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Dreierschnapsen – der beliebte Zeitvertreib

Dreierschnapsen – der beliebte ZeitvertreibBigstock I ID: 292262020 I Copyright: style-photographs

Unter den zahlreichen Kartenspielen ist Dreierschnapsen besonders in Österreich beliebt. Hier blickt Schnapsen generell auf eine lange Tradition zurück. Vermutlich gab es die ersten Varianten schon vor einigen Jahrhunderten. Kein Wunder, denn für eine Partie Dreierschnapsen benötigen Sie nur ein Kartenset und zwei Mitspieler.

Das Päckchen mit Spielkarten passt in jede Hosen- und Handtasche. Um eine Partie zu beginnen, brauchen Sie als Zubehör nur noch einen Stift und Papier, um Aufzeichnungen über den Spielverlauf und die Gewinner der Runden zu machen. Dann kann es schon losgehen, egal ob Sie in einer Gaststätte, in einem Kaffeehaus oder bei sich zu Hause eine Runde Dreierschnapsen spielen.

Dreierschnapsen – ein Spiel mit Tradition

Wann Dreierschnapsen zum ersten Mal gespielt wurde, ist nicht sicher überliefert. Man vermutet jedoch, dass es sich aus dem regulären Schnapsen entwickelte. Vielleicht trug es sich zu, dass zwei Freunde regelmäßig schnapsten und ein Dritter dabei immer zusehen musste?

Gewiss ist allerdings, dass die Regeln vieler Versionen von Schnapsen, dem in Deutschland sehr bekannten Spiel Sechsundsechzig ähnlich sind. Der Legende nach wurde es zum ersten Mal im Jahr 1652 in einer Kneipe am Eckkamp Nr. 66 in Paderborn gespielt. Ob sich der Name davon ableitet, darüber scheiden sich bis heute die Geister.

Liebhaber aller Varianten des Schnapsens glauben vielmehr, dass der Name aus einem anderen Grund gewählt wurde. Vielleicht nannte man das Spiel so, weil es vor einigen Jahrhunderten verboten war, um Geld zu spielen. Um den Reiz zu erhöhen, spielte man um alkoholische Getränke wie eben Schnaps.

Wer eine Partie verlor, musste eine Runde Hochprozentiges ausgeben. Sprachwissenschaftler hingegen behaupten, dass „schnappen“ bedeutet, mit der Trumpffarbe zu stechen, also dem anderen Karten „wegzuschnappen“. In anderen Ländern wird bei der Namensgebung auf die Hochzeiten von König und Dame eingegangen, die besonders viele Punkte bringen. Im Französischen heißt Schnapsen Mariage, in Tschechien Mariàs.

Worum es beim Dreierschnapsen geht

Bei Dreierschnapsen handelt es sich um eine Mischung aus Bauernschnapsen, das mit vier Personen gespielt wird und Schnapsen für zwei Spieler. Hier einige grundlegende Informationen zum Dreierschnapsen:

  • Für das Spiel benötigen Sie 20 Karten, entweder mit französischen Blatt (Karo, Herz, Pik, Kreuz) oder mit Doppeldeutschem Blatt (Schelle, Blatt, Eichel und Herz)
  • Ziel des Spieles ist, 24 Punkte zu erreichen
  • Wer verliert, bekommt mit dem Bummerl einen Negativpunkt angeschrieben
  • Haben Sie besonders schlechte Karten und erreichen Sie keinen einzigen Punkt, haben Sie einen „Schneider“ eingefahren, der zwei Negativpunkte bringt
  • Haben zwei Spieler nach dem Ende gleich viele Punkte, wird die Platzierung in einer Partie Zweierschnapsen ermittelt

Um in das Dreierschnapsen einzusteigen ist natürlich auch wichtig, die Werte der Karten zu kennen. Als Unter wird der Bube bezeichnet, er zählt zwei Punkte. Ober ist die Dame mit drei Punkten, der König ist vier Punkte wert.

Der Zehner zählt wie der Name schon vermuten lässt 10 Punkte und das Ass 11.Je nachdem ob ein Spieler ein sehr gutes Blatt hat und wie geübt die Teilnehmer sind, dauert eine Partie Dreierschnapsen 20 bis 30 Minuten. Dabei bleibt es aber in den meisten Fällen nicht. Wen einmal die Faszination des Dreierschnapsens ergriffen hat, der möchte immer wieder die Karten in die Hand nehmen. Es handelt es sich um ein Spiel, wo Taktik gefragt ist.

Der Spielverlauf kurz erklärt

Bevor Sie mit dem Spiel beginnen, ernennen Sie einen Geber. Der Spieler links von ihm wird beim Dreierschnapsen als Rufer bezeichnet. Zunächst einmal bekommt jeder Spieler drei Karten. Die Aufgabe des Rufers ist, aus eine seiner drei Karten eine Trumpffarbe zu bestimmen.

Dann werden an jeden Spieler jeweils drei weitere Karten ausgegeben, somit sind 18 Karten im Spiel, die zwei verbleibenden bilden den Talon. Die weiteren Regeln ähneln dem Bauerschnapsen, nur dass man beim Dreierschnapsen auf sich alleine gestellt ist und keinen Partner an seiner Seite hat.

Bei einem normalen Spiel, das auch Rufer genannt wird, geht es darum entweder 66 Punkte zu erreichen oder den letzten Stich zu machen. Beim Dreierschnapsen gilt dabei sowohl Farb- als auch Stichzwang. Ruft ein Spieler aus, darf er keinen einzigen Stich machen.

Diese Variante ist nur bei besonders schlechtem Blatt zu empfehlen, da hier ebenfalls Farb- und Stichzwang herrscht. Den Schnapser kann jeweils nur der Rufer aussprechen. Er muss dann die erste Karte ausspielen und jeden weiteren Stich machen.

Ein Gangl kann von jedem beliebigen Spieler ausgerufen werden. Dabei ist die Trumphfarbe außer Kraft gesetzt. Der Spieler, der ein Gangl ansagt, spielt als erster aus. Besonders riskant, aber mit 12 Punkten auch sehr lukrativ ist der Bauernschnapser. Auch dabei muss jeder Stich gemacht werden, allerdings gilt dabei die vom Rufer bestimmte Trumpffarbe.

Wer das besondere Glück hat, nur Karten von einer Farbe in den Händen zu halten, sagt ein Farbringerl an. Dabei gilt Trumpf nicht. Es gibt jedoch auch viele regionale Sonderregeln. Das ist mit ein Grund warum Dreierschnapsen ein wenig Übung bedarf.

Machen Sie sich nichts draus, wenn Sie in den ersten Runden noch nicht alle Regeln verinnerlicht haben. Beim Dreierschnapsen gilt wie so oft im Leben „Übung macht den Meister!“.


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