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Mancala – afrikanisches Bohnenspiel erobert Europa

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Mancala ist der Überbegriff für zahlreiche afrikanische und asiatische Brettspiele, bei denen man Kugeln in verschiedene Mulden umverteilt. Diese Kugeln haben ungefähr die Größe einer Erbse. Sie gezielt zu greifen, fällt gerade älteren Personen, deren Feinmotorische Fähigkeiten bereits etwas eingeschränkt sind, oder Personen, die eine körperliche Beeinträchtigung im Bereich der Feinmotorik haben, etwas schwer.

Jedoch ist es genau für diese personengruppen wichtig, ihre feinmotorischen Fähigkeiten zu trainieren und die somit weitgehend zu verbessern beziehungswiese eine Verschlimmerung des Zustands zu vermeiden. Sehr viele Menschen, auch jene, die in Berufen arbeiten, wo Feinmotorik nicht wirklich zum Einsatz kommt, sollten eigentlich regelmäßig Übungen machen, um die Feinmotorik zu fördern.

Doch Fingerübungen oder ähnliches werden dann doch nicht regelmäßig gemacht. Eine Alternative dazu sind regelmäßige Gesellschaftsspiel-Abende. Durch das Greifen und Bewegen der vielen kleinen Spielfiguren, zum Beispiel bei Mensch-ärgere-dich-nicht oder eben auch Mancala, werden die feinmotorischen Fähigkeiten ganz von selbst trainiert, und man hat noch dazu ganz viel Spaß dabei.

 Spielherkunft

Seit wie lange genau Mancala bereits gespielt wird, und wo das Spiel das erste Mal auftrat, ist nicht genau bekannt. Allerdings ist davon auszugehen, dass Mancala die Menschen im afrikanischen Raum bereits seit knappen 2000 Jahren begleitet. Manche munkeln sogar, dass Mancala bereits rund 5000 Jahre alt ist, und somit das älteste Spiel der Welt ist.

Dafür gibt es allerdings keine handfesten Beweise. Der älteste Fund eines Mancala Spielbrettes aus der spät römischen Provinz Fort, die sich am roten Meer Ägyptens befindet, wurde auf das vierte Jahrhundert n. Chr. datiert.

Doch auch in Äthiopien hat man alte Spielbretter ausgegraben, und zwar gleich an drei verschiedenen Orten. Diese Funde konnte man ungefähr im sechsten und siebten Jahrhundert n. Chr. einordnen. Schriftlich wurde Mancala übrigens nach heutigem Stand der Forschung zum ersten Mal im 10. Jahrhundert erwähnt.

Die Verbreitung von Mancala nach Amerika und Europa hat einen etwas bitteren Nachgeschmack. In der Mitte des 17. Jahrhunderts wurde Mancala durch den Sklavenhandel erstmals in Europa bekannt. Gerade im Balkan wurde Mancala schnell bekannt und beliebt.

Die ältesten Mancala Spielbretter wurden hier auf ein Entstehungsjahr um 1800 datiert. Seitdem ist dieses afrikanische „Bohnenspiel“, wie es im deutschsprachigen Bereich aufgrund der Tatsache, dass früher nicht mit kleinen Kugeln, sondern Bohnen gespielt wurde, auch gerne genannt wird, nicht mehr aus den Gesellschaftsspielen wegzudenken.

Wie spielt man Mancala?

Mancala ist ein Gesellschaftsspiel, dass für zwei Spieler ausgelegt ist. Das Mancala Spielbrett besteht aus insgesamt vierzehn Mulden. An beiden langen Seiten sind sechs kleine Mulden zu finden, auf den zwei kurzen Seiten des Spielbretts je eine große Mulde, die als eine Art „Sammelgrube“ dient.

Diese wird auch „Kalah“ genannt und ist namensgebend für die bekannteste Art des Mancala.  Das Ziel von Mancala ist es, dass möglichst viele Spielsteine in seiner eigenen Sammelgruppe landen.

Vor beginn des Spieles wird das Spielbrett erst einmal vorbereitet. In jede der zwölf kleinen Spielgruben werden vier Kugeln gelegt. Die zwei Sammelgruben bleiben im Gegensatz dazu noch leer. Das Spielbrett wird so aufgestellt, dass beide Spieler eine lange Seite mit den Spielgruben vor sich haben. Rechs von sich ist jeweils das eigene „Kalah“, links das des Gegenspielers. Nun kann das Spiel beginnen.

Der erste Spieler nimmt sich alle vier Kugeln aus einer beliebigen Spielgrube auf seiner Seite. Diese werden nun an die folgenden Gruben verteilt. Gegen den Uhrzeigersinn verteilt der Spieler je eine Kugel an die kommenden Mulden. Dabei kann es gut sein, dass man auch einmal Kugeln auf der gegnerischen Seite ablegt.

Das ist jedoch nicht weiter schlimm. Allein ein Feld wird ausgelassen, und zwar das gegnerische Kalah. Geht es sich genau aus, dass die letzte Kugel des Zuges ins eigene Kalah fällt, darf man noch einmal ziehen.

Fällt der letzte Stein auf seiner eigenen Seite in eine leere Mulde, darf man diese Kugeln und alle, bis auf eine, Kugeln der gegnerischen Mulde, die genau gegenüberliegt, ausräumen und in sein Kalah schütten. Ist die gegenüberliegende Grube leer, hat man leider ein Pech gehabt.

Das Spiel endet, wenn eine Seite des Brettes komplett leergeräumt ist. Nun darf sich der Gegenspieler alle seine Kugeln ins Kalah legen. Danach werden die Kugeln der beiden Kalahs gezählt. Der Spieler, der mehr Kugeln hat, gewinnt die Partie.

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