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Mittels Lymphdrainage den Körper wieder in Schwung bringen

Mittels Lymphdrainage den Körper wieder in Schwung bringenBigstock I ID: 266144452 I Copyright: Rido81

Lymphdrainage ist eine gute Alternative zum Lösen von Schmerzen. Eines der wohl nervigsten Dinge am Kranksein sind die angeschwollenen Lymphknoten. Vor allem im Halsbereich genauso wie bei den Ohren schwellen sie, wenn wir krank sind, gerne mal an.

Dies resultiert in ziemlichen Halsschmerzen und auch das Hörvermögen kann dadurch eingeschränkt werden. Doch Lymphknoten, die regelmäßig anschwellen, haben wir nicht nur im Kopfbereich. Unser ganzer Körper ist durchzogen von einem komplex aufgebautem Lymphsystem.

Bei einer speziellen Massagetechnik, eben der Lymphdrainage, wird dieses Angeschwollene, das durch angestaute Lymphflüssigkeit in den Lymphknoten entsteht, gelöst und die Lymphe kann wieder abtransportiert werden.

Was passiert bei der Lymphdrainage?

Die Lymphdrainage bezweckt durch verschiedene Massagegriffe, dass die Lymphgefäße dazu angeregt werden, Lymphe weiter- und abzutransportieren. Bei den Massagegriffen, die ein Therapeut bei der Lymphdrainage anwendet, unterscheidet man zwischen drei verschiedenen:

  • Drehgriff
  • Schöpfgriff
  • Pumpgriff

Eine wichtige Regel beim Ausüben dieser Griffe, ist die Richtung, in der man die Lymphe bewegen will. Sie soll nämlich immer Richtung Körpermitte abfließen. Bewegt man sie in die falsche Richtung, können sich wiederum Anstauungen bilden.

Doch warum genau zur Körpermitte? Das kann man leicht anhand der menschlichen Anatomie erklären. Alle Lymphgefäße münden schließlich und endlich im Venenwinkel, der sich kurz unterm Schlüsselbein befindet. Dorthin möchte man die angestaute Lymphe abtransportieren.

Ist die Behandlung beendet, wird die behandelte Stelle oft noch eingebunden. Diese Kompression soll verhindern, dass sich das Lymphödem, sprich die Ansammlung an Lymphflüssigkeit, sofort wieder bildet.

Wann darf eine manuelle Lymphdrainage ausgeführt werden?

Die Lymphdrainage darf keinesfalls immer angewandt werden. Meistens wird sie zur Behandlung von chronischen Lymphödemen, Krampfadern oder durch eine Operation entstandenen Schwellungen benutzt. Doch auch bei Schwangeren, die oftmals an Lymphödemen durch langes Stehen leiden, kann eine Lymphdrainage gute Erfolge erzielen.

Aber auch wenn keine offensichtlichen Probleme vorliegen, kann eine Lymphdrainage gut tun. Es gibt kaum einen Menschen, bei dem nicht mindestens eine Lymphknotenschwellung durch eine Lymphansammlung im Körper vorliegt.

Doch nicht nur aus gesundheitlichen Gründen entscheiden sich viele regelmäßig zu einer Lymphdrainage. Die Massage hat eine sehr entspannende Wirkung. Vor allem auch bei Pferden und Hunden wird diese Methode regelmäßig bei nervösen und gestressten Tieren angewandt.

Doch wie schon angesprochen gibt es auch Zustände, wo eine Lymphdrainage nicht empfehlenswert oder sogar gefährlich sein kann. Zu diesen sogenannten Kontraindikationen gehören beispielsweise:

  • Herzrhythmusstörungen
  • Herzinsuffizienz
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Bösartige Tumore
  • Niedriger Blutdruck

Wie funktioniert das Lymphsystem?

Lymphe ist eine milchig-wässrige Körperflüssigkeit, die in einem eigenen Kreislauf, dem Lymphsystem, in unsrem Körper fließt. In diesem befinden sich über 600 Lymphknoten in allen möglichen Regionen des menschlichen Körpers. Am ehesten entdecken wir welche unter der Achsel, im Halsbereich, sowie in der Kniekehle. Die Reise der Lymphe mündet schließlich und endlich in der linken Schlüsselbeinvene und geht dort in den Blutkreislauf über.

Das Lymphsystem ist so etwas wie die Abfallentsorgung des menschlichen Körpers. Die Lymphgefäße nimmt all jenes auf, was das Blutplasma nicht als Nährstoffe aus den Zellen aufnehmen. Transportiert wird dieser Abfall im Endeffekt zu Leber und Niere, wo er schließlich ausgeschieden wird.

Doch nicht nur als „Müllentsorger“ brauchen wir die Lymphe. In der Lymphe entstehen und bewegen sich die sogenannten Lymphozyten, auch bekannt als weiße Blutkörperchen. Sie sind der Teil des Immunsystems, die im Ernstfall Antikörper bilden können und eine Krankheit bekämpfen.

Nun ist auch verständlich warum im Krankheitsfall die Lymphknoten anschwellen. Sind wir krank, werden viele Antikörper benötigt. Da diese von den Lymphozyten, die sich wiederum im Lymphknoten befinden, gebildet werden, arbeiten die Lymphknoten während dieser Zeit extrem und schwellen an.

Übrigens, obwohl das Lymphsystem oft mit dem Blutkreislauf verglichen wird, gibt es einen enormen unterschied, Während der Blutkreislauf vom Pumpen des Herzes abhängig ist, hängt das Lymphsystem nicht an einem bestimmten Organ, am ehesten vom Nervensystem.

Es öffnet die Lymphgefäße, wenn sich Lymphe nähert und sie nehmen die Lymphe dann durch eine Art Sogwirkung auf. Fließt die Lymphe weiter, entspannt sich das Gefäß wieder, bis das Ganze von neuem beginnt. Also kann man sagen wird die Lymphe eher gesaugt als gepumpt.

Welche Ursachen kann es haben, wenn der Lymphabtransport nicht funktioniert?

Manchmal kann es passieren, dass die Störung des Lymphsystems zu einem chronischen Problem wird. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Lymphknoten im Zuge einer Operation, beispielsweise einer Krebserkrankung, entfernt wurden.

Hierbei werden nicht selten auch Lymphbahnen getrennt und er Abtransport der Lymphflüssigkeit wird somit gestört. Meist fließt die Lymphe nun falsch ab. Darum entstehen im Gewebe, meist in den Beinen, Lymphödeme.

Aber ein gestörter Lymphabfluss kann auch andere Ursachen haben. Eine Fettverteilungsstörung zum Beispiel. Hier sind von Geburt an zu wenig Lymphgefäße vorhanden und der Lymphabfluss stockt oder es fließt nur sehr träge.


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