn Sie den Eingriff mit einem kleinen Urlaub im Süden verbinden möchten, ist die Reise eine gute Alternative zur Behandlung in der Heimat.

Der Ablauf einer Augenbrauentransplantation

Wenn Sie sich für eine Haarwuchsklinik entschieden haben, werden Sie zu einem ausführlichen Erstgespräch eingeladen. Dabei nehmen die Experten Ihre Daten auf und fragen Sie wie es zu dem Ausfall gekommen ist, ob Sie eine bestimmte Ursache erkennen können und ob es innerhalb der Familie schon Fälle von Augenbrauenverlust gab. Außerdem begutachten die Fachleute die Augenbrauen genau und finden heraus, welche Haare als Spender für die Transplantation in Frage kommen.

In modernen Haarwuchskliniken kommt heute die FUE Technik zum Einsatz. Dabei entnehmen die Experten aus der Spenderregion einzelne Follikel. Anschließend werden sie in eine Nährstofflösung eingelegt und genau untersucht. Kommen sie für die Augenbrauentransplantation in Frage, werden Sie in die vorbereitete Region oberhalb des Auges versetzt.

Da die Haare mit Hilfe einer winzig kleinen Hohlnadel entnommen werden, sind keine Schmerzen zu erwarten. Lediglich ein kurzes Ziepen ist zu spüren. Da eine lokale Betäubung zum Einsatz kommt, empfinden die meisten Betroffenen den Eingriff nicht als unangenehm.

Diese Variante der Augenbrauentransplantation ist keine wirkliche Operation, die Narbenbildung ist begrenzt und schon bald nach dem Eingriff sind keine Spuren mehr zu sehen. Die Experten der Klinik achten beim Einsetzen auf die Wuchsrichtung, sodass das Ergebnis natürlich aussieht.

Für die Augenbrauentransplantation veranschlagen Experten in der Regel drei bis vier Stunden. Der Eingriff findet ambulant statt, danach können Sie nach Hause gehen. Wenn Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen müssen, setzen sie diese eine Woche vor dem Eingriff ab.

Somit werden Nachblutungen schneller gestillt. Für drei Tage sollten Sie sich nach dem Eingriff körperlich schonen, Sport können sie nach rund zwei Wochen wieder betreiben. Bis sich das volle Ergebnis zeigt, vergehen allerdings einige Monate. Schließlich müssen sich die Wurzeln fest verankern und beginnen, neue Haare zu produzieren.

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