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Übernehmen Sie ein Ehrenamt und tun Sie Gutes

Übernehmen Sie ein Ehrenamt und tun Sie GutesBigstock I Copyright: Oleg Chernyavsky I ID: 274278601

Einige Senioren fühlen sich nach der Pensionierung unnütz und brauchen dringend eine Aufgebe, die sie vielleicht in einem Ehrenamt finden. Obwohl sie sich vermutlich während ihres aktiven Arbeitslebens öfter über Kollegen oder den Vorgesetzten geärgert haben, ist der Eintritt in die Pension für viele doch nicht so erfreulich.

Sie fallen in ein tiefes Loch, weil sie auf einmal keinen Sinn mehr darin sehen morgens aufzustehen. Tagaus tagein war ihr Leben von der Arbeit geprägt und viele haben ihren Job gerne ausgeübt. Gerade jene Senioren, die ihre Erfüllung im Beruf gefunden haben, leiden in der Pension oft an depressiven Verstimmungen. Grund dafür ist, dass sie sich nicht mehr gebraucht fühlen. Dabei gibt es so viele Möglichkeiten, mit einem Ehrenamt Gutes zu tun.

Ehrenamt und Freiwilligenarbeit – was ist das genau?

Wer in der Pension ohne Bezahlung bei einem Verein oder einer anderen Institution tätig wird, kann damit dem Leben einen Sinn geben. In vielen Bereichen wäre der Betrieb ohne Freiwilligenarbeit nicht zu bewerkstelligen, ein bekanntes Beispiel ist die Freiwillige Feuerwehr. Doch beim Thema Ehrenamt gibt es einige unterschiedliche Begriffe, die man kennen sollte:

  • Ehrenamt bedeutet die Übernahme einer bestimmten Funktion, die man für eine bestimmte Zeit in einem regelmäßigen Zyklus ausführt. Oft bieten Vereine ehrenamtliche Funktionen an, auch bei der Rettung oder Feuerwehr kann man sich ehrenamtlich engagieren.
  • Der Begriff Freiwilligenarbeit ist weiter gefasst: er inkludiert zum Beispiel auch Nachbarschaftshilfe, die ohne Beteiligung eines Vereins ausgeübt wird. Manchmal handelt es sich dabei um zeitlich begrenzte Projekte

In ganz Europa engagieren sich rund 34 Prozent der Gesamtbevölkerung für ein Ehrenamt. In Österreich sind es mit 46 Prozent überdurchschnittlich viele: 3,3 Millionen Österreicher tun Gutes für die Allgemeinheit. Sogar 53 Prozent der 60 bis 69-jährigen leisten freiwillige Arbeit. Im gesamten Durchschnitt über alle Altersgruppen engagieren sich Österreicher 3,8 Stunden pro Woche freiwillig.

Welche Möglichkeiten gibt es beim Ehrenamt für Senioren?

Als Ihre Kinder oder Enkelkinder klein waren, haben Sie ihnen gerne vorgelesen? Dass können Sie auch weiterhin tun, indem Sie sich für ein Ehrenamt als Lesepate entscheiden. Möglicherweise kennen Sie die vielzitierte Pisa-Studie wonach viele Schüler heute nicht sinnerfassend lesen können. Eine Maßnahme, um die Lesekompetenz zu verbessern ist, ehrenamtliche Lesepaten an die Schulen zu holen.

Die Lehrer können sich in Klassen mit 25 Schülern nicht einzelnen Schwächen so intensiv widmen, wie es nötig wäre. Als ehrenamtlicher Lesepate unterstützen Sie leseschwache Kinder und leisten damit einen wichtigen Dienst für die Allgemeinheit. Informationen dazu gibt es auf den Gemeinden, direkt an Schulen oder auch beim Roten Kreuz, das nach dem Motto „Zusammen Lesen – zusammen entdecken“ ein Projekt ins Leben gerufen hat.

In der Vergangenheit war die Kinderbetreuung einfacher als heute: Oft lebte man als Großfamilie zusammen und irgendwer hatte immer Zeit, sich um den Nachwuchs zu kümmern. Heute ist das Leben anonymer geworden, viele leben in Städten weit weg von Verwandten, die bei der Kinderbetreuung einspringen könnten. Daher sind Leihomas und –opas sehr gefragt.

In diesem Ehrenamt betreuen Sie Kinder stundenweise, bringen sie zum Beispiel zum Kindergarten oder zur Schule oder holen sie danach wieder ab. Das Ziel ist es, ältere Menschen in einen Familienverband einzugliedern und eine Beziehung zwischen älteren Menschen und Kindern aufzubauen. Für die Eltern ist das Engagement eine große Hilfe und erleichtert den Alltag. Manchmal handelt es sich bei diesen Betreuungsdiensten jedoch nicht um ein reines Ehrenamt, manchmal wird dafür auch bezahlt.

Sie erfreuen sich bester Gesundheit und sind noch dazu mobil? Leider geht es nicht allen Senioren so gut. Manche können den Alltag nicht mehr alleine bewerkstelligen und sind daher in ein Pensionistenheim gezogen. Jeder Besuch, der im Rahmen eines Ehrenamts erfolgt, ist mehr als willkommen. Erkundigen Sie sich, ob es in Ihrer Nähe ein Seniorenheim gibt. Sie werden rasch neue Kontakte knüpfen.

Auch bei der Umverteilung von Lebensmittel werden ehrenamtliche Mitarbeiter dringend gesucht. Ein Beispiel dafür ist die Wiener Tafel: Sie sammelt Warenspenden auf Handel, Industrie und Landwirtschaft ein und gibt sie an rund 19.000 von Armut Betroffene im Großraum Wien aus. Bis zu 3 Tonnen an genießbaren Lebensmitteln werden zusammengetragen, die ansonsten im Müll landen werden.

Die Nahrungsmittel müssen jedoch bei den Herstellern oder Supermärkten abgeholt und an Bedürftige ausgegeben werden. Dafür werden Mitarbeiter gesucht, die Zeit spenden. Doch nicht nur in Wien, sondern auch in vielen anderen Bundesländern gibt es derartige Aktionen.

Warum Ehrenamt eine Bereicherung ist

Viele Senioren fühlen sich einsam, vor allem dann, wenn sie alleine leben. Wenn sie ein Ehrenamt übernehmen, lernen sie ständig neue Leute kennen. Man hat Gelegenheit sich auszutauschen und vielleicht entwickelt sich sogar eine Freundschaft.

Wer sich ehrenamtlich engagiert, neigt außerdem weniger zu depressiven Verstimmungen. Grund dafür ist, dass man wieder eine sinnvolle Aufgabe hat, sie das Leben ausfüllt. Man wird gebraucht, egal ob man sich um Obdachlose, Kinder oder ältere Menschen kümmert.

Soziales Engagement zahlt sich auf vielen Ebenen aus und ist eine Bereicherung. Wer in einem Ehrenamt arbeitet, ist sozial eingebunden und motiviert, Darüber hinaus hat man die Möglichkeit etwas Neues zu lernen und Verantwortung für einen Bereich zu übernehmen. Die Herausforderung hält geistig und körperlich jun


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